Kann eine Mehrheitsmeinung totalitär sein?

nemo, Freitag, 15.01.2016, 12:16 (vor 3658 Tagen) @ Orlando2741 Views
bearbeitet von nemo, Freitag, 15.01.2016, 12:30

Jemanden zu sperren, der nicht gegen Regeln verstieß, sondern bloß eine
abweichende Meinung äußerte und das zu bejubeln hat durchaus etwas
Totalitäres.

So jemandem niedere Motive zu unterstellen ("bezahlter Schreiber") ist
eindeutig persönlich herabsetzend, bzw. beleidigend. Aber den Schutz der
Regeln genießen nur ausgewiesene Gesinnungsgenossen.


Vor einigen Wochen meldete sich hier jemand an, der unbedingt über UFO’s
sprechen wollte. Obwohl ich das Thema interessant finde, habe ich jedoch
Verständnis für den Chef, als er ihm mitteilte, dass er im falschen Forum ist.

Es geht nicht nur um Regeln. Im übrigen finde ich, dass der Syrien-Einsatz
der Bundeswehr bestimmte Ziele verfolgt und Frau von der Leyen als
Verteidigungsministerin untragbar ist. Würden wir in einer Demokratie leben,
dann wäre diese Frau wohl die längste Zeit im Amt gewesen.

Ist diese Ansicht totalitär?
Oder ist nicht viel mehr ein militärischer Einsatz in Syrien totalitär, der ein
ganzes Volk in Sippenhaftung nimmt?

Der Witz ist doch, dass man mit Regeln bzw. Gesetzen alles tun kann. Der NSA
kann ganz Europa ausspionieren, Frau v. d. Leyen kann in Syrien einmarschieren,
die USA können Drohnen durch die Welt schicken und Menschen töten und die
CDU kann eine deutschlandweite Impf-Pflicht beschließen.

Alles „bezahlte Auftragstäter“. An dieser Feststellung ist nichts beleidigend
oder herabsetzend. Es ist schlicht eine Tatsache.

Gruß
nemo

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