Kann gültig zu ungültig werden?

nereus, Mittwoch, 16.09.2015, 07:37 (vor 3784 Tagen) @ Wayne Schlegel2514 Views

Hallo Wayne!

Danke für die ausführlichen Infos.
Nach dieser Darstellung wäre keine Wahlfälschung möglich, außer alle Wahlhelfer, Schriftführer und Wahlvorsteher eines Wahlkreises/-bezirkes steckten unter einer Decke – was allerhöchstens in Einzelfällen denkbar, aber niemals im Normalfall durchführbar sein sollte.

Jetzt haben wir aber eine Diskrepanz zwischen Deinen Erfahrungen und den Ergebnissen der Studie, die Du anzweifelst.
Nun, wir wissen, daß Studien sehr wohl gefälscht sein können, es aber nicht unbedingt sein müssen.
Was machen wir nun mit dieser Diskrepanz?

Wäre das z.B. vorstellbar?

.. Ich habe in meiner Vergangenheit mehrere Male als Wahlhelfer ausgeholfen und kann so berichten, wie man in Deutschland Wahlen verfälschen kann.
Da ich damals politisch noch aus dem schwarzen Lager kam, war mir noch nicht bewußt, das dieses evtl. sogar mit Absicht passiert, deswegen sind meine Aussagen nicht als Faktum zu betrachten, sondern nur als Beispiel wie man mit einfachen Mitteln die kleinen Parteien klein halten kann und es ist davon auszugehen, dass so wie ich es erlebt habe in allen Wahlkreisen tatsächlich stattfindet.

Nachdem die Wahl abgeschlossen ist und die Urnen geöffnet werden, werden sämtliche Stimmzettel auf einem Tisch ausgeschüttet. Die Wahlzettel werden dann von den Wahlhelfern zuerst gemäß den Parteien auf Stapel sortiert.
Dabei ist insbesondere der Haufen der ungültigen Wahlzettel des Pudels Kern.
Nach dem Aussortieren, werden die Stimmzettel der Parteien ausgezählt.
Eine erneute Prüfung findet nicht statt, da die Wahlhelfer eigentlich nur möglichst schnell fertig werden wollen. Stimmen am Ende der Auszählung die Gesamtsummen mit der Anzahl der Wähler überein, sind alle glücklich.
Der Schriftführer packt die Wahlzettel in einem versiegelten Umschlag.
Das Wahlergebnis wird per Telefon an die Zentrale durchgegeben, die Zettel gesammelt und versiegelt an den Wahlleiter geschickt.

Als ich den Haufen der ungültigen Stimmen mal nachzählte, stellte ich fest, dass dort mehrere gültige Stimmen verschiedenster Kleinparteien der NPD, REP, Linke einsortiert waren.
Ich habe mir damals nichts weiter dabei gedacht und den Fehler korrigiert, weil ich es einfach für einen Irrtum hielt.
Einer der Anwesenden quittierte diese Aktion mit einem flapsigen Kommentar über Rechte.
Natürlich können die Stimmen auch einem beliebigen anderen Haufen zugeordnet werden, denn solange die Gesamtanzahl der Stimmen am Ende passt, wird i.d.R.
nicht mehr weiter geprüft. Die Schriftführer achten eigentlich nur darauf, dass die Summe stimmt. Offensichtlich halten sie das Verschwinden von Wahlzetteln für wesentlich problematischer.

Nachdem mir das neulich im Gespräch mit einem Bekannten wieder eingefallen war, viel mir aber erst diese Brisanz der paar Zettel auf.
Wenn wir einmal überlegen, dass pro Wahllokal nur ein paar hundert Stimmzettel anfallen, dann kann die Anzahl im Anbetracht der 5% Hürde enorm sein. Bei 500 Stimmzetteln machen 5 falsch zu-sortierte Wahlzettel schon ein 1% der Stimmen aus. Dies bedeutet für die entsprechende Partei schon einen Verlust von im zweistelligen Bereich, wenn man bedenkt, dass sie für die Erreichung der 5% bei 500 Stimmzetteln lediglich 25 Stimmen benötigt. ..

Quelle: http://freezonechef.servertalk.in/viewtopic.php?t=29316&highlight=wahlf%E4lschung&a...

Ist das jetzt eine Räuberpistole oder ist dies tatsächlich denkbar, wenn z.B. immer dieselben Wahlhelfer tatsächlich die Intention hätten, ihre Gegner unschädlich zu machen. Merke! Auch Wahlhelfer sind nur Menschen.

Andererseits stimme ich Dir zu, daß bei allem Fälschungsverdacht es tatsächlich so ist, daß die Dauerpropaganda DER entscheidende Wahlfaktor sein dürfte.
Die Leute wählen tatsächlich ihre Schlächter im überwiegenden Fall völlig freiwillig.

mfG
nereus


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