Sichtweise

helmut-1, Siebenbürgen, Dienstag, 26.05.2015, 06:35 (vor 3887 Tagen) @ Nico3825 Views

Die "Werbung" für das Video hat mich neugierig gemacht. Hab mir das mal komplett angehört.
Meine Beurteilung: Ist nichts, was man nicht versäumen könnte.

Es steht bis am Schluß die Frage im Raum, ob man das Ganze als Persiflage auffassen soll. Allerdings ist Dr. Schärf da nicht die geeignete Person dafür.

Musikalisch ist das Ganze schwach gemacht, - sowohl von der Melodie her, als auch von der Darbietung. Der Mann hat anscheinend auch damit Schwierigkeiten, die Töne richtig zu treffen. Immer schlecht, wenn man versucht, Lieder zu singen, obwohl man eigentlich unmusikalisch ist.

Wenn man nun darauf eingeht, wo da der tiefere Sinn liegen soll,- dann kommt man wieder nur auf Eines, was ich auch in meiner jahrzehntelangen ehrenamtlichen Jugendarbeit festgestellt habe:

Der junge Mensch sucht ein Vorbild, will sich an einem Ideal orientieren, das es aber in der heutigen Zeit kaum mehr gibt. Die heutzutage üblichen Klischees entpuppen sich bald als "des Kaisers neue Kleider" und haben nur ein sehr kurzlebiges Dasein.

Es werden früher oder später wieder die Werte in den Vordergrund kommen, die auch früher Bestand hatten. Damit meine ich nicht das bedingungslose Anbeten von Ikonen wie z.B. ein Hakenkreuz, sondern die tragenden Elemente, die auch früher das soziale Gefüge geprägt haben. Das kann mehreres sein, - z.B. Wandern, Volkslieder singen, körperliche Ertüchtigung (ohne Chemie), gesundes nationales Selbstverständnis.

Die Voraussetzung dafür ist die Behandlung der Geschichte der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts in einer Form, die den jungen Menschen daraus lernen läßt. Eine Aufarbeitung in der Form, die sich an allen Fakten und den wahren Hintergründen orientiert. Dann wird transparent, wie der Nationalsozialismus auch vom Ausland her gesteuert wurde. Man wird erkennen, dass Hitler nur eine Figur auf dem internationalen Schachbrett war, die hin und hergeschoben wurde, - trotz allem Kult, der um ihn gemacht wurde.

Letztlich war es die einzige Möglichkeit (und die Wirksamkeit kann man heute noch sehen), Deutschland dauerhaft in die Knie zu zwingen. Das, was an Kraft und Innovation von diesem Volk ausging und immer noch ausgeht, wurde stets als eine Gefahr von anderen Mächten gesehen.

Erst, wenn sich eine Generation etabliert, die in gefestigter Form auf die Ära der beiden Kriege zurückblickt und den Mythos des scheinbar genetisch vererbten "mea culpa"- Komplexes abgelegt hat, - dessen Fortführung von gewissenlosen Politikern, die das Land regieren, ständig neu auferlegt wird - dann kann wieder so etwas wie "Normalität" in den Köpfen Platz finden.

Dann kann auch der junge Mensch "national" von "nationalistisch" unterscheiden und keiner wird mehr Geschmack an irgendeiner braunen Brühe finden, die immer wieder irgendwo aufgekocht wird, - zumal man bei vielen nachgeplapperten Phrasen schnell das Denken abstellen muß und gar nicht auf die Idee kommen darf, gezielt nachzufragen.


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