Und eine weitere kleine Kleinigkeit – eine Selbstgesprengte lebt noch - in Marokko
Das Drehbuch bekommt langsam Risse.
Stell dir vor, du schlürfst morgens nichtsahnend Tee in deinem Lieblingscafé und findest dich plötzlich als vermeintliche Selbstmordattentäterin auf allen Zeitungs-Titelseiten und öffentlichen Fernsehkanälen wieder. Der einzige Grund, weshalb du nicht per internationalem Haftbefehl gesucht wirst, ist, dass die Medien dich bereits für tot erklärt haben.
Der Frau, die in der Öffentlichkeit im Zusammenhang mit den Razzien von Saint-Denis als islamistisch motivierte Selbstmordattentäterin dargestellt wurde, ist das passiert.
Sie lebt (in Marokko), ihr Name ist nicht Hasna Ait Boulahcen (sondern Nabila Bakkatha) und ihre privaten Fotos (unter anderem das Selfie mit zwei anderen Frauen) wurden von zahllosen europäischen, amerikanischen und arabischen Medien fälschlicherweise mit der Anschuldigung verbreitet, sie sei radikale Islamistin und hätte sich in Saint-Denis bei einer Razzia in die Luft gesprengt.
AJ+, der englischsprachige Digitalkanal des katarischen Nachrichtensenders Al Jazeera, veröffentlichte heute ein Video, in dem ein Reporter die junge Frau aufsucht und die eigene Berichterstattung richtigstellt. „Ich habe nichts mit Hasna oder mit Terrorismus zu tun“, versichert Bakkatha. „Familienangehörige, die mich länger nicht gesehen hatten, dachten, ich sei tot.“
Quelle: http://motherboard.vice.com/de/read/die-angebliche-selbstmordattentaeterin-von-paris-le...
Das soll genügen.
Bei 9/11 hatten auch ein paar Attentäter überlebt oder waren ganz woanders auf dieser großen weiten Welt.
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mfG
nereus