Der Furcht entgegen treten
Jede Meinung soll frei, aber auch für den Leser nachvollziehbar sein ,
und zwar durch die Begründung, die er, - sofern er glaubwürdig erscheinen
will, mitliefert. Das, was Du in Deinem Kommentar weiter oben geschrieben
hast (Führe deinen Rassenkrieg hier ruhig weiter - Ashitaka, 22.09.2015,
00:09), da ist für mich keine nachvollziehbare Begründung ersichtlich.
Du bist halt böse, weil andere über ein bestimmtes Problem eben anders
denken.
Er denkt nicht über das Problem nach, sondern verliert sich bereits in Angst & Furcht, in einem dadurch begründeten teuflischen Versuch, ihm völlig unbekannte Menschenmassen als das eigentliche - zu beseitigende - Problem zu dämonisieren.
Wer bereits jetzt, da wir noch nicht einmal den Ansatz des Problems und einer Lösung zu ergründen bereit sind und uns unserem fadenscheinlichen Tatendrang durch die Sehnsucht nach vergangenen Tagen stärken, nach einem starken Führer schreit und einem "Endlich gibt sich dieser Dämon zu erkennen" frönt, der ist mit äußerster Vorsicht zu genießen, ist meiner Lebenserfahrung nach nicht mehr klar bei Sinnen und läuft Gefahr, sich kognitiv faschistoiden Ideologen zu unterwerfen, von ihnen geistig erwürgt zu werden.
Ich weiß, dass solche Warnungen niemandem schmecken, aber sie sind, bei der Angst die dieses Forum derzeit in seiner ansonsten lobenswerten Tiefgründigkeit ertränkt, bitter notwendig!
Niemand verlangt, dass Du es mit der Begründung so ausführlich machst
wie ich jetzt, - das habe ich nur deshalb gemacht, um nicht missverstanden
zu werden. Allerdings habe ich erst jetzt, - nachdem ich meinen Senf
formuliert habe - Deinen anderen Kommentar gelesen, bei dem sehr wohl
begründet wurde. Dadurch relativiert sich auch einiges, was ich
geschrieben habe, ändert aber nichts an meiner grundsätzlichen Meinung.
Du denkst ja über das Problem nach, wirst dir also auch die Frage gefallen lassen, ob die Dämonisierung und Furcht gegenüber den Massen überhaupt "ansatzweise" begründet ist, ob unsere Vorstellung über die Hintergründe der Probleme (IS = durch NATO-/USA strategisch installierte Söldnerarmee) ausreichen, um uns überhaupt eine solche Verurteilung zu erlauben. Dieses Forum entwickelt sich leider zunehmen zu einem Sammelkochtopf ideologischer Plakatierungen des tatsächlichen militärischen und finanziell-staatsübergreifenden Weltgeschehens. Wenn wir Lösungen schaffen wollen, dann bitte nicht durch Liebesbekenntnisse an einen Führer/Kaiser, sondern durch den Hinweis auf die Notwendigkeit einer Auseinandersetzung mit den Problemen. Es müssen Fragen in den Raum geworfen werden, zu allem was uns strukturell und finanziell einfällt.
Der IS ist nicht das Problem auf welches wir hier reagieren können, solange wir ihn als Gegensatz der westlichen Militär-Strategien betrachten. Auch sind die Millionen Flüchtlinge, die nach Wohlstand und Frieden streben, keine Terroristen/Privatarmeen, die uns gewaltsam niedertreten wollen.
Wie gesagt, wir werfen uns selbst auf den Boden, kratzen uns blutig im Gesicht und zeigen anschließend mit dem Finger auf die zu Inhaftierenden. Ich finde das, da dies nichts mehr mit aufrichtigen kritischen Aufarbeitungen und der unvoreingenommenen Suche nach Lösungsansätzen zu tun hat, abartig und spreche dies auch aus.
Grüße dich,
Ashitaka
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Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.