Klartext von Putin zur US-IS-Politik / Focus greift die Meldung auf

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 27.05.2015, 10:06 (vor 3886 Tagen) @ Bernadette_Lauert3354 Views
bearbeitet von Bernadette_Lauert, Mittwoch, 27.05.2015, 10:14

DWN übersetzt einen Kommentar von Putin zur US-IS-Politik, der über die russische Nachrichtenagentur lief, wiefolgt:
"Wir wissen, was jetzt im Nahen Osten und in Nordafrika vor sich geht. Wir sehen Probleme, die von einer terroristischen Organisation kommen, die sich ,Islamischer Staat‘ nennt. Es gab jedoch keinen Terrorismus in diesen Staaten, in denen der Terror heute aktiv ist, bevor nicht eine absolute unakzeptable Einmischung von außen stattgefunden hat. Diese Einmischung geschah ohne die Zustimmung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen. Es ist klar, dass die Folgen hart sind. Alles, was in den vergangenen Jahren in der internationalen Arena stattgefunden hat, muss nachjustiert werden.“
Quellen: DWN, Tass

Auf das freigeklagte DIA-Dokument bezieht sich Putin nicht. Er sagt einfach "Wir wissen..."

Ein Grund, warum die US-IS-Sache trotz der immensen Tragweite der Nachricht nicht in den Hauptstrommedien kommen wird... Dann hätte ja der böse Putin Recht.

Wobei -> Focus hat das DIA-Dokument aufgegriffen: http://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/politik-der-instabilit...
Das sei der Fairness halber dazugesagt. Wobei vom Focus freilich betont wird: "Das Dokument gibt nur den Raum für Interpretationen: Es ist kein Beweis für eine Einmischung der USA in Syrien, sondern vielmehr ein Strategie-Papier, das aber zweifelsohne in den höchsten politischen und militärischen Kreisen in Washington zirkulierte."

Als so etwas wie ein Fazit steht bei Focus schließlich: "Die US-Regierung hätte zwar erkannt, wohin die Verwicklungen in Syrien führen. Doch sie hätte daraufhin die Einmischung in Syrien nicht zurückgefahren oder gar gänzlich beendet: Die bedrohliche Zukunft eines Kalifats hätte die US-Führung billigend hingenommen und als Teil der eigenen Strategie gegen Assad eingesetzt. Zu dem damaligen Zeitpunkt war der Machthaber aus der US-Perspektive gefährlicher als ein möglicher Islamischer Staat. Das ist heute freilich anders."

Wenigstens haben sie darüber geschrieben.

Gruß, Bernadette


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