Arbeitnehmer vs. Arbeitgeber

SevenSamurai, Samstag, 30.07.2016, 16:18 (vor 3497 Tagen) @ helmut-11253 Views

Das mit dem bösartigen Geschwür ist Polemik, - das hilft nicht in der
Diskussion.

Das mit der pauschalen Aussage weiter oben war auch Polemik.

Eins vorweg: Sicher hat jeder andere Erfahrungen gemacht, und genau diese legt er deshalb seinen Aussagen zugrunde. Mir geht es so, andere dürften wohl auch so verfahren.

Arbeitnehmer und Arbeitgeber befinden sich in einer Art gegenseitiger
Symbiose. Der eine ist auf den anderen angewiesen.

Ganz klar nein. Der Arbeitgeber ist der Überlegenere. Er ist auf niemanden angewiesen.

Der Arbeitnehmer braucht die Arbeit, um leben und überleben zu können und um seine Familie versorgen zu können. Und auch, um für das Alter vorzusorgen, egal wie.

Der Arbeitgeber kann auswählen. Denn es gibt genügend Personen, die die Arbeit des Arbeitnehmers übernehmen. Aus den oben genannten Gründen. Und bei einer Entlassung kann man die Arbeit auf den Rest umlegen, denn der hat dann Angst, als Nächster dran zu sein. Und bei der derzeitigen Arbeitslosigkeit findet man schnell genug einen Neuen.

(Alles schon selbst erlebt.)

Oder der Arbeitgeber greif zu Mobbing. Eine sichere Methode, um Arbeitnehmer los zu werden.

(Nicht nur selbst erlebt, es war auch die Methode der Wahl bei Bekannten von mir.)

Jede Seite muss versuchen, die Interessen des jeweils
anderen mit seinen persönlichen Interessen zu verbinden oder zumindest in
Einklang zu bringen.

Das stimmt. Das ist der Idealfall.

Damit wir aber viel Geld verdienen können, müssen
wir dafür sorgen, dass der Betrieb, bei dem wir beschäftigt sind, viel
Geld verdient, damit dieser Betrieb uns auch viel Geld bezahlen kann.

Was für ein Arbeitsvertrag war das denn?

Wenn drin steht, dass der Arbeitnehmer pro Monat 2500 Euro bekommt, so bekommt er die, egal, ob der Betrieb in einem Monat 50.000 EUR oder 50 Mio EUR verdient.

Allerhöchstens die Vorstände haben etwas davon. Darum gab es vor einigen Jahren ja die Diskussion um Beteiligung der Arbeitnehmer an den Gewinnen. (Was letztlich wieder einmal eine Scheindiskussion der Politiker war.)

Daher rührt ja auch der Frust.

Staat kommen, auch die Gewerkschaften tun ihr Möglichstes dazu bei.

Nun, die handeln schon seit Jahren nicht im Interesse ihrer Mitglieder. Das brauchen wir hier nicht zu diskutieren.

Deshalb habe ich die soziale Verpflichtung des
Kapitals zu sehen, und der Arbeinehmer umgekehrt die Interessen des
Betriebes, - wenn er nicht den Ast absägen will, auf dem er sitzt.

Wie gesagt, das ist der Idealfall.

Dem Arbeitnehmer wird es aber sicherlich keinen
Vorteil bringen.

Die werden nach TTIP eh grosse Augen machen.

Wobei ich mir nicht sicher bin, ob nicht vorher ein Krieg ausbricht. Da wird dann von oben zwangsbewirtschaftet.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.


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