Machtversessenheit
Guten Abend
Schönen guten Tag,
Wenn ich mich richtig an meine Kenntnisse darüber erinnere, wurde der
Rückzug aus den Staatsgeschäften durch den Tod seiner Mutter ausgelöst,
an der er sehr hing. Dazu kam der Umstand, dass seine Mutter (Johanna I.)
nach dem frühen Tod des Vaters in eine Art Depression verfiel, was ihr den
Beinamen "die Wahnsinnige" bescherte. Letztlich starb sie aufgrund einer
Verbrühung, und im selben Jahr dankte Karl V. ab. Sicherlich spielte auch
die jahrzehntelange Beeinträchtigung durch die Gicht mit.
Nach diesen Kriterien hätte der Rollstuhlfahrer bereits Anfang der 90er im Kloster sein sollen...
Aber abgesehen vom Grund des Abdankens, - Karl V. ist doch mit keinem der
zeitgenössischen Politiker bergleichbar. Er hatte doch völlig andere
Zielvorstellungen. Sogar in Wikipedia wird das sehr treffend beschrieben:Er verstand sich als Friedenswahrer in Europa, Schützer des
Abendlandes vor den Osmanen und sah sich zuständig für den Schutz und die
Reform der Kirche.Ist da irgendwas, was auf das Gemerkel zutrifft? Deswegen kann man Karl V.
im Zusammenhang mit meinem Vortext nur als Ausnahme gelten lassen, was die
Regel bestätigt. Wenn überhaupt.
An der Macht hängt zu 100 % nur jener, der sie von wirklich Mächtigen geliehen bekommt, nicht jedoch jene, die sie tatsächlich innehaben.
LG
Wolffi