Ultraschallkompetenzen von Heilpraktikern und habilitierten Aerzten ...

CrisisMaven ⌂, Samstag, 17.10.2015, 11:46 (vor 3755 Tagen) @ Waldläufer3022 Views
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 17.10.2015, 12:17

Ich will mich in die Diskussion nicht einmischen.

Ich halte die "anecdotal evidence" einerseits fuer fragwuerdig, ich halte aber auch die Ultraschall-"Kompetenz", ebenso wie die radiologische "Kompetenz", nahezu aller approbierten Aerzte fuer katastrophal.

Zwei Auszuege aus meiner diesbezueglichen Lebensgeschichte:

A) Wegen -zum Glueck dann voruebergehender- Schmerzen mit Frau und Kind sonntags in eine deutsche Klinik gefahren, ca. achter Monat, wenn ich's recht erinnere.

In der "Notaufnahme" eine philippinische Hebamme, die kaum Deutsch spricht.

Sie beginnt zu ultraschallen, nachdem sie ein transparentes Gel aufgetragen hat. Die Mutter klagt mir, das Gel "brenne aber hoellisch" auf der Haut. Ich schnappe mir diese Art Ketchupflasche, aus der die (vermutliche) Hebamme, die zu allem immer nur freundlich gluckst, aber keine Frage versteht, das Gel grosszuegig verteilt hat. Es ist ein Aufkleber der krankenhauseigenen Apotheke drauf. Auf diesem stehen alle moeglichen Komponenten, die nicht zu beanstanden sind und ... als Konservierungsmittel SIEBEN PROZENT FORMALDEHYD.

Mit dem Prozentsatz kann man Felle erlegter Wildschweine fuer die Trophaeensammlung gerben!!!

Das Zeug ist krebserregend usw. In der Konzentration voellig unzulaessig, schon 0,5% oder ein VIERZEHNTEL waere viel.

Die Philippina gluckst, darauf angesprochen, wieder und sagt: "Ach, wissen Sie, man koennte eigenlich auch Buebchen-Milch nehmen - funktionieren genauso gutt." (Die Auskunft war etwas langwieriger. [[zwinker]])

B) Der Oberhammer aber war vor der Entbindung:

In einem Lehrkrankenhaus einer grossen deutschen Universitaetsklinik.

Was ich immer schon mal fragen wollte, war: wie kann eigentlich ein Gynaekologe am Bildschirm des US-Geraetes den Schaedelumfang eines Foetus messen, wenn der in immer schwankenden Abstaenden vom Ultraschallkopf erfasst wird? Nach dem quadratischen Abstandsgesetz koennen da leicht Unterschiede -beim selben echten Kopfumfang!- zwischen 10 cm und der Haelfte, 5 cm, aufkommen.

Ich frage daher den Herrn Prof., Chefarzt, international renommiert, nennen wir ihn Meier. Zufaellig kenne ich die Familie, denn ich war mal ueber Freunde der Tochter in seinem Swimmingpool zur Party eingeladen gewesen (was er aber nicht ahnt - aber notabene Chefaerzte haben immer Swimmingpools, weil sie ihr Fachgebiet so grandios beherrschen).

Herr Prof. Meier hoert sich meine Frage an, inkl. physikalischer Begruendung, macht ein konsterniertes Gesicht und antwortet "Interessante Frage, habe ich mich noch nie mit befasst. Aber wissen Sie was, fragen Sie Oberarzt ... (nennen wir ihn Mueller), der habilitiert gerade bei mir ueber das Themas Ultraschall."

Wie es der Zufall so will, haben wir am folgenden Tag just bei jenem Dr. habil. des. Mueller eine Ultraschalluntersuchung. Seine Antwort, ahem: "Interessante Frage, habe ich mich noch nie mit befasst. ..."

Nun ja, nicht allzulange spaeter, wie es ein weiterer Zufall so will, treffe ich einen Siemens-Medizintechniker aus Chile (spaeter auch noch einen von HP) auf Heimaturlaub in Deutschland.

Der erzaehlt mir, was ich schon vermutete: durch Laufzeitmessung bestimmt das Ultraschallgeraet die Zeit, bis der Schall auf den Kopfknochen trifft, rechnet dadurch die Entfernung zum aussen aufgedrueckten Ultraschallkopf aus und dadurch laesst sich dann natuerlich der echte Kopfumfang innerhalb enger Grenzen bestimmen, bzw. das Bildschirmbild groessen-normieren.

Soviel zu Kompetenzen im Medizinsektor im Allgemeinen, in Sachen Ultraschall im Besonderen. Wo viel Ultraschall, da viel Schatten ...

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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