Die Legionen, wofür?

Morpheus ⌂, Montag, 14.11.2016, 10:31 (vor 3403 Tagen) @ Mephistopheles3431 Views

Hallo Meph,

ich verstehe leider nicht ganz, worauf du hinaus willst. Du hast mehr im Kopf als du hier in den Text geschrieben hast. Oder ich bin einfach zu dumm es zu kapieren. Diese fehlenden Textstellen würde ich gerne erfahren.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/us-wahl-2016-was-waere-wenn-do...


Wurde kurz vor der Wahl als Vision gebracht.

Immerhin wurde wohl nicht in allen deutschen Medien diese Möglichkeit
völlig ausgeschlossen<img src=" />


Alles Käse. Sie haben den Knall nicht gehört.
Es kommt jetzt lediglich und einzig darauf an:

Wo sind Trumps Legionen?

Es zählt nicht mehr, was wirtschaftlich geht, es zählt nicht mehr, ob
das finanzierbar ist. Das ist völlig irrelevant. Es zählt auch nicht die
sogenannte militärische Übermacht, mit der sie es nicht einmal schaffen,
ein paar mittelalterliche Kämpfer in Afghanistan zu besiegen.

Es zählen einzig und allein die Stiefel, die Trump an die Front bringen
kann, und die Geschwindigkeit, in der er das schafft. Die Legionen schaffen
sich nämlich ihre Wirtschaft und die Finanzierung selber, mit der Knarre
an der Schläfe ist alles finanzierbar und auch alles produzierbar.

An welche Front und wessen Schläfe? Das ist meine große Frage.
Ich schätze deine Beiträge sehr. Warum mir das so wichtig ist: natürlich ist alles finanzierbar und auch fast alles produzierbar, nur geht es dann zu Lasten von anderen Dingen. Die zu kennen ist für das Verständnis deiner Aussage unbedingt erforderlich.


Im folgenden alles richtig:

Und da hat Trump allerdings schlechte Karten. Jeder Krieg, den man nicht
unter allen Umständen gewinnen will, zehrt an den Kräften einer
Supermacht.
Wenn man einen Krieg schon nicht unter allen Opfern gewinnen möchte, hat
es keinen Zweck, sich darauf einzulassen.

Der Krieg gegen Deutschland war der letzte Krieg, den die USA unter allen
Umständen gewinnen wollten - und den sie, gemessen an dem einzig
rationalen Kriegsziel - letztlich verloren haben.
Es ging bei diesem Krieg nämlich nicht - entgegen allem Anschein - darum,
Deutschland zu zerstören und zu schwächen, sondern um die Vorherrschaft
in Europa. Der Rotarmist, der die Rote Fahne auf dem Brandenburger Tor
hisste, der hat Europa letztlich vor den Amerikanern gerettet,
wahrscheinlich, ohne es selbst zu wissen.
Die USA haben die Elbe erreicht, damit die Hälfte Europas, zum
Weitermarschieren nach Moskau waren sie jedoch nicht mehr in der Lage.

Damit haben sie das einzig vernünftige Kriegsziel verfehlt und den
Untergang der USA, der jetzt offenbar wird, erst eingeleitet.
(Cäsar wollte ja nach dem gewonnenen gallischen Feldzug nach Persien
marschieren, der Mord an Cäsar hat das verhindert. Die rückständigen
germanischen Hinterwäldler, die weder einen anständigen Wein noch
richtiges Olivenöl hatten, waren für Cäsar völlig uninteressant.)


Seit dem Krieg gegen Deutschland wolten die USA zwar dauernd Krieg
führen, waren aber nicht mehr in der Lage, die personalen Opfer, die ein
Krieg nun mal mit sich bringt, zu tragen. Hier zeigt sich die strukturelle
Schwäche aller Piratennationen (Demokratien). Sie sind schnell, sie sind
technisch-militärisch überlegen, sie sind aber nicht in der Lage, ihre
Gewinne langfristig zu halten. Weil sie schon längst wieder eine neue
Geschäftsmöglichkeit entdeckt haben, die wieder lukrative Gewinne
verspricht, und hinter dem Hinterherjagen nach den neuen Gewinnchancen die
Sicherung der alten Gewinne (Infrastruktur) vergessen.

Ja, daraus resultierte die Idee "Chaos erzeugen" als Strategie einzusetzen, die man jetzt ausprobiert hat. Nur die Umsetzung klappt natürlich nicht, weil Chaos eben unberechenbar ist. Aber ist ein anderes Thema, glaube ich zumindest.


Den Krieg gegen Nordkorea haben die USA verloren (jeder nicht gewonnene
Krieg ist für eine Supermacht verlorener Krieg, jeder nicht verlorene
Krieg ist für aufstrebende Mächte ein gewonnener Krieg, man vergleiche
nur die Kriege der Engländer gegen die damalige Supermacht Spanien), dann
haben sie den Krieg gegen Vietnam verloren, dann den Krieg gegen
Afghanistan, wo bereits die Briten aufgegeben haben, was letztendlich zum
Verlust Indiens führte, den haben sie ebenfalls verloren, und jetzt im
Moment geben sie gerade die Hälfte Europas, welche sie in WK II. gewonnen
haben, den Musels preis. So, nach dem Motto, wenn wir sie schon nicht
halten können, dann soll doch wenigstens der Russe keine Freude daran
haben.

Die Aussage ist interessant. Könnte wirklich eine mögliche Erklärung für das "Warum" sein, nach dem ich die ganze Zeit suche.


Trump wird zum Gorbatschow der Amerikaner, wenn er nicht schnelle die
Legionen hinter sich bringt. Und die Legionen sind nach wie vor die Stiefel
und keine KI-Waffen. Auch Gorbatschow hat es nicht geschafft die Rote Armee
hinter sich zu bringen.)

Meinst du nur, Trump muss das Militär hinter sich. Um einen (sofortigen) Putsch zu vermeiden?


Aber auch wenn Trump scheitert,dann sind die USA nicht mehr das, was sie
einmal waren, genauso wenig wie Russland nach dem Scheitern Gorbatschows
jemals wieder die alte Sowjetunion war.

Er wird scheitern. Das ist für mich keine Frage des ob, sondern nur eine Frage des wie schnell. Entweder
- er bricht seine wesentlichen Wahlversprechen und wird bei seinen Anhängern unglaubwürdig, weil es sich für sie weiter schleichend verschlechtern wird. Oder
- er versucht es umzusetzen und wird dann die debitistischen Zwänge erleben, die das ganz zum Einsturz bringen.

Beide Varianten führen zu Bürgerkrieg und dem Zerfall der USA. Wobei der sogar jetzt direkt erzeugt werden kann, wenn gewisse Kreise dies wünschen. Dagegen könnte das Militär allerdings wirklich helfen.

Die historischen und strategischen Darlegungen sind interessant, aber mir fehlt der konkrete, greifbare, praktische Teil um mir wirklich etwas vorstellen zu können.

Grüße
Morpheus

--
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Wir - für die unbeschränkbare Freiheit.


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