Ich kann beide Varianten verstehen...
...und schlängele mich mal so und mal so durch. Bei vielen Leuten merkt man im Ansatz, ob man überhaupt einen Denkanstoß geben kann. Das ist ohnehin das Äußerste, was in den allermeisten Fällen herauszuholen ist. Knapp zwanzig Jahre gelbes Forum kriegt man halt nicht in einer halben Stunde in Köpfe von Unbedarften rein.
Daher geht man gewisse Dinge mal an, hört dann aber direkt im Ansatz auf, wenn man merkt, dass der Betreffende seine mediengesteuerte Weltsicht gar nicht aufgeben WILL.
Wenn ich zurückblicke, dann habe ich auch so manches nicht verstanden, oder aber es kam mir seinerzeit nicht ganz richtig vor. Als Schulkind habe ich mal mit meinem Opa über "das Attentat" geredet. Wie man so als Kind ist, wenn man aus Schulbüchern lernt und seinen Geschichtslehrer toll findet und trotzdem etwas von Zeitzeugen hören will.
Als mein Opa sagte, seiner Meinung nach sei Stauffenberg gleich ein doppeltes Arschloch gewesen, weil er zum einen ein Verräter und zum anderen ein Feigling gewesen sei... er hätte dann wenigstens eine Schusswaffe nehmen und den seiner Meinung nach Schuldigen erschießen sollen, als zu planen, einen ganzen Stab in die Luft zu jagen..., wusste ich nicht, wie ich das bewerten sollte.
Es ist halt immer eine Sache der Erwartungshaltung. Man will eigentlich immer hören, was gerade in das eigene Weltbild passt und es ist sehr schwer "zuzuhören".
Das ist harte Arbeit. Und ich denke, manches kann man den Menschen nicht abnehmen. Die müssen selber schauen. Am besten ist es, ihnen bloß noch Schlüsselwörter an den Kopf zu werfen und zu hoffen, dass die Leute das Zeug einfach mal "googeln".
Wir probieren auch im "Jetzt" zu leben, möglichst wenig Ballast anzusammeln und uns so wenig wie möglich ausbeuten zu lassen. Und nur ab und zu gehen die Pferde mit mir durch, wenn Signalwörter fallen, die auf mich die Wirkung haben, wie ein flackerndes Tuch bei einem Stier...
Gruß
stocksorcerer