Ja, ich weiß
Hallo Falkenauge,
aus dem, was Du schreibst, entnehme ich, daß Du noch nie in der Rolle
eines vollhaftenden Arbeitgebers warst.
Was meinst Du, was passiert, wenn man heute allen VW-Mitarbeitern oder
auch Daimler-Mitarbeitern (sind ja nicht wenige) anböte, aus der AG eine
Genossenschaft zu machen? Jeder erhält seinen Anteil (gegen Bares
Aktienwert natürlich) und haftet voll und erhält natürlich den Gewinn
anteilig.Was meinst Du, was passiert? Resonanz = 0.
Nein, es gibt sehr viele Menschen, die sich zwar über ihr Sklavendasein
beschweren, aber gleichzeitig ihr Behütetsein und ihre Bevormundung in
keinster Weise missen möchten. - die geborenen Arbeitnehmer und Sklaven.
Natürlich gibt es auch andere, die gerne selbständig und voll
verantwortlich tätig wären, daran gehindert werden, oder denen das
nötige Quentchen Mut fehlt, es durchzuziehen.Gruß Dieter
Das wäre natürlich eine Sache, in die die Menschen in einer längeren Übergangsphase langsam hineinwachsen müssten. Aber ich sehe keinen anderen Weg, das grundsätzliche Abhängigkeitsverhältnis der Masse der Arbeitnehmer zu überwinden.
Von barem Anteil und Gewinnanteil ist übrigens nicht die Rede, das ist ein Kurzschluss. "Jedem in die Betriebsgemeinschaft aufgenommenen Mitgliede wächst eine Quote, d. h. der soundsovielte (Eigentums-) Anteil am Produktionskapital zu, jedes sie verlassende Mitglied verliert seine Quote.“
Die muss er nicht kaufen und verkauft er auch nicht, denn es handelt sich um ein soziales Gemeinschaftseigentum.
Und was mit dem Gewinn geschieht, ist ein eigenes Thema. "Denn das Gewinnkapital kann auch nur soziales Verantwortungseigentum sein, dessen Verwendung noch gesondert zu betrachten ist."
Gruß
Falkenauge