Die Gefahr der Vereinfachung :-)

nemo, Montag, 08.06.2015, 15:15 (vor 3874 Tagen) @ Rybezahl5233 Views
bearbeitet von nemo, Montag, 08.06.2015, 15:19

Herr Bergstedt, tut dasselbe, was er anderen vorwirft, ohne es selbst zu bemerken.
Er vereinfacht die Dinge in unzulässiger und polemischer Art und Weise und kann
damit natürlich zu keinem brauchbaren Ergebnis kommen.

Er macht den Fehler, dass er Perspektiven – nur weil sie von bestimmten Leuten
stammen, der er als Verschwörungstheoretiker identifiziert – ausschließt.

Diese Fragen hat Robert Anton Wilson schon vor 20 oder 30 Jahren beantwortet.
Auf die Frage, weshalb Verschwörungstheorien so beliebt sind, sagte
er sinngemäß:

Erstens, niemand übernimmt gerne selbst die Verantwortung für sich selbst
und schiebt die Verantwortung für alles was falsch läuft, lieber auf andere.
Die Jesuiten, die Bilderberger, die Juden, den CFR usw.

Zweitens, weil die Welt immer schneller und undurchschaubarer wird.
Alles verändert sich ständig, was an der Beschleunigung des Informationsflusses
liegt. Die Menschen leben in einer Welt, die sie nicht mehr verstehen können.
Wenn Menschen Dinge nicht verstehen, neigen sie zu finsteren Erklärungen.

Der dritte Grund ist, dass es tatsächlich viele Verschwörungen gibt.

[[zwinker]]

Nichts ist wirklich konsistent. Es gibt kein absolutes „ja“ oder kein absolutes „nein“.
Es gibt Wahrscheinlichkeiten und starke „vielleichts“ und schwache „vielleichts“

Es ist die Perspektive, die alle anderen Perspektiven enthält, weil sie
keine ausschließt.

Würden wir das Wort „vielleicht“ öfter verwenden, wäre die Welt ein gesünderer Ort.

Robert A. Wilson – Maybe Logic


Gruß
nemo


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