Meine Verhaltensänderung

Stefan, Freitag, 27.03.2015, 08:28 (vor 3945 Tagen) @ Leserzuschrift6366 Views

Auf ein Posting dieser Art habe ich gehofft. Ich will auch gar nicht mit Lukas streiten, weil er mich herabsetzend als "dieser Mensch" bezeichnet und mit pauschalen Unterstellungen arbeitet.

Ich beobachte Veränderungen (an mir), die ich auch kritisch hinterfrage. Die Zeiten sind verrückt und man verliert schnell seinen Anker. Die Notenbanken machen plötzlich Geldpolitik, vernichten ganze Geschäftsmodelle und die Leute werden nervös, ohne die zugrundeliegenden Ursachen zu verstehen. Vielleicht verlieren wir ja auch unseren gesellschaftlichen/menschlichen Anker?

Die Einbrüche in meiner unmittelbaren Nachbarschaft und im Bekanntenkreis nehmen zu, die Anzahl der Migranten in meiner unmittelbaren Nähe übersteigt meine Reizschwelle.

Bettlern habe ich ganz früher meistens etwas gegeben. Seit dem es nur noch Migranten sind, habe ich sie zunächst höflich weggeschickt. Mittlerweile ist das organisierte Betteln derartig penetrant geworden, dass ich diese Menschen nur noch durch eine Handbewegung wegscheuche. Was für eine Herrenmenschenscheiße. Aber mittlerweile laufen die Flaschensammler schon durch den ICE. Ich finde das nicht geil. Als Kind bekam ich beim Stadtbummel immer ein Eis und wenn ich dann einen Bettler auf der Straße sitzen sah, hatte ich ein schlechtes Gewissen. Heute zeigen die Profibettler offen ihre Amputationen und das zu Weihnachten sogar in dreifacher Mannstärke. Die Stadt bezahlt die Unterkunft und den Transferservice in die Innenstadt - keine Vorurteile, sondern Fakten. Warum mutet der Staat mir das zu?

Bin ich wirklich rassistisch? Ich bin mit Negerküssen aufgewachsen und habe im Kindergarten 'Zehn kleine Negerlein' gelernt. Dicke Negerlippen nenne ich dicke Negerlippen. Und wenn die in der Überzahl sind, empfinde ich Stress. Kanaksprak nenne ich Kanaksprak, auch wenn ich weiß, das der Stamm der Kanaken eine deutlich umfangreichere und kompliziertere Sprache spricht als die ungebildeten Migrantenkinder in Deutschland. Auf Neusprech habe ich keine Lust.

Ganz toll fand ich den Vergleich mit dem Nachbarn und den Affen in meiner Wohnung. Einfach, aber absolut zutreffend. Ergänzend dazu: Wenn der Nachbar mich dazu zwingt, in meiner von Affen besetzten Wohnung zu leben, wir uns miteinander arrangiert haben, wenn mein Nachbar mir permanent einredet, dass diese Situation normal ist, wenn ich gezwungen werde, auch das Futter zu besorgen, die Fernsehgebühren und den Arzt zu bezahlen, dann habe ich auch das Recht, mich über Affen grundsätzlich aufzuregen, auch wenn es nur eines der Jungtiere war, das wieder einmal durchdreht ist und mich schlägt, stört oder belästigt. Ich finde, ich sollte in meiner Wohnung stressfrei leben dürfen - wenn die Nebenwohnung von Affen bezogen wird, ist mir das egal. Aber ich weiß schon: Als nächstes kommt die Unterstellung, ich wollte die Affen umbringen, aus dem Fenster schmeißen oder das Gas aufdrehen.

Warum ich so ausführlich antworte: Früher habe ich genau so gedacht wie Lukas - klare Schulprägung.

Aber dann kam die Erkenntnis, dass ich keine Lobby habe. Für Lukas ist ein "Leistungsträger" sogar ein negativ belegter Begriff, mit dem er mich beleidigen will. Ich gehöre tatsächlich zu der Minderheit der Erwerbstätigen, deren Wertschöpfung von Politikern mit lockerer Hand als Staatsknete umverteilt werden. Ich habe mich damit abgefunden, weil es nur Geld ist und mein Großvater noch mit Blut bezahlen musste. In diesen Tagen wird die Enteignung jedoch dreister und offensichtlicher: Meine selbst bezahlte betriebliche Altersversorgung wird entwertet und nachträglich mit zusätzlichen Beitragspflichten und Steuern versehen. Das gesetzliche Rentensystem wird konsequent demontiert. In meinem Arbeiterviertel leben viele Menschen, die nicht arbeiten. Ich werde meinen Job nicht bis zum 65 Lebensjahr halten, es gibt auch keine Kollegen in diesem Alter.

Ich werde zu der Generation gehören, die man am Ende ihrer Erwerbszeit zum Verbrauch der Ersparnisse zwingen wird und aufs gleiche Niveau wie die lebenslangen Transferempfänger drängt. Das ist eine seit Jahren klar erkennbare Tendenz und mir gegenüber ungerecht, intolerant und respektlos.

Stefan


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