In welcher Welt leben wir eigentlich? Das tut mir sehr leid (ed: EU 60 % ohne Asylgrund))
Hallo NST,
das tut mir sehr leid:
"Auf FB bin ich zwischenzeitlich als -Nazi- geoutet, dann noch mit einer Thailänderin verheiratet, da kommt dann noch der Sextriebtäter gleich obendrauf.
Die anderen Nazis, die bezichtigen mich der Rassenschande, da ich ein Mischlingkind mein eigen nenne ..."
Von den einen als Nazi geoutet (Du meinst geoutet oder diffamiert?)und von merkwürdigen anderen als Rassenschänder beleidigt. Edit: Vielleicht hilft ein altes Sprichwort dazu: Man muss sich nicht jede Jacke anziehen, nur weil sie einem hingehalten wird, und vielleicht auch mal die Runde meiden, die einem nicht gut tut.
Bei FB geoutet: von Außenstehenden oder von FB-Wächtern (kenne mich mit FB kaum aus, und auch nicht, wie man dort geoutet werden kann und welche Folgen das hat).
Nur wen meinst Du mit Ihr, wenn Du schreibst:
In was für einer Welt lebt ihr dort eigentlich -- ???
Eines verstehe ich nicht: Du sprichst von Daueraufenthaltsberechtigung und Deine Frau und Dein Kind dorthin zu bringen, wo ihre Staatsbürgerschaft anerkannt wird?
"Ich kann keine Lösungen anbieten, ich konnte nur eine für mich sinnvolle Lösung umsetzen - meine Frau und Sohn dort hinzubringen, wo ihre Staatsbürgerschaft noch anerkannt wird, ich selbst lebe jetzt mehr oder weniger in einem flüchtlings ähnlichen Zustand, denn einen Daueraufenthalt werde ich hier wohl nie bekommen. Solange ich mich aber hier im Lande korrekt benehme darf ich aber bleiben,"
Was habt Ihr für Staatsangehörigkeiten und wo welchen Status?
Das Folgende ist merkwürdig:
"das ist ein ungeschriebenes Gesetz"
Hierzulande kann man soetwas nicht einklagen. Ein Gesetz ist stets geschrieben bzw. niedergelegt.
" - zu dem ich weitaus mehr Vertrauen habe, als zum derzeitigen Zustand des Rechtsstaates BRD."
Du traust dem deutschen Staat nicht, also auch nicht seinen Gesetzen, aber darauf, dass Dir ein "ungeschriebenes Gesetz" helfen könne?
Bzgl. Deines "Ihr": Kann ja nur meine Sicht darlegen: Das Problem ist schlicht, dass gegewärtig vielfach noch nicht begriffen wird, dass nicht alles gehen kann. Was meinst Du, wie vielen Leute hier aufgenommen bzw. unterkommen können? Ohne, dass es die hiesigen Verhältnisse völlig destabilisiert.
Es ist doch immer soviel von Flucht die Rede. Das meint Asylrecht, das einigen, ausgewählten Fällen vorbehalten ist. Das hat seinen guten Grund, denn man wollte bisher eben nicht die Grenzen aufreißen und sagen: Jeder kann kommen, es ist alles dafür angerichtet.
Es sollte jedem klar sein, welche Konsequenzen das hätte. Zudem leben hier Menschen ihr Leben und haben, wie andere woanders, auch Rechte als Einheimische. Die arbeiten hart (etliche hier sind immer noch armt trotz Arbeit - von den vielen HVI-Kindern hast Du gehört?) und wollen ihren Frieden. Und gefragt werden, wem sie Gastgeber sein wollen. Und beim wem und wievielen sogar mehr. Die wollen nicht einfach überrollt werden von einer Flut, die nicht behherrschbar ist, zumal mit Leuten, die eine völlig andere Prägung haben. Unter anderem eine Menge, die zu Frauen und Glaubensfreiheit anders stehen, als viele hier. Ärger hatten die Einheimischen schon zuvor mit manch einem Effekt vieler Hinzugekommenen, und nun gab es, wie leider zu erwarten war, auch schon vermehrt Ärger (der, was CM so sarkastisch werden lässt, wohl erst noch viel größer werden muss).
Aber das vielleicht größere Problem als die Kosten und die Kommunikation, ist die der Anspruch aller, dass eine jede Hilfe im Rahmen bleibt. So, dass sich Retter nicht selbst in große Schwierigkeiten bringen.
Auf Grund des Rufes, der in der Welt erschallte, vor allem weil eine unfähige Regierungschefin, die offenbar nicht die Folgen ihres Handelns abschätzen kann und nicht mal in der Lage ist ihre Nachbar- und Partnerstaaten zu konsultieren, wie man das für gewöhnlich macht, wenn man mit denen auskommen will und bespricht, welche Folgen das hat und welche toleriert werden, also auf diesem Grund, rennen nun die Massen los, die das Schicksal dazu treibt.
Es sind so viele, wie noch nie, und der Zustrom des letzten Jahres, sagt ja sogar im Rahmen der jüngsten EU-Verhandlungen der dort leitende MP NL, wird kümmerlich wirken, gegen das, was sich da bereits jetzt ankündigt. Der Zustrom war bereits unter den miesen Winterbedingungen sehr groß, und nun erwarten alle, was man sich an 5, nein sogar an 2 Fingern, ausrechnen kann: Es kommen sehr viel mehr (den Familiennachzug noch gar nicht gerechnet, wobei dei vielen Ankerkinder ohnehin ein riesen Problem sind, vom Betreuungsaufwand usw. her) und das muss erst mal geschultert werden.
