PCM's Machttheorie, wo der Wille der untersten aller unterwürfigen Unterhunde sich bis zu den obersten der Unterirdischen durchfrisst

Zarathustra, Samstag, 15.10.2016, 08:51 (vor 3387 Tagen) @ Ashitaka3096 Views
bearbeitet von Zarathustra, Samstag, 15.10.2016, 09:20

Hallo Ashitaka

Die Machttheorie steht natürlich nicht zur Disposition. Ich versuche sie, zusammen mit Kurt, dem Hinterbänkler und weiteren einigermassen Gleichgesinnten, lediglich noch zu ergänzen, präzisieren, optimieren und in Einklang mit den Erkenntnissen der Physik und Naturwissenschaft und mit den Thesen der Grossen (Einstein, Schopenhauer, Nietzsche, Spinoza, Diodor, Laplace, Newton, Leibniz, Bott, Tainter et al.) zu bringen.
Deren Erkenntnisse sind Dir seltsamerweise nicht zugänglich.

Hallo Zara,

bitte nicht mit dogmatischen Einzeilern rumtrödeln, sondern ausführliche
Argumente liefern.

Argumentative Zeilen zu diesem Thema findest Du mittlerweile tausende, falls Du es vergessen hast. Sie sind Dir einfach nicht zugänglich, weshalb Du immer wieder mit den selben Projektionen aufwartest.

Es ist offensichtlich, wie du versuchst Paul C. Martin's
über die Jahre ausgearbeitete Erklärung der den Abgabenzwang erweckenden
Zentralmachtsysteme (Zentralinstanzen) mit Füßen zu treten.

Vergiss das. Von Erweckungen ist bei PCM sowieso nicht die Rede, und bitte keine Falschbeschuldigungen an den grössten Fürsprecher des PCM.

Der Meister himself war es, dem es vor der das System überwiegend mitdeterminierenden Peripherialmacht graute. „Ihr wollt doch alle nur den absolut unhaltbaren heutigen Zustand verlängern. Das ekelt mich an.“

Verstehste das Problem? Die Ihrs sind das Problem. Der Wille der Masse.

Oh Ekel, Ekel Ekel!

Ich beobachte das schon eine ganze Weile und hab mir deine Widersprüche
während meiner Abwesenheit fein säuberlich zurechtgelegt.

Von säuberlich kann ich nicht viel erkennen. Von Fehlinterpretationen und Unverständnis dafür umso mehr. Was Du mir in den letzten Beiträgen wieder in den Mund gelegt hast, hat nicht viel mit meiner Sicht zu tun.

Mir wurde das
anfangs überhaupt nicht klar als ich deine ersten Texte laß.

Dir bin ich noch längst nicht klar.

Dieser ganze
Zuspruch für Paul C. Martin's Debitismus ohne eigene Ausarbeitungen und
Erklärungsversuche. Das ging eine ganze Weile so, bis das Thema Bitcoins
die Bühne betrat, Alles nur scheinbar und bis zu einem klar
nachvollziehbaren Punkt. Dir sind Diskussionen im Gelben Forum nur solange
recht, wie sie ihren Fokus für den Leser nicht auf die zentralistische
Ordnung des Potentials (Macht) legen, sondern so tun, als gäbe es diese
zentralistisch geordneten Begrenzungsräume des Potentials der
Funktionseinheiten (Machtebenen, Rechtsräume der Individuen) gar nicht.

Dutzendfach wiederholte Fehlinterpretation. Dutzendfach wiederholte Antwort: Die Rechtsräume und Organe in den Zentren sind genauso existent wie die Organe im Zentrum Deines Organismus. Diese jedoch wechselwirken mit den Organen in der Peripherie. Da hat niemand die Hoheit. Alle sind in Abhängigkeit.

Aus diesem Grunde versuchst du den Lesern ein System zu suggerieren, in
welchem die Funktionseinheiten (Abgabepflichtigen = Jäger der
Abgabeneinheiten) ausschließlich wie in analysierten Systemen der Biologie
"autopoietisch" (Sich selbst erschaffend und erhaltend) umherschwärmen
können.

Nichts erschafft und erhaltet sich komplett selbst. Alles ist abhängig von allem. Es gibt letztlich keine geschlossenen Systeme. Alles wechselwirkt, vom Kleinsten bis zum Grössten. Autopoietische Systeme sind fraktal verschachtelte Gebilde, die nur relativ unabhängig sind, aber nie absolut.

