Was gibt’s da zu erklären?

KK, Sonntag, 08.11.2015, 20:09 (vor 3740 Tagen) @ CrisisMaven2761 Views

Hallo,

schade, Du suchst Dir die dir passenden Rosinen raus, ohne auf den Rest auf dem Teller zu antworten.
Ist insofern unbefriedigend, weil ich nicht weiß, ob Du dafür keine Antwort hast oder es als unerheblich negierst.

Zweifelsfrei ist der Staat nicht der bessere Unternehmer, er muß es

zumindest in seinen Kernkompetenzen (Bsp. Wasserversorgung) sein,

Warum? Und Broetchen backen wir privat???

Wenn Du das Bsp. Wasserversorgung nicht als Kernkompetenz anerkennst, ist Deine Frage berechtigt, ansonsten Stuß.

sofern wir ihn nicht rückabwickeln wollen zum Nachtwächterstaat.


Was waere denn daran schlecht?

Hab’ ich noch nie „durchdacht“, deshalb keine Antwort darauf.

Inwieweit Niedrigzinsen und Geldschwemmen langfristig die Innovation

lähmen, bedarf einer näheren Erklärung.

Ich sage nicht unbedingt, dass sie "laehmen",

Du sagtest:
Daher, zur Frage zurueck: NEIN, Niedrigzinsen und Geldschwemmen nutzen nur bestimmten Gruppen voruebergehend und laehmen langfristig die Innovation.

aber: wenn Geld "unendlich"
billig ist, gibt man es unachtsamer aus. Der normale Prozess ist, dass Geld
hinreichend teuer ist, dass man es nicht auf Spinnereien verplempert.

Ja, sollte für die schwäbische Hausfrau gelten, hat aber mit den Unternehmern nichts zu tun.
Geld ist nie unendlich billig, sofern man es zurückzahlen muß (es also kein Geschenk ist).
Daß die Trefferquote am Markt realisierbarer Innovationen, finanziert mit Risikokapital nicht 100% sein wird, ist den Kapitalgebern auch klar (deshalb ja auch Risikokapital genannt).

Da es
aber nur immer genau 100% (maximal) geeignete Erfinder gibt und diese sich
nicht mit der Geldmenge vermehren, liegt der Schluss nahe, dass dann
vermehrt Unsinn "erforscht" wird.

Quatsch.
Erreichbarer Ausfluß von F&E ist immer von der Finanzierung abhängig, eben auch, um überhaupt einen möglichst großen Teil der 100% einzubinden.
Unsinn erforscht wird nur mit geschenktem Geld, also nie in Unternehmen, in den Quasseldisziplinen wohl eher.

Für einen Unternehmer ist Innovation immer getrieben vom

Wunsch/Notwendigkeit, sein unternehmerisches Risiko zu minimieren.

Und wie erklaerst Du Dir dann Cargolifter???

Was gibt’s da zu erklären? Daß eine Innovation in die Hose gegangen ist?

Er wird nie wegen niedriger Zinsen bereit sein, ein wahrscheinlich

schlecht verkäufliches Produkt vorzufinanzieren, egal wie niedrig die
Zinsen sind.

Warum ist es dann bei Subventionen so? Und wo waere der
kostenrechnerische Unterschied?

Weil Subventionen aus einem schlecht verkäuflichen ein gut verkäufliches Produkt machen und, weil vom Staat generiert, Risikoreduzierung bis zur Auflösung des Risikos bedeuten.

Bei der Geldschwemme scheint es mir ähnlich zu sein. Selbst wenn der

Unternehmer leicht an Geld (Kredit) kommt, ist dies immer nur die
Vorfinanzierung, die erwirtschaftet werden muß.

Nein, billiges Geld korrumpiert eben total: er finanziert nun auch noch
den Absatz schlechter Produkte, vgl. die schon wieder kurz
vor dem Platzen stehende Blase der US-Autokredite, ebenso wie die
Finanzierung voellig unsinniger Studiengaenge ueber Studenten-Darlehen in
den USA, von denen bald 80% nicht in eine der Darlehensaufnahme adaequate
Beschaeftigung zu muenden scheinen.

Nein, billiges Geld korrumpiert nur wenig ehrenwerte Kaufleute; die stecken ihren Hals nur sehr ungern in eine Schlinge.
Die Beispiele ziehen nicht; es geht dabei nicht um die Autos oder die Kreditwürdigkeit der Studenten, es geht ums schnöde Geld-aus-Geld-Spiel systemrelevanter Spieler.

Freundliche Grüße
KK


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