„I see you in 25 years!“

Leserzuschrift, Dienstag, 22.09.2015, 16:03 (vor 3783 Tagen) @ Ashitaka3329 Views

Hallo Ashitaka,

das Studium von Zyklen und Perioden, wie es von Oswald Spengler, Arnold Toynbee und Herfried Münkler in seinem Buch über imperiale Ordnungen praktiziert wird, ist für mich sehr wichtig, um Ordnung in mein Denken zu bekommen und mich nicht in den Einzelbetrachtungen und -meinungen zu verzetteln. Das ist völlig unabhängig davon, ob die genannten Autoren Vorstellungen vom Debitismus und der Machttheorie von Paul C. Martin hatten oder haben. Diese Grundauffassung des Denkens in Strukturen hat mich über den „Dogmatismus“ der Eigentumsökonomie (Zitat eines professoralen Ökonomen in der Diskussion nach einem Vortrag von Gunnar Heinsohn vor langer Zeit in Siegen) zum Werk von Martin hier im Forum geführt.

Ich denke, dass jeder Zeitabschnitt in seinem spezifischen Denken, Handeln, Fühlen, in seiner Sprache usw. nur aus seiner Zeit zu verstehen und einmalig ist. Darum liefert uns die Vergangenheit auch keine „Lösungsmodelle“ und Handlungsanweisungen, die uns in der „Gestaltung“ der nächsten Jahre weiterhelfen werden. Diese Betrachtungen sind weitgehend Zeitverschwendung.

Nach einer Zeit der Wirren, die ja schon lange andauert, wird Neues, von dem wir heute nur eine geringe Vorstellung haben, entstehen - nach unserer Desorientierung, die sich auch im Forum breit macht.

Von wem und wie wird die neue Ordnung, aus „der das neu geschaffene Volk eines Tages behaupten wird: "Und nach dieser schrecklichen Zeit, nach dem Chaos und der Befreiung, dem Willen der Massen, dem Zusammenschluss der Nationen, da kam eine gute Zeit". “ geschaffen?

Was macht das Machttier mit uns?

Ich kann die Probleme und Konflikte der nächsten Zeit nicht „lösen“, sondern nur annehmen und mit ihnen leben im Sinne jener Prinzipien, die ich in vorangehenden Postings schon formuliert hatte.

Vielleicht sollte im Forum, aus dem ich als Leser viele ökonomische und geschichtliche Zusammenhänge beziehe, in der Sprache zurückhaltender formuliert werden. Die übertriebenen Erregungszustände bringen doch nichts!

Aber angesichts der heutigen Situation gilt ja mehr denn je: „Wenn das Herz und die Seele voll sind, geht einem der Mund über.“

Gruß

Johann


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