Danke für die 'Hilfe'
Edit 2:
Dottore behauptete, dass
1. Der Preis von Gummi 1932 niedriger war als die
Produktionskosten, weil
Nein, behauptete er nicht.
Direkt tat er es ja nicht, da er sich die
Konsequenz/Schlußfolgerung/"Moral seiner Geschichte" sparte und dem Leser
die Interpretation übertrug.
Deine Behauptung, er habe es behauptet, stimmt also nicht.
Zu seiner Verteidigung muss auch gesagt werden, dass er es im Zusammenhang
in einem anderem Kontext sagte:" dass niemand sich einbilden solle, dass etwas, das"billig" erscheint
(MO-KGV etwas über sieben!) nicht noch erheblich billiger werden k a n
n."Hier ist er noch bei Aktienwerten, wo sich die Preise wesentlich mehr
durch Spekulationen bilden, als durch harte Faktoren wie Produktionskosten
einer Sache.
Hier gehe ich noch mit ihm mit.
Das ist gnädig von Dir. Da wird er wohl erleichtert sein.
"Würde der Preis für Rohgummi also unter die 1,14 $ fallen, würde
kein
Gummisucher mehr in den Dschungel gehen, sondern versuchen, eine
anderweitige Beschäftigung zu finden. So weit ziemlich logisch,
nicht
wahr?"
Eine spekulative und falsche! Behauptung,
Genau. Es war ja auch nicht seine.
Von WEM ist auch nicht bekannt, also unterstelle ich ihm die
Behauptung.
Unglaublich so etwas. Und Du willst mir helfen??
Eindeutiger könnte ein Sachverhalt wohl nicht mehr sein:
1931 (genaues Datum spielt jetzt keine Rolle) hiess es: Kautschuk könne niemals"unter" 1,14 $ fallen (welche Menge weiss ich jetzt hier nicht mehr genau), weil dies die absolute Preisuntergrenze sei. Warum? Weil die Gummisucher zu diesem Preis mindestens bedient werden müssten, weil sie damit gerade ihren Lebensunterhalt decken konnten (das berühmte Beispiel des"Grenzkulis" also, das bereits bei Franz Oppenheimer, dem Lehrer Ludwig Erhards, eine Rolle spielt).Â
Würde der Preis für Rohgummi also unter die 1,14 $ fallen, würde kein Gummisucher mehr in den Dschungel gehen, sondern versuchen, eine anderweitige Beschäftigung zu finden. So weit ziemlich logisch, nicht wahr?
Verstehst Du die Worte: 'hiess es'?
Was soll man da noch sagen?
denn es sind nach wie vor Leute
zum Produzieren gegangen, sogar als der Preis unter die imaginäre
Verdienstgrenze der Baumritzer fiel.
So ist es. Hat er ja beschrieben.
Der Grund ist hier wichtig: weil die Produktionskosten (Löhne) gesunken
sind.
In einer DeDe sinkt alles. Mal dieses, mal jenes zuerst. Das sind komplexe, rückkoppelnde Prozesse.
Er konstruierte sich eine
Argumentationshilfe, die in der Realität niemals anzutreffen war und
nicht
existierte.
Hier nennt er Gründe für die Senkung der Produktionskosten. Gehe ich
ebenfalls mit.
Ja, hoffentlich.
Was nach Abbildung 1 von mir widerlegt wurde: Die Produktionskosten
1932
=
Verkaufpreise 1932
Aufgrund dieser Annahme, behauptete Dottore sehr indirekt, dass die
Produktionskosten nicht maßgeblich sind, bei der Preisfindung eines
Rohstoffs.
Dottore behauptete ganz direkt, dass Preise auch unter die
aktuellen
Produktionskosten fallen können, weil [link=In der DeDe fällt alles!
Löhne, Preise, Werte, Kurse - you name it...]"In der DeDe fällt
alles!
Löhne, Preise, Werte, Kurse - you name it..."[/link]
Und genau das ist der Logikfehler vom Dottore (ehrlich gesagt
DEINER, da er sich ja eine Schlußfolgerung seiner Geschichte
sparte):Nicht die Gummipreise sind unter die Produktionskosten
gefallen, sondern die Produktionskosten sind aufgrund von ...you
name it... gefallen (Quelle 1 und 2 von mir und Dottore), so dass
die Unternehmen gezwungen waren, die Preise auf die unterste
geschäftsoperative Grenze, nämlich die Produktionskosten, zu
senken (Quelle Nr. 1 und 2), um am Markt noch verkaufen zu können. Die
Preise waren gleich die Produktionskosten in diesen Jahren, NICHT
DARUNTER:
So ein schlichtes Bild von Kausalität in einer komplexen Umgebung möchte ich auch mal haben.
So wie die Oekonomen: Die glauben auch, uns mitteilen zu können, wo und wann genau eine Spirale sich zu drehen beginnt.
Außerdem verlange ich für deine Behauptung, " dass Preise auch unter die
aktuellen Produktionskosten fallen können" endlich einen Beweis, ob es so
war. Meine verlinkten Daten stehen da seriöser als du da...
Dein Chart ist der schönste Beweis. Die Preise sind (zukünftig) fortwährend unter die jeweils aktuellen Produktionskosten gefallen. Die Zukunft ist später als die Gegenwart!
