Bitte um argumentative Sachlichkeit
Hallo Zara,
bitte nicht mit dogmatischen Einzeilern rumtrödeln, sondern ausführliche Argumente liefern. Es ist offensichtlich, wie du versuchst Paul C. Martins über die Jahre ausgearbeitete Erklärung der den Abgabenzwang erweckenden Zentralmachtsysteme (Zentralinstanzen) mit Füßen zu treten.
Ich beobachte das schon eine ganze Weile und hab mir deine Widersprüche während meiner Abwesenheit fein säuberlich zurechtgelegt. Mir wurde das anfangs überhaupt nicht klar, als ich deine ersten Texte las. Dieser ganze Zuspruch für Paul C. Martins Debitismus ohne eigene Ausarbeitungen und Erklärungsversuche. Das ging eine ganze Weile so, bis das Thema Bitcoins die Bühne betrat, Alles nur scheinbar und bis zu einem klar nachvollziehbaren Punkt. Dir sind Diskussionen im Gelben Forum nur solange recht, wie sie ihren Fokus für den Leser nicht auf die zentralistische Ordnung des Potentials (Macht) legen, sondern so tun, als gäbe es diese zentralistisch geordneten Begrenzungsräume des Potentials der Funktionseinheiten (Machtebenen, Rechtsräume der Individuen) gar nicht.
Aus diesem Grunde versuchst du, den Lesern ein System zu suggerieren, in welchem die Funktionseinheiten (Abgabepflichtigen = Jäger der Abgabeneinheiten) ausschließlich wie in analysierten Systemen der Biologie "autopoietisch" (Sich selbst erschaffend und erhaltend) umherschwärmen können. Deine autopoietische Systemanalyse soll sich voll und ganz auf die aktiven Potenzen (auf die Handlungen, Ereignisse) konzentrieren und davon ablenken, welche Machtverhältnisse die Funktionseinheiten erst zu ihrer Kommunikation und Handlung zwingen.
Du gehst einfach über die gegenwärtig real vorhandene Ohnmacht der Masse an Funktionseinheiten gegenüber der zentral gesetzten und finanzierten Ordnungen des Potentials (Zentralmachtordnung) hinweg, versuchst, dem Leser ein System zu simulieren, in welchem die Funktionseinheiten alleine durch ihren Willen (Siehe Meister Yoda im Krieg der Sterne!) eine Machtposition begründen. Dies alles, um nicht die Erkenntnis zu erstatten, dass der Wille der Masse von Anfang an durch eine im Rückenmark des unterworfenen Individuums sitzenden Angst (basierend auf gewaltsamer Basis der Gesellschaft, Unterwerfung / Krieg / Kriegsgefahr) und der Simulationen eines hoffnungsvollen Morgen (Einkommen, Vermögen, Sicherheit) "geleitet" wurde, geleitet wird.
Du hast den Unterschied zwischen dem "Willen" und der "Macht" im Übrigen gar nicht verstanden und versuchst aus diesem Grunde, beide Begriffe beständig auf alle Funktionseinheiten beziehend gleichzusetzen (Zarathustra: "Wenn Du willst, hast Du die Macht dazu. Wenn nicht, dann nicht.") Nietzsche würde sich im Grabe umdrehen, wenn er deinen Satz, die Gleichsetzung von Wille und Macht lesen würde. Ihm ging es schließlich um den "Willen zur Macht".
Es ändert sich nichts daran: Paul C. Martins Machttheorie ist immer eine Zentralmachttheorie gewesen. Du kannst dir seine Beiträge im alten Forum ja noch mal in Ruhe durchlesen, um deine Argumente auszuarbeiten. Was er mit dem dort erwähnten "Zentralmachtbereich" und der "Zentralmacht" im Rahmen der anregenden Diskussionen über seine Machttheorie zu beschreiben versuchte, ist bei längerer Studie wirklich nicht schwer nachzuvollziehen:
Die Gesellschaft basiert auf dem Raub und der Zentralisierung des Potentials der Masse. Das geht eben so weit, dass du heute nicht einmal mehr am Straßenrand ohne rechtliche Konsequenzen dein Geschäft verrichten kannst. Von dem fehlenden Potential der Masse zur Steuererhebung ganz zu schweigen.
Informier dich, das schaffst du! Ich garantiere derweil eine amüsante und für jeden Leser anregende Fortsetzung unserer Diskussionen.
Herzlichst,
Ashitaka
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Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.