Es geht ja nicht um die Größe der Zahl,
denn dann würde eher Mao (ca 60 Mio) oder Stalin (ca 30 Mio) "führend" sein.
Nicht die Zahl sondern der "SYSTEMATISCHE PLAN zur Ausrottung einer SPEZIFISCHEN Gruppe in ihrer GESAMTHEIT" macht die "EINZIGARTIGKEIT" aus.
Von so gut wie niemandem wird bestritten, dass die Nazis größte Verbrechen begangen haben, insbesondere hinsichtlich der Juden.
Dieses Zahlen-"Argument" (auch von Ihnen evtl "leichtfertig" übernommen), soll das eigentliche Thema ("Einzigartigkeit") vernebeln und jegliche Detail-Forschung, wie es sich für Historiker gehört, so als "sowieso überflüssig" behindern. Dazu kommt vor allem auch die generelle Strafandrohung, als ob die Wahrheit Drohung mit Gefängnis bräuchte.
Warum dürfen Menschen glauben, dass die USA gar nicht auf dem Mond waren, dass 9/11 von der US-Regierung gesteuert gewesen sei, dass Elvis lebt und dergleichen eher Abstruses (nur MEINE Meinung) mehr, aber nicht, dass sich auch nur Einige(!) aber wesentliche Dinge in den 40ern nicht so zugetragen haben könnten, wie es in den Geschichtsbüchern steht? Das verstehe ich nicht. (Ist das dann Wissenschaft oder Politik?)
Warum sitze ich hier und überlege mir lange, ob ich folgende 2 Fragen überhaupt schreiben soll? Und wenn ich Karriere machen wollte, würde ich diese Fragen auch tunlichst nicht stellen (obwohl es doch nur FRAGEN sind):
1. Warum liegt weltweit so weit ich weiß, nicht EINE Autopsie wenigstens EINES Ermordeten vor mit Ergebnis Zyklon B? (falls so etwas vorliegt, bitte Quelle nennen) und das obwohl z.B. bei der Befreiung von Auschwitz mehrere russische Forensiker vor Ort waren und auch ca. 500 Leichen obduziert haben, allerdings mit anderen Ergebnissen (Erschöpfung, Hunger, Krankheit). Und bei dem Stand der Wissenschaft (siehe "Ötzi") wäre das Nachholen einer Autopsie auch heute noch problemlos möglich. Wenn das dann auch noch anerkannte internationale Wissenschaftler durchführen würden, würde jeder "Leugner" ab DANN nur noch ziemlich lächerlich wirken.
2. Warum wird so ein Zeugenbericht (Gerstein-Bericht), den man extra für mein Gymnasial-Geschichtsbuch ausgewählt hat, das wiederum diverse Geschichts-Professoren erstellt und geprüft haben, das von Hunderten Lehrern in jedem Schuljahr gelehrt wird, wie folgt abgedruckt "..Die Menschen stehen einander auf den Füßen. 700 bis 800 Menschen auf 25 Quadratmetern".
Das sind 28-32 Menschen auf EINEM (!) Quadratmeter, also etwas physikalisch vollkommen Unmögliches. Warum hat man nicht eine glaubwürdigere Zeugenaussage gesucht und abgedruckt?
Da dies nicht schwer zu erkennen ist, haben es sicher viele dieser Professoren und Lehrer natürlich auch erkannt, aber wohl geschwiegen, um nicht "in Unannehmlichkeiten" zu kommen.
Das Obige sagt ein Zeuge, der alles SEHR GENAU beobachtet hat, z.B. "nach 2 Stunden und 49 (!) Minuten springt der Diesel an" und "nach 32 (!) Minuten ist...." (Ausrufezeichen von mir)
Da durch diese "Einzigartigkeit" die Erziehung/Prägung der Deutschen bis heute erfolgt, ist es selbstverständlich auch noch heute wichtig, dass Historiker minutiös die gesamte Zeit und Ereignis für Ereignis detailliert bearbeiten, heute unterstützt durch das Internet-Zeitalter, wo fast alle Informationen (bis auf Archive, die teils IMMER noch verschlossen sind, 70 Jahre nach dem Krieg!) schnell recherchierbar und ABGLEICHBAR sind, was eben früher noch nicht in diesem Maße möglich war.
Um eben das bisherige Geschichts-Bild weiter zu festigen oder wo nötig auch zu revidieren. Das ist ganz normales Historiker-"Geschäft"
Sonst hätten es sich Clarke, Münkler Friedrich u.a. ja auch sparen können, 100 Jahre (!) nach dem 1. Weltkrieg noch Bücher über diesen 1. Weltkrieg zu schreiben
Gruß
baba