...You name it...-Faktoren sind generell immer an den
Produktionskosten beteiligt und wirken auf diese, egal ob nach unten oder
oben, deswegen verstehe ich nicht, wieso das als Argument verwendet wird,
den es ist die Ursache davon....You name it-Faktoren = Produktionskosten Rohstoffbranche
Es ist wirtschaftlich unmöglich (Ausnahmen wie kurze Zeit
ausgenommen) einen Betrieb mit Verlusten (wenn Produktionskosten
höher als Verkaufspreis) zu führen.
Ja, genau, und darum gehen sie auch pleite, wenn die Reserven aufgezehrt sind. Einige (die die Kosten im Griff hatten) arbeiteten in jenen Zeiten immer noch mit Gewinn und andere eben mit Verlust (Kosten höher als Erlöse). Der Schnitt daraus ergab offenbar (wie auf der Grafik ersichtlich) ziemlich identische Kosten und Erlöse. Wobei dies eine jährliche Grafik ist! Quartalsweise könnten die Kosten also durchaus höher gelegen haben als die Erlöse.
Deswegen können für ein Wirschaftsgut in der Rohstoffbranche, in einem
"freien Markt" wohlgemerkt, über längere Zeit keine
niedrigeren Preise als die Produktionskosten existieren.
Hat auch niemand behauptet. Warum also repetierst Du das?
Natürlich kann eine mächtige und spekulativ operierende Hand (die
Anleger zb.) in diesen Markt eingreifen und kurzzeitig die Preise unter die
Produktionskosten oder den tatsächlichen Wert einer Aktie bringen, wie
Dottore meinte,
"... dass niemand sich einbilden solle, dass etwas, das"billig" erscheint
(MO-KGV etwas über sieben!) nicht noch erheblich billiger werden k a n
n."Er redet aber nur von einem theoretischen KANN, welches in der Praxis
meistens zeitlich sehr beschränkt ist.
Ja, die DeDe war zeitlich sehr beschränkt. Niemand behauptet etwas anderes. Weisst Du überhaupt, wogegen Du anschreibst?
Deswegen kann man, wie Piter sagte, die Produktionskosten eines Rohstoffs
als untere Einstiegsgrenze für mittel- und langfristige Anleger sehen,
Eben nicht! Die aktuellen Produktionskosten sagen nichts aus über eine Einstiegsgrenze, weil Produktionskosten aus verschiedenen Gründen (Produktivitätssteigerung oder DeDe) fallen können.
auch wenn in Zukunft die Produktionskosten gesenkt werden, dann entsprechen
die NEUEN Preise den NEUEN Produktionskosten, nicht den
ALTEN Produktionskosten.
Genau, und somit hat sich das mit der 'Einstiegsgrenze' - basierend auf aktuellen Produktionskosten – erledigt! Niemand kennt die Zukunft (ausser die Schauunger
" />.
Deswegen muss man bei Rohstoffen neben der Nachfrage auch die
Produktionskosten anvisieren und beurteilen, wie die Zukunft in diesen 2
Bereichen liegen wird.
Sehr richtig! Die Zukunft! Die hat sich 1932 als eine andere erwiesen, als die der eine oder andere sich diese 1931 vorstellte.
Ein gutes Beispiel ist Öl, da es in letzter Zeit nahe an den
durchschnittlichen Produktionskosten lag, obwohl massive Spekulationen
stattfanden.
Einige produzieren weiter mit Verlust und zehren von den Reserven; haben also höhere Kosten als Erlöse, insbesondere die Fracking- und Tiefseebohrer. Falls die nun reihenweise pleite gehen und zu produzieren aufhören, sinken die durchschnittlichen Produktionskosten. In Russland sinken sie momentan auch, weil das allgemeine Lohnniveau um rund 10 Prozent gesunken ist.
Sollte also, zb. die Nachfrage nach Platin schlagartig zurück gehen
(Spekulationsblase platzt), so dass zb. sogar die Preise unter den
Produktionskosten sein sollten, dann wird der Markt bereinigt und es stellt
sich dann ein neues Produktionskosten/Preis-Gefüge her, welches nicht
unter den Produktionskosten liegen wird... natürlich solange bis die
Spekulationsblase wieder platzt.
Ja, nicht unter den zukünftigen Produktionskosten, und die kennt keiner; folglich kennt auch keiner die Einstiegsgrenze! Weder Du, noch Piter, noch sonst jemand. Reine Spekulation.
Dottore wollte zum Audruck bringen, dass Aktienwerte auch noch viel
billiger werden könnten, als sie es schon sind und machte diese deutlich
mit einem Rohstoff, dem Gummi.
Ganz genau.
Für eine vollständige Schlußfolgerung seiner Geschichte, hätte er
erwähnen sollen, dass die Preise nach diesem massivem Verfall (zeitlich
begrenzt) wieder angezogen sind und nie wieder mehr in diese Preisregion
gerutscht sind:
Ja, wenn man immer vollständige Geschichten schreiben wollte, dann müsste man unendliche Kapazitäten haben. Fang Du schon mal damit an!
Quelle:
Recent Developments in Natural Rubber Prices
Und die Moral der Geschichte?Produktionskosten von Rohstoffen sind für mittel- und langfristige
Anleger ein wichtiger Orientierungspunkt, auch wenn wir wissen, dass es mal
kurzzeitig darunter gehen.
Auch weiß jetzt der Anleger, dass bei jeder Spekulation die Ausgangslage
in der Zukunft einen massiven Einfluß auf den Preis haben wird (you name
it-Faktoren, Nachfrage, Angebot,...).
Der Moral von der Geschichte ist, dass Du Dich komplett verrannt hast. Die Kritik war unausgegoren und ging an Dottores Beitrag vorbei.
Grüsse, Zara
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