1.328.400 Zuwanderer/Asylanten in 2014? Zahlen oder mein Rechenfehler?
Hallo, @ Loki,
da du auf die BKA-Zahlen verweist, die ich gerade auf ihre Aussagekraft in Bezug auf Teilgruppen studiere, kommt mir der Hinweis auf die neuen Zahlen gerade recht.
In der BKA-Statistik habe ich leider keine Datenreihen gefunden, die Tatverdächtige nach Flüchtlinge/Asylanten/Religionszugehörige aufteilen.
Dort fand ich nur die Gruppen „deutsche“ oder „nichtdeutsche“ Tatverdächtige, die ihrerseits weiter nach Alter und den beiden Geschlechtern „männlich“ und „weiblich“ werden.
Für die „deutschen“ Tatverdächtigen wird dann noch die Grundmenge der hierbei gemeinten „Deutschen“ quantifiziert, auf die bezogen werden kann. Sie beträgt Nd = 6.860.113 Deutsche, und beinhaltet Deute ab dem achten Lebensjahr.
Für die „nichtdeutschen“ Tatverdächtigen, die ihrerseits ebenso weiter unterteilt sind wie die „deutschen“ Tatverdächtigen, gibt es hingegen keine quantifizierte Grundmenge, so dass für einen Außenstehenden wie mich, es nicht möglich ist, die Anzahl der Straftaten Gruppenbezogen zu vergleich, also etwa in der Art:
in einer Gruppe von 6.860.113 Deutschen gab es 2014 insgesamt 1.531.647 Tatverdächtige, damit also mit dem Ansatz:
(1.531.647 / 6.860.113) * 10.000 erhält man die Aussage:
In 2014 wurden in einer Gruppe von 10.000 Deutschen 223,3 ermittelt.
Diese Relationszahlen kann man für die verschiedenen Straftatbestände ermitteln.
Für die nichtdeutschen Tatverdächtigen wurden im gleichen Zeitraum 486.392 (Straftaten im Zusammenhang mit unerlaubt eingereiste… nicht eingerechnet!) Tatverdächtige erfasst. Hier fehlt nun die Zahl der Gruppe der „Nichtdeutschen“ (Nnd), die dann wohl auch die Zahl der Besucher, Durchreisenden und sonstiger Gruppen enthält.
Jeder mag sich an dieser Stelle eine Zahl für Nnd denken, solange nicht eine belastbare Zahl genannt werden kann.
Zu rechnen wäre dann:
(486.392 / Nnd)*10.000 um zu der Aussage zu kommen:
In 2014 wurden in einer Gruppe von 10.000 Nichtdeutschen (4.86392*10^6 / Nnd) ermittelt.
Wollte man nun auf die Zahl 223,3 kommen, als der bezogenen Zahl von Tatverdächtigen in einer Grundmenge von 10.000 Personen, so wäre die Zahl der Nichtdeutschen immerhin ungefähr ca. 21.781.997, als mehr als dreifach so groß, wie die Zahl der Deutschen-Gruppe.
Für die verschieden Kategorien in den Tatverdächtige beschuldigt wurden, könnte man also auch die Relationszahlen ermittelt, was ich für die fiktive Zahl von 10.000.000 durchgezogen habe.
Daraus könnte man vereinfacht vielleicht die These formulieren, dass jemand, der nicht ortsansässig ist, leichter in die Gruppe der Tatverdächtigen geraten kann.
Nun gibt es [http://www.focus.de/politik/deutschland/bka-legt-statistik-vor-so-viele-straftaten_id_5206778.html]Zahlen für 2015 vom BKA[/u], die sich speziell auf Zuwanderer/Asylsuchenden beziehen (habe ich eben für 2014 nicht gefunden) und die Monate Januar bis November umfassen.
Wenn ich aus meiner Schulzeit noch etwas von Algebra behalten habe, so vermag ich, bezogen auf das Thema, folgende Aussagen aus den Zahlen zu entnehmen:
2015 gab es S15 = 186.235 Straftaten (Einschränkung: das sollte wohl nicht das gleiche bedeuten wie Tatverdächtige!).
In 2014 gab es in etwa 70.000 Straftaten weniger als 2014 (vereinfacht wird die Zahl der Straftaten ungefähr von 70.000 unverändert belassen, da der Zuwachs an Asylsuchenden auch nur auf 11 Monate bezogen wurde), als S14 = 186.235 -70.000 = 116.235 Straftaten in 2014.
Y sei nun die unbekannte der Asylsuchenden, dann ist Y14, die Anzahl der Asylsuchenden in 2014 und Y15, sie Anzahl der Asylsuchenden in 2015, die sich um ca. 800.000 gegenüber 2014 erhöht hat.
Y15 = Y14+800.000
Damit erhält man die Relationszahlen:
(116.235 / Y14) * 10.000 <=> (186.235 / Y14 + 800.000) * 10.000
Und in allgemeinen Symbolen:
Y14 = ?
Y15 = Y14 + YP mit YP = 800.000
S15 = 186.235
S14 = S15 – 70.000
Aufgabe, wie groß ist Y14, wenn die bezogene Zahl der Straftaten gleich geblieben ist?
S14 / Y14 =!= S15 / Y15
Die Umformung liefert: Y14 = S14*YP / (S15 – S14)
Und mit Zahlen
Y14 = 116.235 * 800.000 / (186.235 – 116.235) = 1.328.400 Zuwanderer Asylsuchend in 2014.
In 2015 ergibt der Wert für Y15 = 1.328.400 + 800.000 = 2.128.400 Zuwanderer/Asylsuchende ohne Abzug von bearbeiteten Anträgen, die diese Zahl verkleinern könnte, jedoch dann in der Aussage eher noch negativer wirkt.
Das wären dann für 2014:
116.235/1.328.400*10.000 = 875 Straftaten bezogen auf 10.000 Zuwanderer/Asylanten
und für 2015:
(186.235/2.128.400)*10.000 = 875 Straftaten bezogen auf 10.000 Zuwanderer/Asylanten.
Wenn denn kein Ansatz- oder/und Rechenfehler entdeckt werden kann, vermag ich nur auszusagen, dass die bezogene Zahl von 875 Straftaten aus einer Gruppe von 10.000 Zuwanderer/Asylanten in 2014 erschreckend hoch ist. Weitere Unterteilungen werden die eine oder andere Teilgruppe in anderen „Zahlen“ erscheinen lassen.
Gruß,
Uwe