Empathie-Rezeptoren

software-engineer, Sonntag, 06.09.2015, 10:11 (vor 3792 Tagen) @ Positiv6301 Views
bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 06.09.2015, 10:29

Menschen haben eine angeborene Fähigkeit zur Empathie und damit ein Potential für moralisches Handeln. (Dabei gehen die Meinungen auseinander, ob diese Fähigkeit bei allen Völkern gleich stark verteilt ist, aber das ist wieder ein anderes Thema). In hochentwickelten Zivilisationen wie etwa in Europa wurde moralisches Handeln weitgehend institutionalisiert und vergesellschaftlicht und so der Verantwortung des Einzelnen entzogen. Da Menschen jedoch weiterhin ein Bedürfnis nach Empathie haben, wurde diese massenhaft virtualisiert ("virtual reality"): Große Menschenmassen können etwa in Fernsehfilmen dieses Bedürfnis ausleben. Der Konsum von Unterhaltungsmedien ist also so etwas wie ein Nahrungsergänzungsmittel für Menschen, denen in der pervertierten Kommunikationsstruktur großer Städte diese seelischen Spurenelemente fehlen.

Politische Manipulatoren können aber ebenso an diese Empathie-Rezeptoren andocken und damit Werthaltungen und somit Handlungspotentiale verbreiten, die ihren (verdeckten) Zwecken dienlich sind. Und hier liegt eine große Gefahr ...

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Wenn man beim Programmieren Fehler macht, dann meckert der Compiler.


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