Antwort

aprilzi, tiefster Balkan, Montag, 23.11.2015, 13:06 (vor 3725 Tagen) @ pigbonds5464 Views

Der Maennerueberschuss ging bisher in die Staedte (oder in
Kriegen-Heinsohn). Nun hat man (der Staat) auch den Staedten den Krieg
erklaert. Terror spielt sich in der Stadt ab.


Glaube ich nicht. Der Terror findet dort statt, wo viele Leute sind, also
z.B. in
Städten, aber auch in Flugzeugen, etc.
Städte sind gute Absorber für den Youth Bulge, denn auf dem Lande wird
es dann schwierig,
wenn ein Bauerngut zwischen 4 Söhnen aufgeteilt werden sollte: jeder der
4 wird dann
existentiell gefährdet sein.

Das sehe ich anders. Hier in Sofia, als es mit den Einkommen bergauf ging, hauptsaechlich durch die Immobilien, kamen auch alle Zigeuner aus ganz Bulgarien und siedelten sich in den Randgebieten an. Wodurch auch die Immobilien wieder wertlos wurden. Und noch etwas die Immobilien sind zwar teuer aber wenn die Mieten sinken, da es keine gut bezahlten Jobs gibt, sinken auch die Immobilien.


Die Auszehrung der Doerfer zugunsten der Staedte ist der Grund weshalb der Kommunismus scheiterte. Die Eu versucht zwar mit Programmen die Doerfer wiederzubeleben, nur das ist schon gescheitert. Hier in Bulgarien besteht ein Hass der Doerfler gegenueber den Staedten, da alles was die Doerfer produziert haben in Richtung zu den hungrigen Staedter geht. Der Stadtmensch ist ohne die Doerfer ein Toter.


Also ich würde nicht gegen die Stadt als Konzept per se wetten, nur weil
die alten Industriestädte Probleme
haben, weil die Industrie abwandert. Aus individueller Sicht kann dies
natürlich anders aussehen - nicht
jede Stadt wird sich transformieren.

Bezüglich des verschärften globalen Wettbewerbs hat Peter Thiel,
Unternehmer und Startup-Investor, eine
interessante These aufgestellt, "Competition is for losers" - Vorlesung an
der Stanford Uni:
https://www.youtube.com/watch?v=DLWyP83iU5M
Es geht darum, dass im Wettbewerb stehende Unternehmen an Margenschwäche
leiden, was zwar gut für die
Konsumenten ist, dafür schlecht für Investoren aber auch Mitarbeiter.

Das sehe ich auch nicht so. Der Staedter ist aus Konsumsicht eine Missgeburt.
Er hat kein Platz, um zu konsumieren. Denn Sachen, die man kauft, brauchen Platz. Der Staedter ist eine Totgeburt. Und er bleibt sein ganzes Leben ein Gefangener seiner Unfaehigkeit, ohne den Staat ueberleben zu koennen.

Ohne Wettbewerb hat man keine Margenschwaeche sondern tendiert zum Mafiaclan.
Die ganzen Assets der Banken sind imaginaere Werte. Also keine Werte. Und das ist was die Banker fuerchten.

Nur um ein Beispiel zu nennen. Aber das geht ja auch in der CDU nicht viel
anders. Merkel hat sich von Kohl "emanzipiert",
nun warten viele andere, bis Merkel selber Platz macht.

Um die Macht kann man sich streiten, wenn diese Macht eine Zukunft hat. Dazu muss die Macht die vielen Reichen beseitigen. Das hat auch Bulgarien gemacht bevor es in die EU aufgenommen wurde. Mehr als 50 Mafia-Bosse wurden um das Jahr 2000 von irgendeinem Unbekannten abgeschossen, wahrscheinlich vom Staat.
Darauf angesprochen sagte der damalige Ministerpraesident, dass der normale Buerger sich nicht sorgen solle, denn nur die Mafiosi waeren betroffen.

Gruss


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