Mit dem kleinen Unterschied

Mephistopheles, Datschiburg, Samstag, 07.05.2016, 13:38 (vor 3571 Tagen) @ DT3328 Views

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Zu Römerzeiten waren Gegenden mit gutem Lößboden wie die Wetterau oder
die Vorderpfalz mit Villae Rusticae (großen Landgütern) übersät, die
zT. bis oder über 100 ha Grundfläche hatten. Diese Größe wurde erst als
Durchschnittswert wieder um das Jahr 2000 herum erreicht. Selbst in den
1980er Jahren waren die Durchschnittsgrößen der landwirtschaftlichen
Betriebe in der Pfalz im Bereich von 20 ha.

Die Größen dieser Villae Rusticae und ihre Repräsentanz sind
beeindruckend.

Damals benötigte man zur Bewirtschaftung eines solchen Gutes etwa 100 - 150 Vollzeitarbeitskräfte, die alle in der Villa Rustica unterkommen mussten. Daher die Größe. Der Einzelne hatte nicht mehr Raum als ein kleines Zimmerchen. Dazu noch eine Menge Tagelöhner (Erntehelfer), die nur saisonal beschäftigt wurden.

Heute benötigt man 1 Vollzeitkraft + 1 Teilzeitkraft + paar Erntehelfer.

Die Villae Rusticae wurden im 3. + 4. Jhd. wegen des Flüchtlingsstroms von Allemannen und Franken, in Ostrom die gotischen Flüchtlinge, weitgehend aufgegeben, weil sie sich nicht mehr sicher bewirschaften ließen.

Gruß Mephistopheles

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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


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