Unternehmer bezahlen keine Steuern.

Prophet, Freitag, 15.04.2016, 21:22 (vor 3590 Tagen) @ Rybezahl3062 Views
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 16.04.2016, 13:21

Sind aber genug Unternehmer im Staate, die genug
Steuern zahlen, das aufkommende Ungleichgewicht auszugleichen, dann droht
die Revolution erst später.


Unternehmer zahlen keine Steuern. Sie leiten diese nur von vereinnahmten Entgelten weiter. In JEDEM verkauften Produkt stecken USt./MwSt. und auch Einkommensteuer des Unternehmers (und auch sonst alle Nebenkosten). Oder hast du schon mal ein Unternehmen oder einen Unternehmer gesehen, der seine Produkte ohne Gewinn verkauft? (Es gibt tatsächlich welche, aber meistens nicht allzu lange.)

Wer als Unternehmer Steuern aus der eigenen Tasche bezahlt (also sein Privatvermögen anzapft, welches dann unweigerlich vermindert wird), dessen Unternehmen lebt meistens nicht lange. Das nennt man dann im Volksmund "bankrott". Und dann zahlt er auch keine EkSt. mehr weil er ja nichts mehr verkauft bzw. keine Gewinne macht. Ist doch ganz einfach.

Die Einkommenssteuer ist von unternehmerischer Seite als eine Art "Verkaufsgebühr" zu betrachten (genauso wie PayPal-Gebühren oder VK-Provisionen für amazon). Du glaubst wohl nicht ernsthaft, dass der Unternehmer das bezahlt. Das alles bezahlst natürlich du als Konsument wenn du ein Produkt kaufst!*

Wenn man alle im Produkt enthaltenen Steuern und Abgaben aufschlüsseln würde (und nicht nur die MwSt!), stünde auf dem Kassenbon: "Kaufpreis: 10 Euro, davon Steuern und Abgaben, die Sie direkt und über Umwege an den Staat bezahlen: 7,00 Euro, Ihr Produkt würde ohne die Abgaben für uns Gierschlunde 3,00 Euro kosten".

Ich predige ja schon seit einiger Zeit, dass alle die auf den Staat schimpfen und dann unsinnigem Konsum frönen, Lügner und Heuchler sind. Wenn ihr dem Staat Geld (= Arbeitskraft) hinterherwerft, dann braucht ihr euch über Geldumverteilung nicht zu wundern. Der Unternehmer wird sich (da er, siehe oben, ja nichts zahlt) als letztes weigern, die Steuern abzuführen. Das machen nur Idioten, die 30 Jahre lang selbständig waren, und das System immer noch nicht durchschaut haben (oder einfach keine Steuern mehr bezahlen können, weil sie faktisch pleite sind, das gibt es selbstverständlich auch).

Grüße,
Prophet

*) Es gibt tatsächlich auch kleine Gewerbetreibende, die nach ein paar Jahren erst merken, dass sie nur mit Nettobeträgen rechnen müssen oder bei der ersten Abführung von Umsatzsteuer an das FA ins finanzielle Straucheln geraten. Die kleinen Schuldnerberatungsstellen sind voll mit solchen Fällen. Aber am Ende ist immer das blöde Finanzamt schuld - allerdings waren die "Täter" in den meisten Fällen einfach zu unwissend. Ein bisschen Information kann nie schaden, bevor man ein Projekt startet.


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