Sorry, ich habe unterschaetzt
Ich habe nie behauptet, dass die USA das Assad-Regime stürzen wollen,
weil dieses Blut an den Fingern hat.
Das Assad-Regime soll/wird gestürzt werden, weil es gegen die Interessen
der USA handelt. Dies im Gegensatz zu Saudi Arabien, die im Großen und
Ganzen auf Linie sind.
Ob und in welchem Ausmaß diese Regime verbrecherisch sind, ist dabei
nicht von besonderer Relevanz.
Klar, es geht gar nicht um Stabilitaet, wie immer behauptet wird, sondern um wirtschaftliche Interessen, aus denen die politischen nur abgeleitet sind.
Allerdings ist folgendes fuer mich widerspruechlich:
Dass die Aktivitäten von ISIS im Irak von den USA nicht gewünscht und
erst recht nicht geplant oder beabsichtigt sind und somit natürlich
"unintended consequences" sind, sollte doch auf der Hand liegen.
<>
Ich persönlich finde es vom Grundsatz her einen guten Ansatz, das
Assad-Regime und islamistische Wirrköpfe gegeneinander auszuspielen.
Besonders der Nahen Osten unterliegt einer komplexen, chaotischen Dynamik - das weiss man nicht erst seit ISIS. Wenn man all diese "Wirrkoepfe" finanziert, damit die sich gegenseitig abschlachten, koennen die Folgen niemals unbeabsichtigt sein, sondern man muss immer damit rechnen. Es ist hoechst heuchlerisch, wenn man sich hinterher mit "unintended consequences" rausreden will. Die "unintended consequences" sind eben direkt beabsichtigt, weil sie den eigenen Interessen* dienen.
* z.B. http://fas.org/asmp/profiles/saudi_arabia.htm
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