Dr. Freud weiß Rat
Hallo MI,
der geschilderte Verlauf läßt sich an so vielen Stellen nachverfolgen.
Die frühere vom ehemalige rheinischen Kapitalismus geprägte Demokratie
hat sich in eine postdemokratische Ergebnisdiktatur verwandelt.
Diese Beschreibung ist völlig zutreffend, vielleicht ein wenig zu sehr an der Oberfläche bleibend.
Was Du rheinischen Kapitalismus nennst, Ludwig Erhards soziale Marktwirtschaft, war nur eine Atempause, die wir dem Kalten Krieg verdanken. Eine Schonfrist, in der die Demokraten Kreide gefressen haben, bis seit 1990 wieder ihr wahrer Charakter durchbricht und zugleich der ihrer in extremstem Maße nationen-, kultur und menschenverachtenden Staatsform.
Entscheidungen werden in Hinterzimmern getroffen (also nur noch,
meine ich, natürlich wurde immer gekungelt), wirkliche Mitsprache ist
unerwünscht. Als notwendig erachtete Maßnahmen werden von oben nach unten
verordnet. Auf der Strecke bleiben Identifikation, Arbeitsklima, Vertrauen,
das Ersinnen und Verfolgen eigener Ideen.
Das war noch nie anders, (Sigaut, Soral, Preparata, Quigley).
Das Ende vom Lied ist eine Diktatur unter dem Mantel der Demokratie, wie
gehabt.
Eine Diktatur der Geld- und Fremdherrschaft, also die bösartigste Form aller vorstellbaren autoritären Regierungen.
Sigmund Freud sagte einmal *die Absicht, daß Mensch glücklich sei, ist im Plan der Schöpfung nicht enthalten*.
Diesen Satz muß man leicht variieren, um das Wesen der Demokratie zu begreifen:
*Die Absicht, daß das Volk glücklich sei und es ihm wohl ergehe, ist im Plan der Demokratie nicht enthalten.*
Monterone