Vorsicht vor der Schwarz-Weiß-Malerei
Wir haben hier einen Vorgang, der so unglaublich ist, dass er auch die ruhigsten Gemüter erhitzen kann.
Einen Vorgang, der in dieser Form von niemanden erwartet werden konnte, z.B. noch vor einem oder zwei Jahren.
Jeder, der in der Lage ist, über seinen Tellerrand drüber zu sehen, erkennt oder fühlt zumindest, dass das nicht gut gehen kann, - dass hier ein dickes Ende, - wie auch immer geartet, nachkommen wird.
Es sind Kräfte in der Regierung, die zum einen schon lange nicht mehr die Interessen des Volkes vertreten, Kräfte, die einer Richtung zusteuern, die nicht mehr durch- oder überschaubar ist. Auch die wirklichen Beweggründe dieser Volkstreter ist unklar.
Derlei Vorgänge verleiten zu Emotionen. Emotional argumentiert, besteht die Gefahr der Polarisierung. Aber das gilt für beide Seiten, für beide Positionen, - die in unterschiedlicher Form einander gegenüberstehen.
So gesehen haben wir den einen Block, der für Multikulti propagiert, der jeden illegalen Immigranten als Asylant bezeichnet und jeden, der anders drüber denkt, als Nazi diffamiert. Der andere Block bewegt sich, - da vernünftige Argumente nichts mehr bewirken, oder auch aufgrund der immer wieder verwendeten Nazikeule- auf das andere Extrem der "Problemlösung" zu, und das endet im Ruf nach dem "Führer".
Soviel zur Analyse, zumindest meiner persönlichen. Nun zu meiner Bewertung und meinem Standpunkt:
Jedwelche Unterstellung mit braunem Gedankengut weise ich als Beleidigung zurück. Es war auch in meiner Familie niemals Mode, auch, wenn man zur Ausländerproblematik eine distanzierte Meinung vertrat. Aber niemand hat vergessen, dass mein Großvater damals im 3. Reich im Widerstand sein Leben gelassen hat, weil er sich gegen die Diktatur, gegen den Zwang der Regierenden, egal ob in psychischer oder physischer Form, widersetzt hat.
In Fortsetzung dieser Einstellung habe ich auch in der Ceaucescu-Zeit diejenigen unterstützt, die sich gegen die Diktatur gewandt haben. In verschiedener Form, - wie ich eben konnte.
Also den braunen oder roten Schuh ziehe ich mir nicht an. Trotzdem verstehe ich die Leute, die z.B. auch bei Ceaucescu der Meinung sind, - man hätte damals das falsche Schwein geschlachtet. Dabei ist es so einfach: Man bräuchte gar nicht nach einem „Führer“ rufen, sondern nur nach Politikern, die dem Volk aufs Maul schauen. Beispiel Orban. Auch der macht Fehler, - aber beim Immigrantenproblem schützt er die Interessen des Volkes. Genauso wie die Auflagen der EU, nämlich die EU-Außengrenzen gemäß dem Schengener Abkommen zu sichern. Jeder, der ihn deshalb verdammt, weil er nicht den Gesetzesbruch von Merkel & Co nachmacht, handelt schizophren.
Wenn man nach dem Gesetz geht, dann kann man eigentlich gar nicht anders, als über Merkel & Co den Kopf zu schütteln. Das Ausland tut das ja schon längst, - Österreich mal ausgenommen. So gesehen, kann man eigentlich gar nichts anderes erwarten, als dass sich gewisse Gruppierungen, die sich eben über den bestimmten Tellerrand hinaus Gedanken machen, in negativer Weise über die derzeitige Immigrationspolitik der Regierung äußern. Das gilt auch fürs Gelbe Forum. Die Art der Artikulation mag unterschiedlich sein, aber die Quintessenz bleibt dieselbe.