Plätze in den Kommunen sind nicht mal eben im Internet zu bestellen, sondern aufwendige Strukturen, die unterhalten werden müssen, die nur noch begrenzt wachsen können. Wer Massen das Bleiberecht gibt, wird dafür sorgen müssen, dass diese billige Wohnungen bekommen, was auch dort zur Konkurenz mit massenhaft einheimischen Niedriglöhnern stehen. Nur, dass die meisten von den Gästen, und so ist das Asylrecht eigentlich konzipiert, über Jahre nicht hier arbeiten können muss und sie viel Zeit haben werden (und damit hoffentlich keinen Unsinn anfangen), da sie auf Grund von Sprach-, Lese- und Schreib- und Bildungsdefiziten nicht für den deutschen Arbeitsmarkt geeignent sind, wo es, wie gesagt, an Niedriglöhnern nicht mangelt. Viele der Kommenden, kommen aus Ländern wo bei vielen nichts vorliegt, was Asylgrund darstellt. Und das Asylrecht ist eben nicht zu Einwanderung vorgesehen.
"60 Prozent der Zuwanderer kein Recht auf Asyl
Der Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans, sagte dem niederländischen Radiosender NOS, etwa 60 Prozent der Zuwanderer, die Europa erreichten, kämen aus "Ländern, bei denen Sie davon ausgehen können, das sie kein Recht auf Asyl haben". Dies Wirtschaftsmigranten sollten so schnell wie möglich nach Hause geschickt werden, um den Druck innerhalb der EU zu verringern."
60 % vermutlich eine geschönte Zahl.
So aus: http://www.tagesschau.de/ausland/innenminister-137.html , wo es auch heißt:
"EU-Zuwanderungskommissar Dimitris Avramopoulos sagte, die EU-Außengrenzen müssten schärfer kontrolliert werden, um den freien Verkehr innerhalb der sogenannten Schengen-Zone aufrecht zu erhalten. EU-Ratspräsident Donald Tusk warnte bereits, dass das passfreie Reisen innerhalb des Schengen-Raums ein Ende haben könnte, falls die EU binnen zwei Monaten keine Migrationsstrategie festgeklopft habe.
Nach Zahlen der Europäischen Union erreichen trotz des Winters und rauer See immer noch mehr als 2000 Menschen täglich Griechenland - meist per Boot von der Türkei aus. Fast alle von ihnen sehen Griechenland nur als Durchgangsstation und wollen nach Norden weiterreisen."
Also dank Merkel, hiesiger Immigrationsweltmeister und bestimmter Hilfsorgationen, vorwiegend zu uns.
Noch einmal: Wie viel kann die hiesige Gesellschaft und die ihrer Nachbarn vertragen können? Und wollen? Denn wenn man es den Einheimischen sozusagen einfachs aufs Auge drückt, dann funktioniert das auch nicht.
Die Hinzugekommenen, die davon träumen, dass sie hier Wohnung oder Haus, Arbeit und Wohlstand bekommen, werden nicht erhalten, wofür sie sich auf den Weg machten. Es kommen vor allem auch viele junge Männer, die im Heiratsalter sind, aber wie Heinsohn erklärt, bei den wirklichen Möglichkeiten, die sie haben werden, nicht so recht an Ziel kommen werden. Wenn sie dann noch vielfach aus Kulturen kommen, wo ihnen gelehrt wurde, dass Frauen verfügbar zu sein haben, zumal wenn sie "ungläubig" sind, ist schon jetzt, wie auch vor allem Helfer berichten, ein riesen Problem.
Es geht alles nur mit Maß und mit Bedacht. Und mit Gründlichkeit. Statt dessen operiert die Kanzlerin, begleitet von einer Reihe von dubiosen Helfern, mit dem Eindruck, alles ginge. Dabei werden Besorgte, wofür es allen Anlass gibt, noch zusammengestaucht und diffamiert. Besorgnisse werden ausgeblendet und für indiskutabel erklärt, eine wirkliche Debatte massiv behindert. Nationale Lösungen, wie sie z. B. Schweden vornehmen musste, und überhaupt nahzu alles eigenständige, wird für ungangbar erklärt, als ob man sich aller Gestaltungsmittel berauben wolle. Das kann man vor allem auch Verantwortungslosigkeit genannt werden, denn das ist es.
Prima zu sagen "Wir schaffen es", wenn das vor allem andere zu tragen haben.
Es gibt nationale Bezugsrahmen, die bei andernen respektiert werden, die von Bedeutung sind: Souveränität, gemeinsames Recht und gemeinsamer Staats- und Steuerhaushalt. Zudem auch eine hier gewachsene Kultur, die aller Ehre wert ist.
Natürlich stimme ich Dir zu, dass das Misstrauen gegenüber den angeblichen Volksvertretern nur angebracht ist und wünsche Dir und Euch viel Glück und alles erdenkliche Wohlergehen!
Viele freundliche Grüße
azur
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