Kollaborateuere wurden noch nie geliebt - das aktuelle MSM-Feuilleton ist begeistert
Hallo Monterone,
Louis-Ferdinand Céline? Der mußte für Texte, die aus seiner Warte
betrachtet die Abwendung einer Menschheitskatastrophe zum Ziel hatten, des
Zweiten Weltkriegs, mit dem Verlust seiner fast gesamten materiellen
Existenz bezahlen, wozu eine Eigentumswohnung in hervorragender Lage
gehörte (Montmarte).Er wurde ohne Prozeß inhaftiert, in Dänemark, und mußte jahrelang
fürchten, wegen Landesverrat aufgehängt zu werden.Hätte seine Frau nicht ein Haus geerbt, wäre er vielleicht obdachlos
geworden.
Also wenn das auch nur ansatzweise stimmt, was man hier lesen kann:
https://de.wikipedia.org/wiki/Louis-Ferdinand_C%C3%A9line
Dann war er a) mindestens ein Kollaborateur und b) einer, der es sich mit jedem zu verscherzen verstand. Nicht nur Opfer böser Machenschaften.
Hört sich übrigens alles sehr interessant an, so wie: https://de.wikipedia.org/wiki/Reise_ans_Ende_der_Nacht
2003 hat Rowolt das herausgebracht:
"Im Jahre 2003 brachte der Rowohlt Verlag, der bereits nach dem Zweiten Weltkrieg die Rechte an Célines Werk erworben hatte,[1] eine Neu-Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel heraus, die Ina Hartwig in der Frankfurter Rundschau „sensationell“ nannte. Auch sonst äußerten sich die wichtigsten deutschsprachigen Feuilletons durchweg begeistert."
Nach dem was ich dort lese, istes in mindestens einer Beziehung etwas wie Houellebecq, den ich gerade lese: Der kann auch reichtlich obzön werden, wie der von Dir Genannte, und Acif P.
Interessante Frage, wie sich sich die Massenzuwanderung von den "Kulturschaffenden" abgebildet wird. Das letzte kritische Werk an sich war ja der Song von Didi (wurde ja auch hier verlinkt).
Roehler hatte ja sehr gut Elementarteilchen verfilmt. Mal sehen, ob wer die Unterwerfung verfilmt. Tumult wäre garantiert, aber auch notwendige Auseinandersetzung.
Viele freundliche Grüße
azur
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(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)
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