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nereus, Donnerstag, 15.09.2016, 08:03 (vor 3455 Tagen) @ Silke1967 Views

Hallo Silke!

Zunächst erst einmal danke für den etwas zu groß geratenen Blumenstrauß. [[zwinker]]

Du fragst: Bist du gut oder böse ..?

Das kann ich nicht beantworten, weil man sich selbst wohl anders sieht, als man von anderen gesehen wird. Ich sage es mal so: Ich versuche einigermaßen authentisch zu sein und habe einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, der mir finanziell eher schadet als nützt, aber man sagt ja: Geld wäre nicht alles. [[freude]]
Ich wollte das Gut und Böse auch nicht so trivial verstanden wissen, wie der Fünfjährige, der den Vati oder die Mutti als böse bezeichnet, nur weil die Sachen, die er in den Einkaufskorb gelegt hatte, von ihnen wieder ins Regal zurückgelegt wurden.
Doch zurück zum Thema.

Eine Unterscheidung von "richtig" und "falsch" in einem bestimmten Bezug.

Ja, den Bezug halte ich für essentiell.

Der Bezug ist möglicherweise bei den abrahamitischen Religionen wie auch beim Zoroastrismus und bei Echnatons Aton der Machterhalt bestimmter Kreise?

Das kann durchaus sein.
Beim Christentum sehe ich etwas anders, weil „sein Reich“ nicht von dieser Welt kam.
Daher bin ich mir nicht sicher, ob die meisten Atheisten überhaupt verstehen, was damit wirklich gemeint ist. Ich sage das deshalb, weil ich mal selber einer war.
„Mein“ Christentum ist aber nicht ganz identisch mit dem der Institution Kirche und noch viel weniger mit dem inzwischen völlig unterwanderten Vatikan und seiner bischöflichen Metastasen, die auch gerne über das musivische Pflaster spazieren.

Du weißt schon, wenn ich nicht genau den einen Gott anbete und mich soundso verhalte, lande ich in der Hölle, womit so ziemlich alle Gläubigen ein großes Problem haben dürften bei den vielen Monotheisten weltweit.

Ja, aber das ist ziemlich grobschlächtig gezeichnet, weil der Begriff Teufel doch ziemlich im Detail liegt und das im NT auch oft genug angemerkt wird.
Und da ich hier schon mehrfach (zumeist vergeblich) versucht habe mitzuteilen, daß der Gott der Muslime identisch mit dem Gott der Christen ist, siehst Du wie schwer es überhaupt ist über solche Dinge zu reden.
Es ist aber für mich schon ein Unterschied, ob man in seinem Glauben zu Toleranz und Mitgefühl gegenüber ALLEN Menschen „beauftragt“ wird oder ob sich eine kleine Gruppe ihren ausgeprägten Elitewunsch göttlich legitimieren läßt.
Eine göttliche Legitimation ist so lange gerechtfertigt so lange sie sich an die vorgenannten Prinzipien hält.
Wenn sie aber dazu führt, den Rest der Menschheit als Vieh zu betrachten – egal unter welcher Maske sie auch öffentlich oder verdeckt auftritt - dann nehme ich mir das Recht etwas dazu zu sagen, egal ob es politisch opportun ist oder nicht.
Ich habe nämlich den Verdacht, daß viele Menschen nicht wirklich wissen, warum das Christentum überhaupt entstanden ist.

Zum Beispiel Geldanlage:

Bis wann ist eine Nachschuldnersucher gut und ab wann böse? Er muss einen Nachschuldner stellen, sonst geht er selbst und/oder die Seinen unter.

Da ist was dran, aber die Nachschuldner Story geht mir nicht ganz so flott über die Lippen, weil die für alles Mögliche herangezogen werden kann.
So wie es fairen Handel (Interessenausgleich) gibt so gibt es auch faire Geschäfte, wo die Rendite nicht ganz so erquicklich ist, aber ein dennoch beiden Seiten ein ordentliches Leben ermöglicht.

Und das stelle ich jetzt mal an den Schluß.

Ich halte die Texte für teilweise ganz schön schwer geschrieben.

Das sehe ich ähnlich und die Texte wechseln zwischen banalen Wahrheiten und schwierigen Interpretationen/Auslegungen.
Ich habe das früher völlig unterschätzt und bin heute mitunter begeistert, was man da an Kleinigkeiten – die eigentlich ziemlich groß sind – so alles findet.

Da liegt für mich der Verdacht nahe, dass nicht nur gutes Zusammenleben Ziel der Niederschriften bestimmter Leute war (siehe auch den Artikel im Spiegel).

Na ja, das sehe ich ein wenig anders, auch wenn ich unmöglich die Motive von Leuten sicher bewerten kann, die vor knapp 2.000 Jahren gelebt haben.
Aber am Christentum und speziell Jesus oder Paulus sägen gewisse Kreise mehr oder weniger erfolgreich seit mehreren 100 Jahren, ach was sag ich, von Beginn an.
Das Buch „Der zensierte Jesus“ kenne ich noch nicht und werde es mir ggf. besorgen, aber ich bleibe da etwas skeptisch, wie ich dieser Feigenbaum-Polemik entnehme.

Der Soziologe Anton Mayer hat in den 80er Jahren ein Buch „Der zensierte Jesus“1 geschrieben. Zu dieser Stelle schreibt er kurz und knapp: Religiös bedeutete Jesus der Feigenbaum gar nichts. Er war arm und hungrig und einfach wütend auf den Feigenbaum, weil der keine Früchte trug. Darum verfluchte er den Baum.

Quelle: https://www.kirche-mv.de/fileadmin/elkm/lankow/Gemeindebriefe/Archiv/Gleichnisse_2012-2...

Sollte das wirklich so dort stehen, würde sich meine Skepsis bestätigen.

mfG
nereus


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