"Goldene Lösung"

siggi, Samstag, 12.11.2016, 04:00 (vor 3405 Tagen) @ Morpheus4528 Views

Was Trump dafür machen könnte, wäre die von dottore vorgeschlagene
"Goldene Lösung" anwenden. Klar gesagt. Das ist keine dauerhafte Lösung
sondern nur eine weitere Form des Can-kicking. Aber wir wissen. Staat
ist immer nur Can-kicking, also warum nicht noch ein paar Jahre
gewinnen.

Die Grundidee ist die, den Goldpreis so hoch anzusetzen, dass mit dem
Gold alle Schulden getilgt werden können. Dann ist das Gold zwar
futsch, aber das ist meiner Meinung nach kein Problem. Wenn man das
Gold nicht mehr braucht, fällt der Preis so oder so wieder und dann
kann man es ggf. langfristig günstig wieder zurückkaufen.

Wie könnte so etwas ausgestaltet werden, der Staat kauft Schulden von
Unternehmen und Banken auf, in dem er sich weiter verschuldet. Das was
die westlichen Zentralbanken jetzt schon einige Zeit machen. Dann hat
man einen Schuldenstand S und eine Goldmenge G. Der Goldpreis pro Unze > > > wird jetzt so festgelegt,

Du sprichst jetzt von einer Gemeinschaftsaktion der wichtigsten
Notenbanken weltweit?

Nein, das machen die Amerikaner ganz alleine. Das machen sie heute doch
auch.

Soweit bin sogar ich noch nicht gegangen<img src=" />, dass die Amis den Goldpreis festlegen.

dass die Goldmenge G den kompletten Schuldenstand tilgen kann.
Anstatt die Schulden immer wieder durch neue Schulden zu ersetzen,
werden die Schuldner jeweils abschließend mit Gold bezahlt. Dann sind
die
Schulden alle weg, das Gold zwar auch, aber die USA könnten in etwa da
anfangen, wo sie schuldentechnisch nach dem WKII auch standen. Also am
Anfang eines neuen debitistischen Zyklus, denn der Staat könnte die
aufgekauften Schulden, den Unternehmen und Privatleuten einfach
"schenken",
sie einfach ausbuchen. Motto: Glück gehabt. Amerika is great again!

Das kann ja nur in einer Gemeinschaftsaktion weltweit gehen. Ich kann mir
nicht vorstellen, dass die Chinese und Russen da mitmachen.

Warum nicht? Die Chinesen und die Russen haben in den letzten Jahren genug > Gold gekauft, um da mit zu ziehen.

Genau, deswegen können die USA auch den Goldpreis nicht alleine festlegen.

Davon können die auch nur profitieren. Gerade die Chinesen bekommen so
immerhin noch irgendetwas für die ganzen an die USA verliehenen Gelder
(als Gegenleistung für die bereits verschenkten Waren).

Da stimme ich dir zu. Das ist ein großes Problem für die Chinesen, dass sie auf einem Haufen Schuldscheinen sitzen, deren Wert einzig und alleine auf dem Vertrauen beruht, dass diese Schulden irgendwann mal zurück bezahlt werden.

Guck mal, wenn der Plan irgendwann durchsickert, dann steigt der Preis
ganz von alleine auf diese Höhe. Weil jeder will vorher noch schnell
Gold haben. Und guck mal was die Preise da ganz von alleine machen
werden. Denn Gold verbieten können sie ja gerade nicht, weil sie es ja
den Bondhaltern auch geben wollen. Sie sollen ja wirklich etwas bekommen > für ihren Schuldschein. Damit die Schulden dann wirklich weg sind.

Der Goldpreis würde steigen, wenn durchsickern sollte, dass, in einer Gemeinschaftsaktion der Notenbanken, der Goldpreis in Dollar auf Dauer soweit angehoben werden soll, dass anschließend die USA mit ihren Goldreserven ihre Schulden bezahlen könnte. Ohne Zweifel.
Aber dann müssten die USA diesen hohen Goldpreis auch garantieren. Wie würde da der Dollar reagieren?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Chinesen die USA ohne Preisgarantie für das Gold vom Schuldenhaken lassen.
Zum andern gehe ich davon aus, dass die Chinesen in nicht all zu langer Zeit einen Gold gedeckten Yuan ins Leben rufen werden, um den Dollar die alleinige Stellung als Weltleitwährung streitig zu machen. Daher auch die mehr oder weniger im Verborgenen stattfindenden Goldkäufe und die gleichzeitigen, vorsichtigen Verkäufe der US-Staatsanleihen. An einem all zu hohen Goldpreis wird deswegen China kein Interesse haben.

LG

siggi


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