Schließlich hinterfragt man ja die nicht erklärbaren Beweggründe der Regierung. Diese können vielschichtig sein, wie z.B.:
- Behebung des rückläufigen Geburtenproblems
- Produktion von billigen Arbeitskräften
- Überforderung der Bevölkerung mit Zielrichtung, dass man die politische Schuld nach allgemeiner Lesart dem syrischen Regime aufdrückt, um eine positive Grundstimmung im Land für eine Beteiligung bei Natoeinsätzen gegen Syrien zu erzeugen
- Erzeugung eines schleichenden Genozids an der deutschen Bevölkerung, um die Bilderbergerträume einer NWO problemloser durchsetzen zu können.
Man könnte noch einiges anführen. Fest steht, dass die Urängste, die in vielen Teilen der Bevölkerung ihre Berechtigung haben. Zum einen muss das Ganze ja von irgendjemanden finanziert werden, - und da gibt es schon die ersten Negativbeispiele von verschiedenen Ländern. Z.B.:
http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/Milliardendefizit...
Zum anderen ist ja gerade Afrika das Paradebeispiel dafür, was passiert, wenn Kräfte an die Macht kommen, deren Ethikvorstellungen ganz unten angesiedelt sind. Nicht nur – wie im link angeführt – in Südafrika, auch in Ostafrika gab es genügend Negativbeispiele:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-51211784.html
Es wäre der Untergang des Abendlandes, wenn sich die Bevölkerungsstruktur umkehren würde, - mit solchen finalen Erscheinungen.
Ich befürworte den Slogan: „Wehret den Anfängen!“ , aber der hat Anspruch auf Generalität. Er bezieht sich auf jede Form der Unterdrückung, sei es durch Unfreiheit im Bewegungsspielraum oder der Meinungsäußerung. Es wird sicher der Fall sein, dass der Forumsbetreiber mit dem Einen oder Anderen, was hier geäußert wird, nicht konform geht. Aber, dass er diese Äußerungen zuläßt, ist eine Form der Informations- und Meinungsfreiheit, die in Deutschland nur noch selten existiert, weil sie – insbesonders von den Mainstreams – zunehmend beschnitten wird. Und genau das ist der Anfang, gegen den wir uns wehren sollen.
Das weise Zitat von Voltaire, der damit den Inbegriff einer demokratischen Struktur charakterisiert, kann man nicht oft genug wiederholen , - zumal die meisten „Scheindemokraten“ das in Deutschland (und auch in Europa) noch immer nicht kapiert haben:
„Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür geben, daß du es sagen darfst.“
Ich werde mich hüten, jemanden als Faschisten zu bezeichnen, den ich gar nicht kenne, - aber ich bitte doch darum, die Steigbügel dieser politischen Richtung nicht zu benützen, die sich in der Vergangenheit immer im Verbot von Meinungen gezeigt hat, insbesonders wenn sie anders sind, als die der Regierung. Ich finde es gut, dass hier jeder seine Meinung sagen darf, und auch soll, - solange nicht einfach unbegründeter Hass rüberkommt. Letzteres wäre einfach nur unproduktiv.
Jede Meinung soll frei, aber auch für den Leser nachvollziehbar sein , und zwar durch die Begründung, die er, - sofern er glaubwürdig erscheinen will, mitliefert. Das, was Du in Deinem Kommentar weiter oben geschrieben hast (Führe deinen Rassenkrieg hier ruhig weiter - Ashitaka, 22.09.2015, 00:09), da ist für mich keine nachvollziehbare Begründung ersichtlich. Du bist halt böse, weil andere über ein bestimmtes Problem eben anders denken.
Niemand verlangt, dass Du es mit der Begründung so ausführlich machst wie ich jetzt, - das habe ich nur deshalb gemacht, um nicht missverstanden zu werden. Allerdings habe ich erst jetzt, - nachdem ich meinen Senf formuliert habe - Deinen anderen Kommentar gelesen, bei dem sehr wohl begründet wurde. Dadurch relativiert sich auch einiges, was ich geschrieben habe, ändert aber nichts an meiner grundsätzlichen Meinung.
Gruß - Helmut