Sei lieber kantig wie Schramm und aufrichtig wie Uthoff, als wie Herr Kaiser von der Hamburg-Mannheimer, der grinsend nickt.

Bernadette_Lauert, Montag, 23.02.2015, 23:30 (vor 4027 Tagen) @ Positiv4594 Views
bearbeitet von Bernadette_Lauert, Dienstag, 24.02.2015, 00:04

Und doch fuerchte ich mich davor, eines Tages von meinen eventuellen
Enkeln gefragt zu werden, warum ich/wir damals nicht mehr dagegen/dafuer
getan haben. Warum wir nicht den Anfaengen der globalen Diktatur des
Wahnsinns wehrten, als es noch die Chance dazu gab. Als noch Menschen
lebten, denen bewusst war, was wir alles auf- und abgegeben haben.

Noch ist das Zeitfenster offen. Subversive Elemente kommen nicht ins KZ, freie Meinungsäußerung ist (noch) erlaubt, ja sogar geschützt...

...und diese "Ich sag lieber nichts mehr"-Debatte kommt mir befremdlich vor. Du vertrittst Deine Meinung doch wohlbegründet. Warum solltest Du keine Überzeugungsarbeit leisten. Jetzt, da von der Zeitqualität her ganze Bürgerlegionen das "Andersdenk" gerade lernen.
Musst ja nicht gleich die schlimmsten Zoten raushauen. Gute, kritische Kommentare. Berechtigte Skepsis äußern. Das lässt sich situationsgerecht dosieren. Sich selbst den Mund zu verbieten kommt einer Kapitulation gleich. Das trennt Dich von den Mitmenschen, indem Du Dich abkapselst. Find ich nicht gut. Jetzt braucht es Leute, die kritisch denken und anderen auf die Sprünge helfen. Wohlfeil dosiert und mit etwas Galgenhumor kommt das IMMER gut. Niemand mag Lemminge. Schau mal, Schramm, Uthoff und Pispers verkaufen Eintrittskarten für ihre kluge Andersdenke. Mit Humor kann man alles rüberbringen. Hier sind: Max Uhoff, Georg Schramm, Rating, Wopp, Schroeder in einem ganz frischen Upload - hab ich noch gar nicht angehört, weiß aber jetzt schon, dass das eine klasse Vorstellung ist: https://www.youtube.com/watch?v=puEwJVgpVPE

(Zusatz-Tipp: Hannes Wader - Arschkriecher-Ballade)

Wie und was kann ich meinen Enkeln eines Tages antworten, ohne, dass mir
die Traenen in die Augen steigen und ich beschaemt und schweigend zu Boden
sehen muss?

Engagier Dich im Rahmen Deiner Möglichkeiten und Du kannst weiter stolz in den Spiegel schauen. Oder in die Augen der Enkel. So einfach ist das. Sich ins Schneckenhaus zu verziehen, ist doch genau dass, was "S I E" wollen

Ich bin fuer alle diesbezueglichen Gedanken und Anregungen dankbar.
Beschaeftigen Euch diese Fragen auch? Wie geht ihr damit um?

Ich versuche relaxed zu bleiben und das Ende bestehender Strukturen, die nicht mehr in die Zeit passen, als Neuanfang für etwas anderes zu befreifen.

Es fragt und gruesst ein momentan bedrueckend ratloser

Positiv.

Kopf hoch!
Bernadette


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.