Wann die richtige Erschütterung kommt

Monterone, Donnerstag, 17.12.2015, 11:27 (vor 3702 Tagen) @ Otto Lidenbrock3987 Views

Wenn auch nur ein Bruchteil von dem stimmt, dann sind das wahrlich
erschütternde Einblicke in einen Menschen. Dann wäre auch er kein
Vorbild, sondern ein Beispiel für den Typus des Heuchlers, der in schon an
Schizophrenie grenzender Manier moralisch belehren will, aber sich selbst
nicht betrachtet. Typisch Mensch eben.

Es ist noch viel fürchterlicher. Um das zu erkennen, muß man leider französische Quellen heranziehen.

Allerdings war Voltaire vieles, aber ganz sicher kein Heuchler. Seine Zeitgenossen und auch die Historiker wußten immer, was für ein Ekelpaket er gewesen ist. Die Irritationen treten dann auf, wenn man das von den Demokraten entworfene Zerrbild mit der Wirklichkeit vergleicht. Doch kann man das ja nicht Voltaire anlasten.

Erschütterungen des Weltbilds werden also nicht ausbleiben, sobald man sich mit den historischen Tatsachen befaßt und nicht mehr die im Umlauf befindlichen Mythen nachbetet.

Der richtige Hammer saust aber erst dann nieder, wenn man begreift, daß

1. Voltaire nachträglich unter vollständiger Verdrehung aller wichtigen Tatsachen zu einem Säulenheiligen der Demokratie gemacht wurde und

2. Alles, was die eigene politisch-gesellschafliche Orientierung ausmacht, von vorne bis hinten erstunken und erlogen ist. Die Weltherrschaft der Lüge kann man sehr gut an Voltaire festmachen und über'n Daumen gepeilt dem Jahr 1720.

Monterone


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