Bitte den Ball flach halten
Hallo Prickopa!
Was hat Hofer konkret gesagt?
Ich war auch in Israel, Yad Vashem, und war dort mitten in einem Terrorangriff. Neben mir wurde eine Frau erschossen.“
„Ich habe in Israel erlebt, wie es wirklich ist. Als ich auf dem Tempelberg war, ist zehn Meter neben mir eine Frau erschossen worden, weil sie versucht hat, mit Handgranaten und Maschinenpistolen betende Menschen zu töten.“
..
„Ich habe Israel am Höhepunkt der Kämpfe besucht. […] Und ich habe dort auch Fürchterliches erlebt. Ich bin mitten in einen Terrorakt hineingekommen. Neben mir wurde eine Frau erschossen.“
Quelle: https://www.facebook.com/arminwolf.journalist/photos/a.365198060158736.95746.3606866472...
Ich unterstelle, daß die Zitate echt sind.
Nun wenden wir uns Herrn Armin Wolf zu.
Der sagt:
Es gibt über einen derartigen Terrorakt während Hofers Aufenthalt keinen einzigen israelischen oder internationalen Medienbericht. Ich wollte Norbert Hofer deshalb schon am Mittwoch danach befragen, aber wir hatten dazu noch kein Statement aus Israel. Erst Donnerstag Nachmittag konnte ORF-Korrespondent Ben Segenreich den Sprecher der israelischen Polizei Micky Rosenfeld interviewen, der zu Hofers Schilderungen wörtlich in die Kamera sagt:
„Ende Juli 2014 gab es keinerlei Zwischenfall oder Angriff auf dem Tempelberg, definitiv nicht mit Granaten, definitiv nicht mit irgendwelchen Waffen. Es wurde keine Frau in Jerusalem Ende Juli 2014 getötet, soweit wir das wissen, kein Terrorangriff in der Altstadt, wir können das nicht bestätigen.
Nun ja, so kann man die Realität auch fein säuberlich sezieren bis am Ende nichts mehr übrig bleibt.
Fakt ist, eine Frau, die als bedrohlich angesehen worden war, wurde durch israelische Sicherheitskräfte außer Gefecht gesetzt, in dem man auf sie schoss.
Das es keinen Zwischenfall gegeben hat, widerlegt die eigene israelische Presse. Da neben Hofer auch Herr Lazar den Anschlagsverdacht bestätigt, kann das Statement von Herrn Rosenfeld nicht sonderlich ernst genommen werden, denn es wurde definitiv geschossen.
Noch während des TV-Duells posten Zuseher auf Twitter Links zu Berichten aus israelischen Medien vom Juli 2014, u.a. aus der JERUSALEM POST mit dem Titel: „Police shoot woman at Western Wall who fails to heed warnings to stop†also: “Polizei schießt an der Klagemauer auf eine Frau, die Warnungen anzuhalten, nicht befolgt“. Das scheint Hofer zu bestätigen. Die Klagemauer liegt am Fuße des Tempelbergs.
Ja, ein Blick in die Presse Israels bestätigt das auch mehrfach.
Laut JP-Bericht, hat eine in Decken gehüllte Frau beim Sicherheits-Check zur Klagemauer nicht auf Stopp-Rufe der Polizei reagiert. Daraufhin wurde ein Warnschuss abgegeben, weil die Frau aber weiterging, schoss ihr ein Polizist ins Bein. Sie wurde „leicht verletzt“ ins Spital gebracht.
Kann alles sein, ändert aber an der Szenerie nur wenig.
Eine Gruppe Menschen lief an einer Touristenattraktion vorbei und plötzlich fallen Schüsse, einer in die Luft und einer auf eine weibliche Person.
Möglicherweise haben sich die Menschen unmittelbar in Sicherheit gebracht und sofort nahm die Gerüchteküche ihren Lauf. Mal wieder ein radikaler Terrorist, der Menschen umbringen will. Meistens versucht man das mit Handgranaten oder einer MPi.
Hofer war von diesem Zwischenfall schwer beeindruckt – das dürften alle, bei denen Pistoleneinsatz nicht zum täglich Brot gehört, gewesen sein – und er hatte halt diese Szene und das Geschwätz drumherum in Erinnerung und gab es später sinngemäß so wieder.
Wir wollen ja nicht unterstellen, daß ein paar Menschen die Blauen ganz gezielt mit Falschinformationen versorgten, um später aus dieser Wabe Nektar zu ziehen.
HAARETZ ergänzt noch, dass die Frau einer extremen jüdischen Sekte angehörte, und deshalb dick in Decken gehüllt war. Und die TIMES OF ISRAEL hat auch ein kurzes Handy-Video von dem Einsatz, auf dem man aber außer Polizisten vor der Klagemauer nicht viel erkennt (die Links dazu unten).
