Die meisten Deutschen hängen selbst bis zu den Ärmeln im Sozialstaat drin, gleichgültig, was sie tun.

Olivia, Samstag, 09.04.2016, 11:13 (vor 3595 Tagen) @ Mephistopheles4306 Views
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 09.04.2016, 12:28

Ich habe das an anderer Stelle bereits gesagt.

Es läuft fast nichts mehr "ohne Staat". Der Sozialstaat ist der größte Arbeitgeber und die "Flüchtlingskrise" ermöglicht immer noch eine Vollbeschäftigung. Das VW-Drama und seine Folgekosten (Zulieferbetriebe, Angestellte, Standort Wolfsburg) geraten in den Hintergrund. Die "Kosten" der Asylkrise stellen den "Gewinn" derjenigen dar, die an ihr partizipieren; d.h. alle möglichen Firmen, alle möglichen sozialen "Hilfsdienste" und "Hilfsarbeiter" (Sozialarbeiter, Psychologen, Rechtsanwälte etc.). Etliche meiner Bekannten "leben" inzwischen ganz gut von dem "Flüchtlingskult" und der Sozialindustrie. Die können "normal" gar kein Geld mehr verdienen. Also "schulen" sie um. Nimmt man den "Sozialstaat" und seine "Wohltaten" weg, dann bricht "sofort" alles in D zusammen. Also wird man den so lange wie möglich beibehalten und schauen, wie man ihn "finanzieren" kann.

Wobei ich nur jedem empfehlen kann, einmal zu schauen, wie viel Geld aus den sozialen Töpfen auch an nicht übermäßig qualifizierte "Zuarbeiter" und ihre "anspruchsvollen Klienten" fließt und wie sich das gegenüber den in den "produktiven" Wirtschaftszweigen Tätigen verhält. Zahlen möchte ich nicht nennen, denn ich habe keine Statistiken anhand. Ich kenne sie aber aus persönlichen Gesprächen. Für viele, auch viele junge Menschen, "rechnet" es sich nicht mehr, "produktiv" zu arbeiten. Auch von Bekannten befinden sich die erwachsenen "Kinder" im "Bezug", weil sie damit besser leben können, als wenn sie (nach abgeschlossener Berufsausbildung) arbeiten würden. Und dies in einer Gegend, wo es Arbeitsplätze gibt!

Gestern sprach ich mit einer Studentin aus dem medizinischen Bereich. Ich war hocherstaunt darüber, was sie mir berichtete. Offenbar gibt es an den klinischen Fakultäten der Universität und im Klinikbereich große Unruhe unter den jungen Medizinern. Viele bekommen wohl keine Anstellung, obwohl sie sich intensiv bewerben. Ihre Abschlüsse werden weder in den USA noch in Australien, noch in GB anerkannt, insofern gestaltet sich das "Auswandern" schwierig bis unmöglich. Die junge Frau sagte, es sei ein Drama und die jungen Menschen hätten den Eindruck dass man ihnen hier systematisch die "Zukunft" kaputt mache. Sie selbst denke auch ans "Auswandern".

Diejenigen, die aber noch "drin" sitzen im System, die profitieren prächtig von dieser Industrie.

Dass viele "Selbständige" kaum noch zum Arzt gehen können, weil sie versuchen, über hohe Selbstbeteiligungen die monatlichen Raten niedriger zu halten, das versteht sich von selbst. Pech, wenn man nicht im System installiert ist, gleichgültig, wie die Lebensleistung ist. Da ist es bei genauem Nachdenken für viele "sicherer" sich erst gar nicht aus der staatlichen "Obhut" heraus zu begeben. Das funktioniert zumindest so lange, wie noch Zahler da sind, die das Ganze finanzieren. Meine junge Gesprächspartnerin war jedoch der Ansicht, dass das staatliche Gesundheitssystem nicht mehr lange bezahlbar ist. Werfen wir doch einmal einen Blick nach Großbritannien, um zu erfahren, wie es wieder "saniert" wurde.

Vielleicht hat jemand darüber Informationen, wie es in den anderen Fakultäten ausschaut.

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