'Logikfehler'
Dottore hierzu:
1931 (genaues Datum spielt jetzt keine Rolle) hiess es: Kautschuk
könne
niemals"unter" 1,14 $ fallen (welche Menge weiss ich jetzt hier nicht
mehr
genau), weil dies die absolute Preisuntergrenze sei. Warum? Weil die
Gummisucher zu diesem Preis mindestens bedient werden müssten, weil
sie
damit gerade ihren Lebensunterhalt decken konnten (das berühmte
Beispiel
des"Grenzkulis" also, das bereits bei Franz Oppenheimer, dem Lehrer
Ludwig
Erhards, eine Rolle spielt).
Würde der Preis für Rohgummi also unter die 1,14 $ fallen, würde
kein
Gummisucher mehr in den Dschungel gehen, sondern versuchen, eine
anderweitige Beschäftigung zu finden. So weit ziemlich logisch, nicht
wahr?Und dann kam das Jahr 1932. Und der Preis für die besagte Menge stand
wo?bei 0, 1 4 Dollar.
Hier hat Dottore einen Logikfehler in der Interpretation:
Nein, Du.
Dottore vergleicht hier die alten Produktionskosten von 1931(1,14$) mit
einer Situation in einer anderen Zeit (1932),
Ja, logisch.
wo die Produktionskosten
wesentlich niedriger waren und kommt zum Schluß: Die Produktionskosten
sind nicht maßgeblich bei der Preisbildung.
Quelle:
Seite
105: World Rubber and its Regulation von Klaus Eugen KnorrDie Kosten wurden von 1920 bis 1932 um über das 4x gesenkt, alleine
zwischen 1928 und 1932 wurden die "All-In Costs" um 70% gesenkt und dabei
die Hälfte der Mitarbeiter entlassen.
Eben.
Quelle:
Seite
46: The World Rubber Industry von Colin Barlow,Sisira Jayasuriya,C Suan
TanKann natürlich passieren, dass die Produktion, aufgrund eines globalen
Marktes, zeitweise unter den eigenen Produktionskosten stattfindet,
Jawoll.
dauerhaft kann ein Unternehmen aber nicht überleben und deswegen,
... gingen viele bankrott und andere zehrten von ihren Reserven.
sind die
Produktionskosten der Preisboden (nicht nur die eigenen, auch die fremden
Produkionskosten beachten).
Nein, die Produktionskosten entwickeln sich tendentiell ebenfalls deflationär, wenn die Erlöse deflationieren.
Natürlich können Spekulanten den Markt und seinen Preis eine kurze
zeitlang manipulieren ,
Spekulanten sind nicht nötig, um die Preise zu drücken. Ein allgemeiner Nachfragekollaps kann das genauso gut leisten.
also auch den Preis unter die Produktionskosten
drücken, aber eine längere Zeit bleibt das ausgeschloßen, da am Markt
dann eine Bereinigung stattfindet.
Von einer 'längeren Zeit' steht beim Dottore nirgends was. Kannst Du Dir also als 'Gegenargument' sparen.
Der von Dottore geschilderte Fall ist deswegen wissenschaftlich gesehen
ein Äpfel-Birnen-Vergleich: Die Produktionskosten von 1932! waren die
Verkaufspreise von 1932!, auch wenn 1928/1931 die Produkionskosten höher
waren als 1932! Siehe Abbildung 1
Ja und? Zeig' besser mal auf, welche Aussage Dottores falsch ist. Deine 'Argumente' laufen komplett ins Leere.
Solche unwissenschaftlichen Vergleichsmethoden, auch noch als verlinktes
Basiswissen zu präsentieren und ungeprüft breit zu treten, beweist mir
eine ausgeprägte Kurzsichtigkeit und Naivität.
Kein Kommentar.
Grüße
Junger Cricitus
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