Möglicherweise waren die dicken Decken auch eine Schutzbehauptung, so wie manchmal ganz offiziell Hintergründe verschwiegen werden, um die Bevölkerung nicht zu ängstigen.
Denn halten wir mal folgendes fest: Eine Frau reagiert nicht auf einen Warnschuß und wird dann per Schuß niedergestreckt.
Omi Schulze mit Handtasche und Gehstock auf dem Weg zu Lidl kann das also nicht gewesen sein. ![[[freude]]](images/smilies/freude.gif)
„Alles, was Sie jetzt versuchen, zu sagen: ‚Sie waren gar nicht dort‘ [in der Knesset, Anm.]. Das ist schon etwas schräg und eigenartig. Denn ich war dort. […] Vielleicht sagen Sie dann noch: Beim Terrorakt ist niemand zu Tode gekommen.“
Das ist in der Tat problematisch, weil hier die Presse-Abteilung der FPÖ ein wenig recherchieren hätte müssen, um dem künftigen Präser etwas mehr Deckung zu geben.
Stimmt. Es ist niemand zu Tode gekommen, es gab auch keinen Terrorakt, keine Handgranaten und keine Maschinenpistolen. Das Statement der israelischen Polizei dem ORF gegenüber ist – soweit sich das bisher recherchieren lässt – faktisch korrekt.
Nein, es ist auch faktisch nicht korrekt, weil am Tempelberg während der Anwesenheit von Herrn Hofer und Lazar auf eine Frau geschossen worden war.
Was an Norbert Hofers Aussage offensichtlich stimmt: Er wurde am Fuße des Tempelbergs Augenzeuge eines Polizeieinsatzes, bei dem auf eine verdächtige Frau geschossen wurde. Wirklich nichts, was man jemandem wünscht.
Ah ja, erst ist es faktisch belegt, daß nichts passierte, um kurz danach auf einen Zwischenfall zu verweisen bei dem auf eine Frau geschossen worden war.
Wie hatte Herr Rosenfeld gesagt?
„Ende Juli 2014 gab es keinerlei Zwischenfall oder Angriff auf dem Tempelberg, definitiv nicht mit Granaten, definitiv nicht mit irgendwelchen Waffen.
Ich verbuche das mal unter talmudischer Rabulistik – jeder kann sich denken was er will.
Es gab eben doch einen Zwischenfall mit Schusswaffen – aus die Maus mit „keinerlei“.
Aus der unbewaffneten, letztlich leichtverletzten Frau wurde allerdings in Interviews eineinhalb Jahre später eine Terroristin, die zehn Meter neben Norbert Hofer erschossen wurde, als sie mit Handgranaten und Maschinenpistolen auf betende Menschen losgehen wollte. Ein ORF-Skandal ist das nicht.
Herr Hofer hatte seine Eindrücke vom damaligen Geschehen wiedergegeben und war offenbar falsch informiert. Er hätte die Hintergründe besser aufklären lassen sollen, was, wie wir gerade sehen, nicht so fürchterlich schwierig gewesen wäre.
Allerdings hat das Medien-Bordell die relativ harmlose Story zum Mega-Ballon aufgeblasen und sich dabei nicht mit Ruhm bekleckert.
Erstens wurde der Knesset-Besuch in Zweifel gezogen, dann wurde Jerusalem als Besuchsorts hinterfragt, dann wurde ein Anschlag/Zwischenfall geleugnet und jetzt tröpfelt es so langsam hinein, das die Medien mehr gelogen haben als Herr Hofer, wobei man ihm unterstellen kann fahrlässig gehandelt zu haben aber das Medien-Kartell gezielt betrog.
Das war auch schon so bei den Schmährufen vor Beginn des 2. TV-Duells, als diese anfangs als unwahr stigmatisiert und dann wenig später zugegeben werden mußten.
Und noch ne Kleinigkeit für linke Weltverbesserer wie Herrn Wolf.
Es kann ja sein, das der Gebrauch der Schußwaffen in Israel zum Alltag gehört, in Mitteleuropa tut er das definitiv (noch) nicht.
Das in solchen Fällen dann Panik entsteht und die Gerüchteküche brodelt, kann nachvollzogen werden. Nichtsdestoweniger hätte Herr Hofer hier besser nachfassen lassen müssen.
Doch wenn sich nun solche Gutmenschen und Willkommenswinker zu Scharfrichtern erheben, die schon die schon ihre eigene Unterhose voll kacken, wenn die AfD oder FPÖ über einen bewaffneten Grenzschutz lediglich nachdenken, jedoch in anderen Fällen den realen gezielten Schuss auf eine Frau als Lappalie ab tun, dann spürt man welcher Geist in solchen Marionetten-Köpfen wohnt. ![[[sauer]]](images/smilies/sauer.gif)
mfG
nereus