Ein für mich klares Argument

helmut-1, Siebenbürgen, Donnerstag, 14.01.2016, 07:21 (vor 3676 Tagen) @ Robert5765 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 14.01.2016, 07:51

Hallo, Robert,
klar gibt es für jedes Argument in der Diskussion auch ein Gegenargument. Auf diese Art könnte ich auf jeden Punkt eingehen, - wie ich schon sagte, es gibt bei allem immer verschiedene Sichtweisen, deren Verwendung dann nicht falsch ist, aber zumindest einseitig.
Ich möchte es nur bei zwei Beispielen belassen, damit es nicht ausufert:

Was ich als richtige Aussage einstufe, ist, - wie Du schreibst:

dass wir uns nicht verrückt machen lassen sollten von undifferenzierter, stereotyper, reißerischer und irreführender Berichterstattung im Internet u.a Medien, welche dazu dient, gezielt zusätzlich Hass, Angst und Gewalt zu schüren.

Aber da fehlt noch was, nämlich die andere Seite (jedes Ding im Leben hat immer zwei Seiten):

dass wir uns nicht verdummen lassen sollten von undifferenzierter, stereotyper, oftmals angeordneter und irreführender Berichterstattung im Internet u.a Medien, welche dazu dient, gezielt die Realität herunterzuspielen, das Volk ruhig zu stellen, und wenns nicht mit Tabletten (= Lügen und Unterlassungen, oder Verdrehungen) geht, dann gehts eben mit Beschimpfungen für Andersdenkende von Seiten der Politiker oder über die allzeit bewährte Nazikeule in der Hand der Gutmenschen.

Ein für mich klares Gegenargument ist Siebenbürgen oder Rumänien insgesamt:

Wir haben hier auch Flüchtlinge, aber so gut wie keine illegale Immigranten sondern anerkannte Asylanten. Auch aus Syrien. Diese Leute sind froh, dass sie sicher vor Verfolgung sind und bekommen das Nötigste, gemessen am Lebensstandard der einheimischen Bevölkerung (der unselbständig beschäftigten Bevölkerung, nicht der Politiker und Direktoren).

Es gab auch immer Türken in Rumänien, zumeist in der Hauptstadt oder in den Touristenzentren am Schwarzen Meer lebend. Seit Jahren. Da gibts Mischfamilien, die sprechen alle die Landessprache, es gibt so gut wie keine Probleme. Oft wüßte man gar nicht, das es sich um einen Türken handelt, wenn er sich nicht als solcher zu erkennen geben würde. Eine alte Moschee steht in der SO-Ecke von Rumänien, in Mangalia am Schwarzen Meer, - als der Premierminister den Bau einer neue "Mega-Moschee" in Bukarest zugesagt hatte, gabs einen Aufschrei im Land und es war ein zusätzlicher Stein in der Waagschale, was dann zu seinem Rücktritt führte.

Hier in der Provinz in Siebenbürgen, auch in der Kreisstadt, ist es eine absolute Ausnahme, wenn man einen Schwarzen sieht, - dunkelhäutige sind da schwerer zu unterscheiden, weil ja auch die Roma zum Großteil dunkler sind. Aber in einer Kleinstadt wie bei uns, so ca. 50 T E, da kennt man einander auch vom Aussehen her, - Ausländer würden auffallen.

Was sie auch teilweise tun, - dabei handelt es sich um die neuen "Flüchtlinge", die aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und auch Holland kommen. Manche auch aus Italien und Frankreich. Diese Leute halten es in ihren Heimatländern nicht mehr aus (warum wohl?) und lassen sich hier nieder, bauen sich eine neue Existenz auf. Mit IHREM Geld, ohne jedwelche Hilfe des Staates.

Nach wie vor kann ich heutzutage immer noch ein Kind mit 10 Jahren um 9 Uhr abends zum Kiosk schicken, ohne Angst haben zu müssen, hier gibts trotz schwierigem Lebensstandard kaum Gewaltdelikte (von Wirtshausraufereien unter Alkohol mal abgesehen), das Drogenproblem ist im Griff (zumindest in der Provinz, Städte bis 300 T E,in den Großstädten kann ich das nicht beurteilen), Vergewaltigungen sind hier weitgehendst unbekannt, und die Kleinkriminalität geht langsam zurück, je mehr Roma nach Deutschland auswandern. Dazu muß man wissen, dass es überwiegend der Teil der Roma ist, die mit Arbeit wenig am Hut haben. Der arbeitende Teil der Roma (und den gibts auch) arbeitet entweder hier in Rumänien und/oder hat saisonalbedingte Arbeitsverträge mit den Bauern in Deutschland.

Anhand dieser Aufzählungen frage ich Dich:
Warum haben wir hier in Rumänien keine Probleme a la made in Germany?

Und noch eine andere Frage möchte ich noch anschließen, die ich entweder hier oder irgendwo anders im Net so oder so ähnlich gelesen habe:
Was muss denn noch alles passieren, damit Deutschland wieder lebenswert wird?

Wobei man der Vollständigkeit halber dazu sagen muss, dass das Problem der Immigranten nur eines von mehreren ist, die in Deutschland "brennen". Und was Rumänien betrifft, dann kann man es auch nicht als das Land des Wohlstands bezeichnen, weil es einen ganzen Sack ungelöster Probleme hier gibt, die zum Großteil mit der Korruption verbunden sind. Aber, was das Immigrantenproblem betrifft, da leben wir auf einer "Insel der Glückseligkeit". Auch Johannis (der derzeitige deutschstämmige Präsident) muss da sehr aufpassen, was er bei der EU zusagt, - sonst ist auch er weg vom Fenster.


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