Interessanterweise war schon vor 1800 Jahren so etwas wie ein Hang zu "LPGs" zu sehen. (mB)
![[image]](http://www.archaeopro.de/archaeopro/Rekonstruktion/Panorama-1/RSG-01_720x462s.jpg)
Zu Römerzeiten waren Gegenden mit gutem Lößboden wie die Wetterau oder die Vorderpfalz mit Villae Rusticae (großen Landgütern) übersät, die zT. bis oder über 100 ha Grundfläche hatten. Diese Größe wurde erst als Durchschnittswert wieder um das Jahr 2000 herum erreicht. Selbst in den 1980er Jahren waren die Durchschnittsgrößen der landwirtschaftlichen Betriebe in der Pfalz im Bereich von 20 ha.
Die Größen dieser Villae Rusticae und ihre Repräsentanz sind beeindruckend. Die frühen Besatzer-Oligarchen, sozusagen:
![[image]](http://www.archaeopro.de/archaeopro/Strukturen/P07089/PM-02/Mx-03-%20(3)_720x480.jpg)
Auch noch heute zu sehen:
![[image]](http://www.archaeopro.de/archaeopro/Strukturen2/P08488-villa%20rustica/010509-7_720x502.jpg)
Wahrscheinlich beginnen die Grundmauern nur wenige 10 cm unter dem Boden.
In Hechingen ist so eine Villa Rustica einmal nachgebaut:
![[image]](http://www.villa-rustica.de/villa/pics/uebersicht_gross.jpg)
Noch heute kann man im Norden Englands, in der Gegend westlich von Newcastle, in Yorkshire und nahe der Dales, eine solche Güterstruktur, die sich unwesentlich von der römischen unterscheidet, vorfinden.
Interessanterweise wurden im Napa Valley solche Strukturen geschaffen für die Weingüter, und die Größen der dortigen Gutshäuser entsprechen ziemlich genau römischen Villae Rusticae mit 75 oder 100 m Frontgröße.
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Domaine Carneros