Wieso 14 und nicht 15 oder 16 oder 17 oder ...

Mercury, Freitag, 29.01.2016, 18:38 (vor 3664 Tagen) @ Olivia3188 Views

Hallo Olivia,

Und nochmals: Ein Kind unter 14 Jahren kann keinen "einvernehmlichen" Sex
haben! Wenn ein sexueller Tatbestand vorhanden war oder ist, dann erfüllt
der den Tatbestand des Kindesmißbrauches! Und so etwas muß geahndet
werden!

Wie kommst du persönlich auf die Grenze "14 Jahre"? In den meisten Ländern der Welt wird genauso argumentiert, wie du es tust - mit ganz anderen Schutzaltern

Die Grenze ist letztlich eine "Gewohnheit", die sich daraus ergibt, dass wir sie ständig hören, bei der gesundheitlichen Selbstbestimmung, Strafmündigkeit etc.. Deshalb sind wir bei uns überzeugt, dass 13-jährige etwas nicht können, was sie dann plötzlich durch einen Geburtstag können.
Hintergrund ist, dass unsere Rechtsordnung, wie alle Rechtsordnungen, eine äußere ist, deren Normen an formalen Kriterien festgemacht ist. Im Einzelfall kann allerdings ein 13-jährige Mädchen reifer, ein 15-jähriges unreifer sein. Allerdings kann man das nicht juristisch normieren.

Da nützt es auch nichts, wenn man darüber palavert, wie "schlimm" die
Kinder ab 10 Jahren heute sind oder sein sollen!

Das war die schlichte Feststellung, dass im praktischen Leben viel mehr Dinge vorkommen, als wir uns aus unserem persönlichen Lebensalltag vorstellen können - dass die Justiz für die Gerechtigkeit im Einzelfall allerdings für alle Varianten - auch eigenartige - gerüstet sein muss. Nicht nur für die Kinder in der behüteten Vorstadt, sondern auch z.B. mit Hintergründen, die uns wie Abgründe vorkommen.

In erster Linie gilt die UNSCHULDSVERMUTUNG - und das insbesondere
gegenüber dem tatsächlichen oder "sogenannten" Opfer!

Auch wenn es erschreckend ist: Ein Opfer ist erst dann Oper und ein Täter erst dann Täter, wenn das Gericht es festgestellt hat. Vorher ist das Opfer noch nicht einmal ein sogenanntes, sondern Kläger (bei Offizaldelikten zunächst vermutliches Opfer), und der Täter nur ein Beschuldigter. Die Tatsachenfeststellung durch Polizei und Staatsanwaltschaft wird erst nach Würdigung durch das Gericht zur Tatsache.
Selbst im Fall eindeutiger Verletzungen ist das "Opfer" erst dann "Opfer", wenn ein Fremdverschulden belegt ist. Ein Messer im Rücken ist dabei ein stärkeres Indiz als ein Messer im Bauch. Ich habe einmal irgendwo gelesen, dass sich schon Menschen mehrer Kugeln in den Leib geschossen haben, um Selbstmord zu begehen!
Dann bleibt noch die Frage offen, wer die Tat begangen hat.

Bedauerlicherweise habe ich "solche" Dinge im Bekanntenkreis mitbekommen!
Dort wurde eine 12-jährige über Monate von einem Hausangestellten
"mißbraucht". Natürlich "einvernehmlich". Aufgeflogen ist es, als das
Mädchen dann auch noch die Freundinnen "einbinden" wollte.
Die "kleine Lolita" war aber in "freundschaftlicher Weise" an diese "auch
so natürliche Angelegenheit" HERANGEFÜHRT worden.

Schlimme Sache.

Im übrigen erfolgte dort keine Anzeige, wobei ich sagen muss, dass ich in
einem SOLCHEN FALLE definitiv zu einer Anzeige geraten habe. Dieser Mensch
wurde nicht angezeigt und nahm dann gleich die nächste Vertrauensstellung
dieser Art in einer anderen Stadt an!

Da ist eine Anzeige sicher ratsam, damit der Mann - falls die Ermittlungen seine Täterschaft belegen! - nicht wieder so etwas machen kann. Nur durch solche Ermittlung, behutsam und genau, kann man sowohl dem Kind als auch dem Erwachsenen gerecht werden. Der Montessori-Prozeß ist ein Beispiel, wie ausgefeilt und detailliert Falschbehauptungen sein können. Stell dir mal den Schaden bei den Kindern vor, die in derartige Falschaussagen hineingetrieben wurden, warum und wie auch immer!
In der "Opferschutz"-Szene laufen leider sehr viele Menschen umher, die nicht wirklich am Schutz des Opfers interessiert sind, sondern relativ einfache Schablonen im Kopf haben und auch schnell zur Beschuldigung neigen. Bei manchen Bildern meiner Kinder habe ich drei Kreuze geschlagen, dass diese nicht im Kindergarten gemacht wurden und dort einer entsprechenden Person vor Augen kamen. Sie waren fast identisch mit Beispielbildern aus Büchern darüber, wie man Hinweise auf sexuellen Mißbrauch erkennt.

Das ist eine ziemlich efektive, debitistisch gut beschreibbare Szene: Mit teils dubiosen Dunkelfeldzahlen, bei denen anschließend die "forschenden" Einrichtungen Geld für die Fortbildung von Beratern bekommen etc.. Ein Netzwerk, das ähnlich der Sozialndustrie Mißbrauchsindustrie genannt werden müsste. Leider bleiben dabei vor allem die Kinder auf der Strecke.

Gruß

Mercury

--
„Meine Arbeit ist ein Versuch, mit großer Traurigkeit die Tatsache der westlichen Kultur zu akzeptieren." Ivan Illich

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