Über die erhellende Kraft der Logik und die zersetzende Kraft forcierter Scheindebatten für Pseudointellektuelle (EDIT)
Danke. Du schreibst erst, Überzeugungskraft wäre eine Illusion und dann, dass es sie doch gibt...(!?)...das hat mich zunächst etwas verwirrt.
Aber ich sag mal so: Oft hilft es in Schwurbeldebatten die Sachverhalte ganz einfach darzustellen. Das mit den Bilderbuch-Scan war vielleicht etwas fies, aber gegen die innere Logik folgender drei Sätze kann sich keiner wehren:
"Für jede Form der Einwanderungspolitik braucht es eine Staatsgrenze.
Für eine Staatsgrenze braucht es einen Staat.
Innerhalb des Staates ist ein wehrhafter Rechtsstaat einem allgemeinen Faustrecht vorzuziehen."
Das ist in sich logisch, dagegen wird es daher nur allgemeines Buzzwort- und Kampfbegriffsgeschwurbel geben oder eristische Rohrkrepierer.
EDIT: Wurde bereits geliefert
Was auffällt: Es hakt immer an denselben Stellen in "gefährlichen", weil systemkritischen öffentlichen Debatten:
Ideologische Überzogenheit kommt mit Kampfbegriffen daher und bietet dem Divide-et-Impera-Stemmeisen eine schöne Sollbruchstelle.
Wer auf solche grundsätzlichen Dinge hinweist, wie in den gefetteten Sätzen, wird beispielsweise als "Kollektivistin" oder sonst was beschimpft. Nur weil ich nicht den verbohrten Schwurbelpositionen für Pseudointellektuelle auf den Leim gegangen ist...
Dabei schimpfe ich die ganze Zeit über Verfehlungen des Staates.
Trotzdem hilft es nichts, die Zeit mit grundsätzlichem Gerede über das Staatsabschaffen zu vergeuden. Allein schon wegen der Staatsgrenzen- und Inneren-Sicherheits-Logik.
Unerreichbare Ziele schwächen den Widerstand. Ich erinnere nur an das Thema "NATO-Auflösung statt -Austritt Deutschlands als unerreichbares Scheinziel". Das Staatsabschaffer-Ziel ist noch bescheuerter, da es nicht nur unerreichbar, sondern auch unlogisch daher kommt.
Gruß, Bernadette