Macht
Hallo Heinz,
Und noch ein Wort zu Deiner kleinen Waffenexkursion Heinz - genau hier
fängt es an unsachlich zu werden. Geh mal bitte kurz in Dich, was Du
schreibst. Komm mir nicht mit solchen Geschichten und schalte bitte den
Kopf ein. Insbesondere auch Deine Kopftuchnummer ist des Gelben nicht wert.
Führt vollkommen an einer sachichen Diskussion vorbei. Bekommt eine Farbe.
Warum? Hab ich es richtig verstanden?Waffen lösen nichts, haben es nie getan. Waffen sind immer nur,
bewusst angewandte, gewaltsame Argumentationszerstörer!Nur akzeptabel
zur letzten ultimativ möglichen Verteidigung. Dies sollte irgendwann auch
mal ankommen.
Vielleicht habe ich Dein Post aber nicht verstanden Gruß S.
Keine Sorge, Du hast meine Post verstanden. Nun, ich stamme vielleicht aus einer Zeit, wo wir noch anders sozialisiert wurden: "Lieber tot als rot"; ein Zitat von General Custer
Meine Generation ist mit der ständigen Drohung des atomaren Holocaust aufgewachsen. Und weil dieser Krieg so schrecklich gewesen wäre, hatten wir einige Zeit Frieden.
Du willst eine sachliche Diskussion? Es geht um Macht! Es gibt aber verschiedene Arten von Macht. Es gibt politische, ökonomische, militärische oder auch ideologische Macht. Deine "Argumente" sind nichts anderes als ideologische Macht. Es kann durchaus rational sein, dem Redeschwall des anderen einen Gewehrlauf oder die Faust entgegenzusetzen. Ich sage nicht, dass wäre legitim, weil das wäre dann politische Macht. Nun erklärt die Politik bestimmte Reden als nicht legitim und sperrt Dich ein, sollte Du es wagen diese zu äußern. In in totalitären System geht die politische Macht sogar so weit, Dich für eingebildete Gedankenverbrechen zu bestrafen. Jede Form der Macht kann missbraucht werden. Und das Problem besteht IMHO in der uneingeschränkten Machtausübung. Ich sehe aber nicht ein, warum ich zugunsten der politischen, ökonomischen oder ideologischen Macht auf den Einsatz von organisierter Gewalt verzichten soll. Spieltheoretisch sehe ich es erwiesen an, dass die Tit for Tat Strategie die erfolgreichste ist. Von ein paar Spezialfällen abgesehen. Also das biblische Prinzip: "Auge um Auge. Zahn um Zahn". Oder um H.Heine zu zitieren: „Friedliche Gesinnung. Wünsche: bescheidene Hütte, Strohdach, aber gutes Bett, gutes Essen, Milch und Butter, sehr frisch, vor dem Fenster Blumen, vor der Türe einige schöne Bäume, und wenn der liebe Gott mich ganz glücklich machen will, läßt er mir die Freude erleben, daß an diesen Bäumen etwa sechs bis sieben meiner Feinde aufgehängt werden - Mit gerührtem Herzen werde ich ihnen vor ihrem Tode alle Unbill verzeihen, die sie mir im Leben zugefügt - ja, man muß seinen Feinden verzeihen, aber nicht früher, als bis sie gehenkt worden.“ Die einzige Frage, die ich entscheiden würde, sind die Islamisten meine Feinde. In der Annahme, dass die jungen Männer vor den Islamisten fliehen - zumindest wird das in unseren Medien so dargestellt - muss ich als Syrer annehmen, dass sie es sind. Und ich würde nicht fliehen, sondern sie töten oder getötet werden, ihre Häuser zerstören und Frauen und Kinder erschlagen. Das bedeutet nun Krieg mal. Wer etwas anderes glaubt, der leidet meiner Ansicht nach unter kognitiven Dissonanzen. Die geschichtliche Erfahrung zeigt, je länger ein Krieg dauert, desto totaler wird er. Und bevor Du mich Nazi nennst: meine Art der Kriegsführung wäre nicht die der Nazi, die ist mir nämlich zu sehr ideologisch verseucht, sondern die der Mongolen.
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Tyger Tyger, burning bright,
In the forests of the night;
What immortal hand or eye,
Dare frame thy fearful symmetry?