Jedem das Werkzeug, das er will!

QuerDenker, Sonntag, 28.06.2015, 22:33 (vor 3857 Tagen) @ CrisisMaven4124 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 29.06.2015, 15:46

Hallo CM,

... hier alle zu meinen scheinen, relationale Datenbanken waeren die
Loesung des Problems [[freude]]

Kommt eben auf die Anwendung an.

Danke, das eBuch kannte ich noch nicht!

Ja, da war ich auf dem falschen Fuss erwischt.

Keine Problem, ich 'hänge' ja auch bisschen, was die 'Vorstellungskraft' angeht, was EXCEL können soll, was andere Software nicht kann, [[freude]]

Aber: auch hier gibt es Stolpersteine.

[..]

Und da sind wir wieder, wo das immer endet: R braucht Kenntnis der
Programmiersprache "S", um fuer einen EXCEL-Power-User das zu leisten, was
er in EXCEL "ohnehin" kann.

Aber wenn der Controller diese 'Lernkurve' geschafft hat, dann wäre er zusätzlich unabhängig vom Betriebssystem - und R läuft ja auch auf Win...

Noch dazu sind diese 'Modelle' dann noch skalierbarer - weil damit auch auf 'Großrechner' übertragbar --- Oder wie würdest Du einen 'Job' unter Excel auf sagen wir mal 1024 'Knoten' parallel rechnen lassen - etwas was R eben auch könnte...

Das mit dem 'schnell mal Formel' ändern geht in EXCEL schneller - akzeptiert!

Schlecht ist OO nicht, habe ich auch nie gesagt. Aber fuer die grossen
Mega-Spreadsheets im Controlling eines Grosskonzerns (noch!) nicht
leistungsfaehig genug. Beispiel fuer den Groessenwahn: EXCEL hatte lange
nur 64k Zeilen, und Calc eine Zehnerpotenz mehr. Dennoch kann OO heute noch
nicht, ohne Systemabbruch, alle 64k Zeilen bearbeiten,

Das war mir nicht bekannt.

... EXCEL schon, wenn
der Computer leistungsfaehig genug ist. Darum allein ging es. Dass R es
auch kann, steht ausser Zweifel. Aber: die Grossunternehmen haben seit z.T.
zwei Jahrzehnten nunmal z.B. VBA-Makros, deren Portierung auf R aufwendig
und nach OO Calc ein Alptraum waere.

So - also Portierungsaufwand (+ Testaufwand!) hoch - hatte ich ja auch argumentiert!

Und große Datenmengen sind eben IMHO nicht unbedingt der 'Zieleinsatz',

für Excel wie OO/LO/...-Calc usw.

Ich redete nicht von grossen Mengen, sondern von komplexen
Entscheidungsbaeumen. Dass diese zufaellig auch mengenmaessig gross sind,
liegt in der Natur der Sache. Mit "Grosse Datenmengen" in Datenbanken sind
aber meist gemeint: unzaehlige gleichstrukturierte (!) Daten. Das ist was
anderes. Das muss man aber halt mal mit eigenen Augen gesehen haben. Und
dem verweigern sich theoretisierende Naturwissenschaftler stets. Drum
steigen sie auch nie ins Controlling auf.

Was läßt sich denn da nicht mit sicher bisschen abstrakten - und ggf.

rekursiven und sonstwie 'verschachtelten' - Datenstrukturen abbilden?

Nein, die sind eben nicht (nur vorhersagbar) rekursiv. Aber Kostenrechnung
ist den meisten ein Buch mit sieben Siegeln.

Das meinte ich ja z.B. mit 'Kennzahlen'.

NEIN! Es geht drum, dass diese laufend dynamisch geaendert werden um in
Bruchteilen von Minuten zu sehen, "was waere, wenn wir den Preis von
Produkt A erhoehen und den von B senken wuerden oder umgekehrt
" Und das
ueber hunderte Gruppen, Filialen, Standorte, Produktgruppen, Waehrungen mit
Umtauschrisiken. Und dann ... mit einem ad hoc eingefuehrten weiteren
Produkt, fuer das vorher kein Feld da war. Geht doch einfach mal gucken!!!

Ich kann mir die Komplexität z.B. einer bei Handelskette, oder bei einem Industriebetrieb mit weltweiten Standorten, schon vorstellen, sehe aber wirklich nur die (weitgehend einmalige) Herausforderung des Abbildens dieser Strukturen. Und ein Datensatz 'Produkte mit Kenndaten' läßt sich auch schnell mal erweitern.

