Bist du gut oder böse…
...lieber nereus?
Du möchtest das Forum voranbringen und Wissen beisteuern.
Du hinterfragst die Welt, suchst und findest Schuldige für bestimmte Sachverhalte.
Du bist ein Staatsbürger mit allen Konsequenzen wie ich auch.
Du wirst mit deinen Überzeugungen wahrscheinlich in manchen Dingen eher richtig und in manchen eher falsch liegen.
Du trittst dafür ein, dass "Querulanten" im Forum bleiben sollen dürfen, obwohl sie dir "Verschwörungsquark" unterstellen.
Und du entwertest Jahrhundertbeiträge in einem sammlungswürdigen Hammerthread.
Das halte ich für weder gut noch böse, sondern für zutiefst menschlich:
Es irrt der Mensch so lang er strebt.
Sehr spannende Zeilen hast Du da geschrieben.
Danke.
Wir lesen da u.a.:
Autopoietische Systeme sind nicht "gut" oder "böse" sondern
überlebenswillig und treten damit in Kooperation und/oder Konkurrenz -
entweder sind sie fähig zum Überleben oder nicht.
..
.. würden wir noch deutlicher erkennen, dass die Welt holistisch
aufgebaut ist, alles mit allem zusammenhängt, und du ein Teil von mir und
von allen anderen Menschen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bist.
Wir würden wahrscheinlich aufhören, uns selbst zu beschädigen, indem wir
unsere Nachbarn beschädigen ..Also, böse gibt es zwar nicht aber wir würden uns bei vollkommener
Erkenntnis nicht mehr (gemeinsam) beschädigen wollen.
Ja, das ist meine These.
Was ist denn diese Erkenntnis anderes als die Unterscheidung von Gut und
Böse, welche uns die Religionen seit mehreren tausenden Jahren
„mitzuteilen“ versuchen?
Eine Unterscheidung von "richtig" und "falsch" in einem bestimmten Bezug.
Der Bezug ist möglicherweise bei den abrahamitischen Religionen wie auch beim Zoroastrismus und bei Echnatons Aton der Machterhalt bestimmter Kreise?
Du weißt schon, wenn ich nicht genau den einen Gott anbete und mich soundso verhalte, lande ich in der Hölle, womit so ziemlich alle Gläubigen ein großes Problem haben dürften bei den vielen Monotheisten weltweit.
Bei denen gab es auch „Experten“, denen größere Zusammenhänge
offenbar nicht fremd waren und die zu übermittelnde Botschaft nur etwas
verständlicher formulierten.
Ja.
Die Macht der Liebe ist um Vieles produktiver, da konsensorientiert
und mit Freude, Leidenschaft und Begeisterung behaftet. Zwang und Gewalt
sind viel zu uneffektiv.Liebe und Gewalt, Leidenschaft und Zwang?
Immer noch kein Gut und Böse?
Eher eine Frage von Effektivität und artgerechtem Verhalten?
Ein Liebender leistet doch wohl leidenschaftlicher und mehr als ein mit Gewalt Gezwungener.
Da wird eine Bibel schnell mal zu einem Geschichtsbuch umgedeutet in
dem wir Worte lesen, ohne noch von den damaligen Bedeutungen und den
Zusammenhängen zu wissen wie auch beim Koran oder Talmud.Na ja, es gibt da schon ein paar Konstanten, die für uns Menschen ewig
gültig sind.
Unbedingt.
Die Ver- und Gebote einen Menschen zu töten, maßvoll zu vergelten,
keinen Meineid zu schwören usw. hatten vor 2.000 Jahren dieselbe Bedeutung
wie heute.
Kann man schön bei Uwe Wesel nachlesen - Costum…
Kurz in dem schönen Fundstück von @Ashitaka gebündelt.
Da braucht’s keine Professur in Geschichte, das versteht jeder der Lesen
und Schreiben kann und sogar jeder Analphabet.
Genau deshalb wurden die Texte auch so „einfach“ verfaßt und ich bin
mir nicht sicher, ob das wiederum alle Historiker begreifen.
Ich halte die Texte für teilweise ganz schön schwer geschrieben.
Da liegt für mich der Verdacht nahe, dass nicht nur gutes Zusammenleben Ziel der Niederschriften bestimmter Leute war (siehe auch den Artikel im Spiegel).
Gegen ein Lachen und ein nettes Wort, eine Freundlichkeit oder eine
liebe Geste kann und will sich kaum ein Mensch wehren. Damit verändere ich
aber meine Umwelt in meinem Interesse.In meinem Interesse oder im Interesse einer holistischen Weltsicht?
Mein Interesse könnte auch geheuchelt sein und die vermeintlich liebe
Geste ein bösartiger Schachzug.
Solches Verhalten mag ich dir nicht unterstellen.
Geheuchelte Freundlichkeit berührt doch nicht und wird mit gesunden Sinnen als solche erkannt, meinst du nicht?
Ich gehe mit dir freundlich um, weil ich dein Engagement für das Forum schätze.
„Ja, diese Geldanlage ist todsicher .."
- 3 Monate später -
„Wer konnte denn ahnen, daß der DAX nicht auf 12.000 Punkte steigt,
sondern auf unerhörte 6.750 Punkte fällt?""Nein, meine Provision bekommen sie leider nicht zurück .. schauen sie
bitte mal auf Seite 14 in der Mitte .. Moment ..ich leihe ihnen mal kurz
meine Brille ..![]()
Bis wann ist eine Nachschuldnersucher gut und ab wann böse?
Er muss einen Nachschuldner stellen, sonst geht er selbst und/oder die Seinen unter.
Bis wann ist jemand für sein Handeln (siehe Roth und Singer mit der Infragestellung der Schuldfrage) Auge um Auge und Zahn um Zahn zu bestrafen und ab wann nicht?
Ein weites Feld das U.Wesel sehr professionell beackert hat.
Da sehe ich weit und breit kein „gut“ und „böse“…
Danke für dein Feedback.
Liebe Grüße
Silke