Bin ich ein sehr dummer Bauer, weil ich immer die größten Kartoffeln habe?
Als aktiver, intensiv Gartenbau betreibender Landwirt, habe ich durchaus Verständnis für derlei Naivität. Die "Grünen" leben das ja tagtäglich vor.
Als 100%iger Gegner von Pestiziden und Insektiziden, gebe ich Dir in dieser Beziehung recht.
Der Raubbau der Menschen am Boden bedingt jedoch den Einsatz von Kunstdüngern, Kalk und Mikronährstoffen. Als ich das Licht der Welt erblickte, war Landwirtschaft Kreislaufwirtschaft. Der Misthaufen lag irgendwo auf dem Bauernhof, das Plumpsklo mit Herzchen wurde 2 mal im Jahr geleert und der Inhalt landete nicht in den Vorflutern, sondern auch auf dem Misthaufen. Im Frühjahr wurde das alles in anstrengender Handarbeit auf den Feldern ausgestreut. Und durch Einhaltung von Fruchtfolgen ergab sich eine stetige Verbesserung der Bodengare. Da waren Landwirte aber noch "Volllandwirte" mit Tier+Pflanze...
Die "modernen" Landwirte hingegen kann man mit unseren Politikern vergleichen. Null Ahnung. Riesengroße Klappe. Geldgeil und umweltfeindlich, weil monokulturell wirtschaftend. Riesentraktor mit noch größerer Toxe hintendran...
Nimm mal eine Biogasanlage. Das ist das Ende bäuerlichen Wirtschaftens und der Anfang des Endes der Menschheit. Purer "grüner" Idiotismus. Und nun lässt Du noch die Kunstdünger, Kalk und Mikronährstoffe weg. Beim ersten Sturm über trockenem Boden fliegt der letzte Humus davon. Zurück bleibt Wüste.
Das kannst du mit den Sanktionen der Politiker gegen Russland vergleichen. Diese Vollpfosten stecken ja auch hinter den Subventionen für Biogasstrom.
Beiträge, wie der Deine, machen mich traurig.
Ich werde das weiter verfolgen, vielleicht kriegst Du ja noch die Kurve.
Leser68, ich vermute, Du lebst in einer Stadt. Weit weg von der Realität auf dem Dorf.