Schaffen niedrige Zinsen Überkapazitäten und Innovationen?

Vatapitta, Sonntag, 08.11.2015, 12:09 (vor 3740 Tagen)3669 Views
bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 08.11.2015, 12:28

Moin moin,

Börse und Wirtschaft ist die Überschrift des Gelben. Dieser Beitrag kann uns zurück zum Thema bringen.
Ich habe die Auswirkung niedriger Zinsen auf die Themen Überkapazitäten und Innovationen noch nicht gut durchdacht. Es ist noch keine 24 Stunden in meinem Kopf.

Ich wünsche mir ausschließlich an der Sache orientierte Beiträge, die gerne widersprüchlich sein können. Ich vermute, dass die niedrigen Zinsen im bisherigen wirtschaftlichen Zentrum der Welt, auch geografisch sehr unterschiedlichen Auswirkungen haben. Vielleicht hilft uns eine Betrachtung des Themas kommende Entwicklungen zu antizipieren.


Wirtschaftspolitisch sollen niedrige Zinsen die Nachfrage nach Gütern beleben.
Zitat/Wikipedia: "Zum Keynesianismus gehören wirtschaftspolitische Ansätze, die darauf ausgerichtet sind, die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen zu steuern und bei Bedarf die Wirtschaft durch vermehrte Staatsausgaben und durch expansive Geldpolitik zu beleben. Als Hochphase des Keynesianismus weltweit gilt die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg (in Deutschland ab 1967) bis in die 1970er Jahre."

Mit vermehrten Staatsausgaben wurden in der Regel die Bereiche Infrastruktur und Wohnungsbau gefördert. Die Maßnahmen kamen nicht nur den entsprechenden Unternehmen, sondern auch der Beschäftigung in dem Bereich zu gute. Beide Maßnahmen gemeinsam, niedrige Zinsen und Arbeitsbeschaffung, führten in der Industrie zur Nachfrage nach Produktionsmitteln und bei den Arbeitern zu erhöhten Konsumausgaben oder zur Bildung von Eigentum (Hausbau). Durch die für viele gute wirtschaftliche Lage kam es auch zu einem Babyboom.

Diese simple Beschreibung macht deutlich, wie extrem anders die heutige Situation ist.

An dieser Stelle danke ich DT für seine unermüdlichen und sinnvollen Vorschläge in Infrastruktur und Bildungswesen in Deutschland zu investieren. - Einer der größte Wachstumsbereiche in Deutschland in den letzten Jahren dürften Alten/Pflegeheime und häusliche Krankenpflege gewesen sein. Schon bei den Krankenhäusern gibt es einen Investitionsstau und Personalabbau.

Auch die Idee von DT Studenten, die bei uns ihren Hochschulabschluss machen, die deutsche Staatsangehörigkeit anzubieten, ist konstruktiv für Deutschland. Darüber hinaus halte ich es für sinnvoll jungen Menschen, die eine berufliche Ausbildung hier erfolgreich abschließen, sofort die deutsche Staatsangehörigkeit zu geben. Es lebt sich in Deutschland immer noch erheblich besser, als in vielen anderen Ländern. Wer so eine Perspektive hat, kommt gerne und strengt sich auch richtig an. Die Perspektive kann dabei helfen sich auf einen attraktiven Beruf zu fokussieren.

DT, sind wir beide jetzt richtige Keynesianer? [[zwinker]]


An dieser Stelle möchte ich den Stab gerne weiterreichen an jemanden, der die aktuelle wirtschaftliche Situation aus der Sicht des Debitismus beschreibt, ohne in Resignation zu verfallen.

Bitte schaut auf meine Überschrift und beschreibt sachlich die wirtschaftlichen Auswirkungen.
Themen könnten sein:

- Überkapazitäten bei den Rohstoffen. Da die Kapitalkosten in dem Bereich besonders hoch sind, haben die niedrigen Zinsen zu Überkapazitäten geführt. Was bedeutet das für die wirtschaftliche Entwicklung?

- Verlagerung wirtschaftlicher Aktivitäten in bisher periphere Bereiche durch die niedrigeren Kosten der wirtschaftlichen Entwicklung. - Die Herde zieht dorthin, wo es noch Gras zum Fressen gibt. - Seidenstrasse?

- Sind niedrige Kapitalkosten hilfreich beim Schaffen von Innovationen? - Elektroauto

- Gibt es durch die niedrigen Zinsen eine Wettbewerbsverzerrung - Amazon/Onlinehandel?

- Bitte lasst machtpolitische und militärische Perspektiven außen vor.


Draußen scheint die Sonne. [[top]]


Tschüß
Vatapitta

--
Chronisch sind die Schmerzen dann, wenn der Doktor sie nicht heilen kann. http://www.liebscher-bracht.com/


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