Nein, solche Auswertung ist recht statisch. Vgl. Klimamodelle,

Im Endeffekt erstmal Volumenmodellierung des 'Raumes' und dann 'Interaktion' (spannend!)

soziologische Studien

Eher ein Job für RDBS oder auch 'neuronale Netze' usw.

Das ist einfach.

Die Algorithmen für 'Wetter' sind heute noch immer 'kurzlebig', was 'Vorhersagen' angeht. [[zwinker]]

Controller haben einen schwereren Job!

Ich hatte Mitte der Neunziger mal eine Diskussion mit einem Dozenten fuer

...

auf. So auch hier. Geht hin und schaut's Euch an, zum x-ten Male!!!

Dass das y2k auch viel 'Psychologie' war, wissen wir beide.
Spannender wird es mMn, wenn die in Integer gezählte 'Epoche'-Zeit der UNIX-Rechner 'überläuft' - und dann plötzlich wieder '1970' ist...

NEIN! Es geht um die Simulierung, was waere, wenn wir mehr Einnahmen haben
wollten als wir derzeit haben. Kostenrechnung ist vergangenheitsbezogen,
Controlling auch zukunftsbezogen.

O.k.

Lenin glaubte 1917 auch, der moderne Grossbetrieb brauche keine
Unternehmer mehr, "Buchhalter genuegt". Das kam 1990 zu seinem Ende ...

Interessanter Vergleich. <img src=" />

Nein. Aber das zu erklaeren beduerfte es Buecher. Selbst
Unternehmensforschung/Operations Research ist komplexer. Aber ein guter
Controller hat noch ein paar Ecken mehr zu bieten. Ich habe mehrere solche,
leider Kette rauchenden, ausgezehrten verkannten Genies kennen gelernt. Um
deren Geschwindigkeit in R und S durch Programmierer zu erreichen,
braeuchte der ZEHN Programmierer - dann aber haette er keine Zeit zum
Erklaeren oder zum Analysieren. Drum braucht er sein Spreadsheet.

o.k. - es geht also darum, dass der Konzept/Intuition/? folgend, mit den Date 'spielt'.

Ja, aber dennoch ist das nicht dasselbe. Es scheint echt schwer, das
Sozial- und Naturwissenschaftlern, die Datensaetze immer erst im Nachhinein
analysieren und dabei nie unter einem solchen Zeitdruck stehen wie ein
Unternehmen im Wettbewerb, zu erlaeutern.

Ich verstehe schon, was Du meinst!

Nein, der aendert zehn Formeln in der Minute!

Aber wie ist denn jede der Änderungen dokumentiert - und vor allem wie 'reproduzierbar'? Oder ist das sowas wie 'black magic' des Controllers - etwas, wo jeder seine 'Handschrift'/'Tricks'/.. hat?

Kann es der Controller nicht mehr schnell genug aendern. Alles schon
versucht worden. Und gucke da, im naechsten Monat: "Was machen Sie denn
da?" "Ich nehme solange EXCEL, bis die Programmierabteilung meine neuen
Anforderungen umgesetzt hat". Vergiss es einfach [[freude]] ...

Wie schon erwähnt verstehe ich ja die 'Bedürfnisse' der Controller - also wertfrei ein 'Spielen mit Daten' - aber eben so ein Spiel ist auch 'automatisierbar'.

Aha. Es gibt EXCEL und jetzt willst Du es emulieren?

nice try - aber es geht darum, die Algorithmen zu portieren (und dazu müssen diese 'verstanden' werden und auf eine 'gemeinsame' Ebene portiert werden...

Das war die Frage: "koennen Sie mit ihren Scripting-Kenntnissen bitte
mal das nachbilden, was ich in EXCEL in der letzten Minute grade gemacht
habe"
... Daraufhin gehen Programmierer dem Controller aus dem Wege.

Wieso? Es wird ja ein 'Konzept' dieser dynamischen Änderungen geben. Es wäre also so gesehen auch ein weiteres EXCEL-Sheet denkbar, welches ebendiese Änderungen dynamisch am 'Hauptsheet' vornimmt. <img src=" />


Aber lassen wir den Controllern einfach das EXCEL. [[smile]]

Grüße

QuerDenker

--
10cc: 'communication is the problem to the answer' <img src=" />


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