Der normale Demokrat im tausendjährigen EU-Reich

NST ⌂, Südthailand, Montag, 02.11.2015, 05:07 (vor 3737 Tagen) @ mh-ing5239 Views

Das Wesen der Demokratie ist die Mehrheitsmeinung. Die Mehrheit hier will
das System so, will auch nichts dazu lernen oder sich informieren. Jetzt,
in den Zeiten der besten Informationsmöglichkeiten, sind die Menschen
meist noch viel uninformierter als zu früheren Zeiten. Woher soll also das
Potential für eine Umkehr und eine Änderung kommen?

Hallo,
gestern hatte ich nach mehr als 4 Monaten wieder einmal ein Gespräch über Skype mit meiner Schwester und deren Mann. Ich stamme aus dem Bodenseeraum und bin noch Miteigentümer eines Ende der 20er gebauten 2 Familienwohnhauses zusammen mit meiner Schwester. Weil meine Mutter im Pfegeheim lebt, seit jetzt 2 Jahren und das gesamte Haus als Niessbrauch auf ihren Namen eingetragen ist, habe ich von eine Verwertung verzichtet.

Mein Vater starb 2006 bis ungefähr 2004 kümmerte er sich um sein Haus und hatte es in einem sehr guten Allgemeinzustand hinterlassen. In 2005 bin ich und meine Familie in die damals freie Wohnung eingezogen, wo zuvor die Schwester meines Vater gelebt hatte, um meine Eltern zu unterstützen, denn mein Vater hatte sich ins finanzielle Chaos gewirtschaftet, weil er eigentlich nicht mehr geschäftsfähig war (durch Medikamente) und der behandelnde Arzt niemand davon in Kenntnis gesetzt hatte. Unter Einsatz aller Mittel auch finanzieller von mir, konnte der Zugriff auf das Haus verhindert werden, mein Vater verstarb mit einer Restschuld von über 50K Euro - im Jahr 2003 zum Jahreswechsel hatte er noch ein Bankguthaben von mehr als 200K Euro.
Meine Schwester und ihr Mann lebten damals noch in Berlin - aber die Probleme musste ich komplett alleine bewältigen, Unterstützung von Berlin gab es nicht.

Mein Schwager arbeitete bei Sarotti, dieser Nestle Ableger wurde geschlossen. Weil er schon über 25 Jahre im Konzern war und gut qualifiziert, konnnte er nach Singen in die Maggi wechseln, dort hatte er auch seine Lehre gemacht.

Diese persönlichen Einlassungen war nötig, um zu veranschaulichen was ich sagen will.

Meine Schwester war früher immer eine sehr gute Schülerin mit besten Noten, ich Gegensatz zur mir, meine Intention war immer nur, durchzukommen was mir auch immer geglückt war. Sie hatte eine Ausbildung als Bankkauffrau und als sie nach Berlin ging, hat sie umgeschult auf Erzieherin. Ihr man hat eine solide Ausbildung im Metallbereich und sich in der Firma weiterentwickelt.
Meine Ausbildung ist völlig untypisch verlaufen, im Prinzip habe ich 3 Berufe mit Abschluss und ein abgebrochenes Studium. Mein Erwebsleben im klassischen Sinne begann erst mit 30 J. und endete mit 50 J. -- also kein typischer Lebenslauf für einen ordentlichen Demokraten. [[freude]]

Gestern im Gespräch fragte ich, wie sich denn die Flüchtlingssituation bemerkbar mache in der Stadt, als Antwort kam, eigentlich gar nicht. Ich fragte nach, wie das mit den Turnhallen in der Stadt ablief, die für die Flüchtlinge geräumt wurden, davon hatte ich im Onlinewochenblatt der Stadt gelesen - davon wussten beide nichts.

Nach dem Wechsel von Berlin nach Singen, lebten beide in einer Mietwohnung in der Stadt - mit Hausmeister und Aufzug. [[top]] Seit ich in Thailand lebe, jetzt fast schon 5 Jahre, ist das 2 Familienwohnhaus leer. Im Winter muss es natürlich geheizt werden - meine Schwester hatte mich schon mehrfach aufgefordert mich an den Kosten zu beteiligen - meine Antwort darauf ist nicht öffentlichkeitstauglich. Vermieten wollen sie es aber auch nicht.
Als ich sie schon lange darauf anspach, meinte meine Schwester, der Umzug wäre ihr zu anstrengend - und ihr Mann ist beruflich zu stark belastet.
Jetzt meinte sie, sie hat ihren Wohnsitz ins Haus zurückverlegt, wegen der Flüchtlinge - muss sie wohl was im TV gesehen haben [[freude]] aber umziehen ist immer noch zu anstrengend .... Luftline sind das ungefähr 2Km.

Das sind die Menschen wie ich sie kenne, der typische Deutsche von heute. Dass ich dort nicht mehr leben kann, trotz bevorzugter Wohnlage, Bodensee, Hegau, Alpen usw. das dürfte klar sein.

Natürlich gibt es auch andere Menschen - aber diese sind in der Minderheit.
Gruss

--
Buntschland bald platt?
Mir doch egal, solange mein Geld aus dem Bankomaten, mein Strom aus der Dose, mein WiFi aus der Luft, mein Wasser aus dem Hahn und meine Fressalien auf den Tisch kommen! [[freude]] ©n0by
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