Danke für den interessanten Bericht! Rede mal mit Scheidungsanwälten, dann verstehst du das!
Ich habe einen langjährigen, sehr guten griechischen Freund, den Lazaros,
genannt "Lucky".
Er hat griechische Eltern, ist in Deutschland geboren,
unterhält einen gutgehenden gastronomischen Betrieb, seine griechische,
ebenfalls in D. gebürtige Frau ist Anwältin und die acht und zehn-
jährigen Kinder sind sehr intelligent, gut erzogen und super
knuffig-lieb.Zur Zeit befindet sich die Familie im Heimaturlaub.
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Jeder Scheidungsanwalt weiß, was in "solchen" Situationen abläuft! Zwei Menschen, die sich liebten, beginnen sich plötzlich mörderisch zu hassen!
Worum geht es? Beide fühlen sich mißverstanden, benachteiligt und übervorteilt!
In der Regel geht es auch noch um den sogenannten "gemeinsamen" Besitz: Die Kinder, das Geld, das Haus, die Rente und was es sonst noch alles gibt.
In solchen Situationen setzt der Verstand aus. Es regieren nur noch die Emotionen. UND der Hass! Besonders wenn sich jemand unterlegen fühlt, dann regiert der Hass. Alles, was "mein" ist, ist gut, alles was "außen" ist, ist schlecht! DAS läuft derzeit auch in Gr ab. Der (möglicherweise durch ein Gefühl der Minderwertigkeit erzeugte - denke an die lange, türkische Besetzung und Mißhandlung der Griechen) starke Patriotismus und das "Ehrgefühl", auf das Tsipras ja direkt abgezielt hat, machen die Bevölkerung blind für die Fehler der eigenen Regierung.
Da ist man leider machtlos dagegen.
Die Situation in Spanien soll teilweise schlimmer gewesen sein. Ich höre derzeit nichts mehr aus Spanien, sondern lese nur noch und sehe Berichte.
Spanien ist natürlich auch ein FEUDALES Land, wie Griechenland. Das bringt zusätzliche Probleme. Aber die Spanier wurden niemals so unterdrückt. Die haben "ihre" Morros "herausgeworfen" (die hassen die immer noch) und das stärkt erstaunlicherweise heute noch das Selbstwertgefühl. "Sie" haben Europa vor den Morros "gerettet". Getreu dem Motto: "Wir schaffen es". In Polen war es z.T. auch sehr schlimm. Aber auch dieses Land hat eine wichtige Geschichte im europäischen Verbund (Stichwort: Wien!). Das Geld, das dort investiert wurde, "arbeitete" und wurde sinnvoll investiert.
Ich schätze, dass die Griechen sehr genau wissen, was ihre "Politiker" mit den EU-Milliarden, die eigentlich zur Investition gedacht waren, getan haben. Sie wollen es nicht sehen, weil es zum Verzweifeln ist!
Da stabilisiert der Hass auf die Deutschen die Psyche viel eher.
Unangenehme Wahrheiten zu akzeptieren ist schwer! Das betrifft jeden! Man wehrt sich verzweifelt, man versucht, den Wahrheiten zu entkommen - und trotzdem - irgendwann wird man sie konfrontieren müssen. Erst dann geht es weiter!
Rede mal mit einem Scheidungsanwalt! Der kennt solche "Emotionen".
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