Goldpreis Manipulation

HansMuc, Montag, 18.04.2016, 10:24 (vor 3588 Tagen) @ boso5383 Views
bearbeitet von HansMuc, Montag, 18.04.2016, 12:45

hier: die
unterschriebenen schriftlichen Vereinbarungen für das zuständige
Gericht


Die Banken haben Insider-Informationen verwertet, um beim 2. Fixing den
Goldpreis nach unten zu schieben. Eine Studie hatte festgestellt, dass in den
Jahren 2004 bis 2013 beim Goldpreis während des Zeitraums des 2. Fixings in
92 Prozent aller Fälle "unnatürliche Abwärtsbewegungen" auftraten.

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In re Commodity Exchange Inc. Gold Futures and Options Antitrust
Litigation (Markun v. Bank of Nova Scotia)

...

The case is In re Commodity Exchange Inc., Gold Futures and Options Antitrust
Litigation, No. 14-md-2548 (S.D.N.Y.). The defendants include the
world's largest gold dealers, Bank of Nova Scotia, Barclays, Deutsche Bank,
HSBC, and Société Générale.


Background
Every day at 10:30 a.m. and 3:00 p.m. London Time, defendants Bank of Nova
Scotia, Barclays, Deutsche Bank, HSBC, and Société Générale have a
teleconference in which they set the price of gold for the day. Various
studies have confirmed that information discussed during the London Fixing
calls was being disseminated to insiders and other major dealers in the gold
market, including defendant UBS, enabling them to take advantage of market
moving information before anyone else could do so. One study found that
between 2004 and 2013 there were anomalous downward spikes in the price of
gold during the 3:00 p.m. London Fixing calls. In particular, that study
found that in 2010 these downward spikes in price occurred 92 percent of the
time
. These studies suggest that the defendants and others were using the
London Fixings to manipulate the gold market.

Quelle: In re Commodity Exchange Inc. Gold Futures and Options Antitrust Litigation (Markun v. Bank of Nova Scotia)
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Dass der Goldpreis zwischen dem 1. und 2. Fixing eigenartige Verhaltensweisen
aufweist, war ja auch schon hier ein Thema.

Hier noch einmal der Chart seit 2000, der dieses Verhalten eindeutig belegt.
Die AM->PM und PM->AM+1 Differenzen wurden zur besseren Sichtbarkeit
quartalsweise aufsummiert.

Die Quartalsgewinne bzw. Quartalsverluste sind in Prozent (rechte Y-Skala)
des AM Fixing Preises (linke Y-Skala) zum Beginn des Quartals dargestellt.


[image]

Zwei Beispiele:
Wenn ein Händler im Zeitraum beginnend im Januar 2000 bis Dezember 2011 immer
zum 1. Fixing Preis gekauft hätte und zum 2. Fixing Preis verkauft hätte,
dann hätte dieser Händler trotz eines Anstiegs des Goldpreises von 282 USD auf
1574 USD insgesamt 1081 USD verloren.

Wenn ein Händler im gleichen Zeitraum immer zum 2. Fixing Preis gekauft hätte
und zum 1. Fixing Preis des Folgetages verkauft hätte, dann hätte dieser
Händler insgesamt 2230 USD gewonnen. Der Goldpreis ist in diesem Zeitraum
aber nur um 1574 - 282 = 1292 USD gestiegen. Das heißt, der PM->AM Effekt in
diesem Zeitraum betrug 2230 - 1292 = +938 USD.

Diese theoretischen Zahlen berücksichtigen keine Spreads und Handelsspesen.

Wie lässt sich so ein Verhalten des Goldpreises erklären, außer durch
Manipulation? Siehe dazu auch Dimitri Speck.


Siehe im Gelben: Verlauf des Goldpreises zwischen den AM und PM Fixings


Grüße
HansMuc


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