Deine autopoietische Systemanalyse soll sich voll und ganz auf die
aktiven Potenzen (auf die Handlungen, Ereignisse) konzentrieren

Mitnichten. Vor allem auf den Charakter des Systems und dessen Fragmente. Ereignisse sind die logische Folge des Charakters des Systems.

und davon
ablenken, welche Machtverhältnisse die Funktionseinheiten erst zu ihrer
Kommunikation und Handlung zwingen.

Du gehst einfach über die gegenwärtig real vorhandene Ohnmacht der Masse
an Funktionseinheiten gegenüber der zentral gesetzten und finanzierten
Ordnungen des Potentials (Zentralmachtordnung) hinweg, versuchst dem Leser
ein System zu simulieren, in welchem die Funktionseinheiten alleine durch
ihren Willen (Siehe Meister Yoda im Krieg der Sterne!) eine Machtposition
begründen.

Wenn die Masse ohnmächtig wäre, dann müsste man sich nicht davor ekeln, dass 'ihr nur den absolut unhaltbaren heutigen Zustand verlängern wollt'. So aber ekelt sich jeder, der weiss, wo die eigentliche Macht liegt: Bei der Masse, die 'nur den absolut unhaltbaren heutigen Zustand verlängern will'. Capito?


Du hast den Unterschied zwischen dem "Willen" und der "Macht" im Übrigen
gar nicht verstanden und versuchst aus diesem Grunde beide Begriffe
beständig auf alle Funktionseinheiten beziehend gleichzusetzen
(Zarathustra: "Wenn Du willst, hast Du die Macht dazu. Wenn nicht, dann
nicht.") Nietzsche würde sich für im Grabe umdrehen, wenn er deinen Satz,
die Gleichsetzung von Wille und Macht lesen würde. Ihm ging es
schließlich um den "Willen zur Macht".

Jetzt gibst Du auch noch den Nietzsche Experten. Das wird ja immer grotesker. Wille und Macht habe ich noch nie gleichgesetzt, sondern, gerade auch im letzten Beitrag wieder (abermals erfolglos!) dargelegt, was Sache ist: Der Wille ist eine von mehreren notwendigen Bedingungen (Determinanten), um etwas Gewolltes Realität werden zu lassen, oder auch nur, um etwas ingang zu setzen.

Es ändert sich nichts daran: Paul C. Martin's Machttheorie ist immer eine
Zentralmachttheorie gewesen.

Eine Machttheorie, wo der Wille der untersten aller unterwürfigen Unterhunde sich bis zu den obersten der Unterirdischen durchfrisst.

„Ihr wollt doch alle nur den absolut unhaltbaren heutigen Zustand verlängern. Das ekelt mich an.“

„Die Macht ist das Produktivste, was es gibt: Anderer arbeitet für Dich! Gegen das kommt keiner an. König lässt Aristokraten arbeiten, diese (Patrizier) Unterhunde, diese machen Unternehmen ("Kapitalisten"), wieder Unterhunde. Und immer schützt die Obermacht die Untermacht, also der Staat zum Schluss den kleinen Tante-Emma-Laden.

Das System endet eben JETZT, weil sich keine Unterhunde für die Unterhunde mehr finden lassen.“

Es wird doch keiner ernsthaft behaupten wollen, es sei der Wille des Königs, der den Willen dieser fraktal organisierten Einheiten und Teilnehmer determiniert. Ein Organismus ist ein Wettstreit widersteitender Willenskräfte und formiert sich eben dementsprechend. Von unten und oben kann man in einem Organismus nicht sprechen. Der König ist vielleicht der Unterirdischste, Ohnmächtigste und Meistgestrafte von allen.

Du kannst dir seine Beiträge im alten Forum
ja noch mal in Ruhe durchlesen, um deine Argumente auszuarbeiten. Was er
mit dem dort erwähnten "Zentralmachtbereich" und der "Zentralmacht" im
Rahmen der anregenden Diskussionen über seine Machttheorie zu beschreiben
versuchte, ist bei längerer Studie wirklich nicht schwer nachzuvollziehen:


Die Gesellschaft basiert auf dem Raub und der Zentralisierung des
Potentials der Masse. Das geht eben so weit, dass du heute nicht einmal
mehr am Straßenrand ohne rechtliche Konsequenzen dein Geschäft verrichten
kannst. Von dem fehlenden Potential der Masse zur Steuererhebung ganz zu
schweigen.

Informier dich, das schaffst du! Ich garantiere derweil eine amüsante und
für jeden Leser anregende Fortsetzung unserer Diskussionen.


Der König hat das Steuersystem nicht geschaffen. Die Masse schafft und erhaltet es.

„Ihr wollt doch alle nur den absolut unhaltbaren heutigen Zustand verlängern. Das ekelt mich an.“

Herzlichst,

Ashitaka

Fröhlichst

Zara Zarathustra


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.