Es ist hoechstens Jahrzehnte her ...

CrisisMaven ⌂, Freitag, 15.01.2016, 16:56 (vor 3674 Tagen) @ Uwe3417 Views
bearbeitet von unbekannt, Freitag, 15.01.2016, 17:25

«Daher gibt es auch keine entsprechende soziale Kontrolle. Je mehr von ihnen sich zusammenrotten, umso gefährlicher wird es für Frauen. Bei deutschen Männern verhält es sich diametral umgekehrt: Je mehr von ihnen da sind, umso stärker achten sie darauf, den Frauen zu gefallen und Männer, die sich Frauen gegenüber negativ verhalten, zu sanktionieren.»

Der Teil, der auf die "deutschen Männer" bezogen ist, gilt bestimmt auch nur, wenn die "sozial Kontrolle" funktioniert,

Sieht (oder zumindest sah man) man z.T. bei den Passagieren deutscher Bumsbomber nach Thailand.

Was bei dieser Diskussion verdraengt wird:

Es ist hoechstens Jahrzehnte her, dass eine deutsche weibliche Bedienung in deutschen Lokalen jeden Abend ein Spiessrutenlaufen absolvieren musste. Typischerweise wurde, wenn sie an Maennertischen vorbeiging, auf den Hintern "geklopft" und immer noch sehr haeufig wurde ihr derart in den Po gekniffen, dass sie regelmaessig mit blauen Flecken am Gesaess ihren Dienst beendete.

Viele Wirte duldeten das, aus Angst um's Geschaeft.

Meiner Erinnerung nach begann sich das erst langsam zu aendern, als 1981 die UNO das "Jahr der Frau" ausrief.

Aehnlich war das mit sexueller Belaestigung am Arbeitsplatz, auch das hat sich erst in den letzten zwei (!) Jahrzehnten drastisch geaendert.

Es ist noch nicht so lange her, dass Ausbilder bestimmte weibliche Lehrlinge nur zu zweit oder mit maennlicher Begleitung zu maennlichen Chefs "zum Lernen" ins Zimmer liessen, um sie vor den Angrabschereien dieser ... Familienvaeter! ... zu beschuetzen.

Das waren die "Spitzen unserer Gesellschaft"!!!

Nicht umsonst habe ich dem einen Artikel gewidmet.

Viele Faelle kenne ich aus eigener Anschauung, ja, ich hatte bei Projekten sogar zeitweise immer ein paar Broschueren des Frauenministeriums dabei, die ich den bekannten Taetern dann in ihr Postfach schob ... Als Externer hatte ich aber auch weniger zu befuerchten. Dass aber hunderte deutsche Angestellte (derselben Firma) NIE etwas dagegen unternahmen, das gemahnt doch arg an das Mitlaeufertum im Dritten Reich.

Noch ein Vorfall gefaellig? Ein Onkel einer Krankenschwesterschuelerin fragt mich um Rat, weil seine Nichte nur eine Vier in ihrer Abschlusspruefung bekam. Warum und warum hatten alle anderen, auch die "schlechteren" eine Zwei? Weil es ueblich ist, mit den Oberaerzten zu schlafen vor der entscheidenden Pruefung. Das sind keine Einzelfaelle!

Ich habe dann eine eher feministisch gepolte Frau gefragt, wie das denn sein koenne (ohne dass es mehr Widerstand gibt)? Sie sagte mir, es koenne durchaus sein, dass eine Mehrzahl "der Opfer" sich dadurch gar geschmeichelt fuehle.

Aehnlich laeuft es ja auch bei den maennlichen Professoren, egal wie alt und faltig, die doch erstaunlich viele junge Studentinnen, insbes. aber Doktorandinnen, "abbekommen". Da steht eben ein quid-pro-quo im Raum.

Vieles wird in unserer immer noch prueden und sexuell verlogenen Gesellschaft totgeschwiegen, also: ach wie gut, dass wir nun den schwarzen Mann gefunden haben, um davon abzulenken!

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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